Kategorie: Österreich

Inszenierung von Schrotts Gilgamesh

Gerhard Stadelmaier bespricht die Wiener Inszenierung von Schrotts Gilgamesh: Nun hat der sehr prätentiöse Schriftsteller Raoul Schrott , Jahrgang 1964, ein gelehrter Poesienerforscher und poeta doctus, aber doch wohl mehr doctus als poeta, die ältere babylonische Fassung mit der Unterweltsreise des Gilgamesh verschnitten und… Continue Reading „Inszenierung von Schrotts Gilgamesh“

Jandl-Inszenierung

Über eine Jandl-Inszenierung im Kölner a.tonal.theater schreibt der Kölner Stadtanzeiger: Nun kann man sich Jandls Lautkaskaden zuwerfen wie Bälle, die von einem fixierten Spieler zum nächsten wandern. Nichts lenkt hier ab von dem, was diese Aufführung inspiriert hat: Gedichte, aneinander gereiht, aufeinander getürmt, gestapelt… Continue Reading „Jandl-Inszenierung“

Bestaunen, nicht verstehen

Oscar Sandner, 1927 in Bregenz geboren, hat sein Leben im Kulturbetrieb verbracht: als Leiter der entsprechenden Abteilung der Stadt Bregenz, Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck, Ausstellungskurator und Verfasser von Prosa, Hörspielen, einem Drama, Lyrik und zahlreichen Essays. Seine Gedichte sind im Band… Continue Reading „Bestaunen, nicht verstehen“

Manhattan Mundraum II

Vier Monate nach den Ereignissen, da die publizistische Hysterie längst wieder abgeflaut ist, veröffentlicht nun die österreichische Literaturzeitschrift „manuskripte“ (Nr. 154) in ihrer aktuellen Ausgabe ein Gedicht des Lyrikers Thomas Kling, das unmittelbar unter dem Eindruck der terroristischen Attentate entstanden ist, gleichwohl für die… Continue Reading „Manhattan Mundraum II“

Rausch und Lyrik

In der „Welt“ bittet Franzobel die Venezianer, den Karneval nicht abzuschaffen, und definiert Rausch und Lyrik zugleich: Der Rausch ist eine wunderbare Sache, das Desaster des Daseins zu vergessen, sich selber zu entfremden, sich erst zu erkennen, Lyrik. Der Rausch, dessen Zustand in manchen… Continue Reading „Rausch und Lyrik“

Trakl-Preis an Andreas Okopenko

Es sah einmal so aus, als schriebe Andreas Okopenko seine Lyrik für eine kleine Minderheit. Als 1980 im Verlag Jugend & Volk Okopenkos Gesammelte Lyrik erschien, war das ein Unterfangen, das erhebliche Widerstände überwinden musste. Nie hatte sich Okopenko in den Vordergrund gedrängt, nie… Continue Reading „Trakl-Preis an Andreas Okopenko“

Holliger vertont Trakl

In der Mitte standen Holligers Trakl-Lieder, deren viertes, „Trompeten“ uraufgeführt wurde. Holliger vertont weniger Gedichte als gewissermaßen Dichter: Er sucht für seine Zyklen gern eine repräsentative Auswahl aus der stilistischen Vielfalt eines Schriftstellers. Dem entsprechen dann auch die Kompositionsstrategien: „Ein Winterabend“ ist seiner strophischen… Continue Reading „Holliger vertont Trakl“

Österreichische Literatur ist keine Unterabteilung

der deutschen Literatur. Dazu gehören auch slowenische Autoren wie diese zwei, die sich selbstbewusst auf einen eigenständigen Weg begeben. ath / schreiben die Salzburger Nachrichten über eine Lesung der Kärntner Slowenen Maja Haderlap und Fabjan Hafner (2.2.02)

Kleiner Dienst am grossen Mann

Unter dieser sprechenden Überschrift bespricht Christiane Zintzen „Fragwürdige Publikationen nach dem Tode Ernst Jandls“ / NZZ 31.1.02

Das Lavanttal ist ein Apfeltal

Auf Streuobstwiesen wachsen krüppelig, grazil oder mächtig himmelgreifend museale Baumindividuen, die es sonst kaum noch gibt. Sie tragen den gelbfleischigen Lavanttaler Bananenapfel, den Kronprinz Rudolf und den bräunlichen Lederapfel, die innen rötliche Ilzer Rose und die Schafsnase wie den Ponapfel, beides Winteräpfel, die gut… Continue Reading „Das Lavanttal ist ein Apfeltal“

Alois Hergouth

In Graz ist am vergangenen Donnerstag der Dichter Alois Hergouth im Alter von 76 Jahren gestorben. Der vielfach ausgezeichnete Lyriker war u. a. maßgeblich an der Gründung des „forum stadtpark“ und der Literaturzeitschrift „manuskripte“ beteiligt. Alois Hergouth wurde am 31. Mai 1925 in Graz… Continue Reading „Alois Hergouth“

Archive für die Zukunft

Michael Buselmeier bespricht für die FR Literaturzeitschriften ( hier manuskripte, Wespennetz, Theater heute und kolik). Als im November 2000 die Grazer manuskripte 40 Jahre alt wurden und zugleich deren 150. Ausgabe erschien, stellte Alfred Kolleritsch, der verantwortliche Herausgeber und Redakteur, im Editorial die rhetorische… Continue Reading „Archive für die Zukunft“

Schubert des 17.Jahrhunderts

Nicht in Konstanz, aber in seinem österreichischen Geburtsort Schnifis gedenkt man des Dichters mit der interessanten Biographie und der „sehr feinen Lyrik“. Immerhin wurde Laurentius von Musikwissenschaftlern schon als „Schubert des 17.Jahrhunderts“ bezeichnet. Katholiken müsste der Name durch das Marienlied „Wunderschön prächtige“ bekannt sein.… Continue Reading „Schubert des 17.Jahrhunderts“

Mondseer Lyrikpreis

Der diesjährige, mit 100.000 Schilling dotierte Mondseer Lyrikpreis geht an den 1956 in Vaduz/Liechtenstein geborenen, in Wien lebenden Autor Michael Donhauser. Die Jury spricht Donhauser „Unbekümmert um Moden und Tendenzen“ zu, er habe „den Widerspruch zu seiner Sache und ästhetisch fruchtbar gemacht“. Oberösterreichische Nachrichten… Continue Reading „Mondseer Lyrikpreis“

 Christine-Lavant-Lyrikpreis für Ulf Stolterfoht

Der Berliner Autor Ulf Stolterfoht (38) wurde „für seine souveräne Sprachbehandlung, den Reichtum an lautlichen und rhythmischen Formen und seine inhaltliche Präzession“ (Begründung der Jury) mit dem von der Stadt Wolfsberg gestifteten Christine-Lavant-Lyrikpreis  in Höhe von 100.000 Schilling ausgezeichnet. / OÖN vom 25.09.2001