Kategorie: Frankreich

72. Gestorben

Der in katalanischer Sprache schreibende französische Schriftsteller* Jordi Pere Cerdà, eigentlich Antoine Cayrol, starb am 11.9. in Perpignan. Er war der Barde seiner Region, der Cerdagne im Hochgebirge zwischen Frankreich und Spanien, die er nie verlassen hat. Sein Werk (Lyrik, Theater, Romane, Essays), sagt… Continue Reading „72. Gestorben“

32. Théophile Gautier

Wenig später katapultierte er sich selbst in den Mittelpunkt des literarischen Interesses; weniger mit seinem ersten Gedichtband «Poésies» (1830) als mit dem 53-seitigen Versepos «Albertus», das nicht zuletzt seines Vorworts wegen erwähnenswert ist. Bereits hier legte Gautier sein Konzept einer nicht utilitaristischen Kunst nieder,… Continue Reading „32. Théophile Gautier“

141. Rimbauds Verweigerung

That Rimbaud’s repudiation of poetry was as furious as the outpouring of his talent had once been was typical of a man whose life and work were characterized by violent contradictions. He was a docile, prize-winning schoolboy who wrote “Shit on God” on walls… Continue Reading „141. Rimbauds Verweigerung“

138. Internationales Literaturfestival in Novi Sad

Међународни новосадски књижевни фестивал Gestern begann das Internationale Literaturfestival im serbischen Novi Sad, das seit 2006 immer im August/September veranstaltet wird. Texte der Teilnehmer werden in der Zeitschrift Zlatna greda veröffentlicht. Während des Festivals wird ein Autor für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Außerdem erhält ein… Continue Reading „138. Internationales Literaturfestival in Novi Sad“

113. Unvollkommenheit der Sprachen (Mallarmé)

Neu im Lyrikwiki Labor:  Die Sprachen, unvollkommen insofern, als sie mehrere sind und die erhabenste fehlt: da Denken ein Niederschreiben – ohne Zubehör noch Flüstern, sondern verschwiegen noch – der unsterblichsten Rede ist, hindert die Verschiedenheit, auf Erden, der Idiome jedermann, die Worte auszusprechen,… Continue Reading „113. Unvollkommenheit der Sprachen (Mallarmé)“

87. «Der Dichter arbeitet»

«Der Dichter arbeitet.» Dieses Schild habe Saint-Pol-Roux, so André Breton im «Surrealistischen Manifest», an seine Haustür gehängt, bevor er sich schlafen legte. Damit meinte er nicht, man solle ihn nicht beim Nichtstun stören, sondern beim Träumen. Denn nicht der «wache», seinen Stoff bewusst organisierende… Continue Reading „87. «Der Dichter arbeitet»“

76. Traurige Nachricht

Das französische Chanson, die schöne Unbekannte, der man noch ungescheut das Wort Poesie anhängen kann, hat seine Flügel verloren: die Allain Leprests. Die traurige Nachricht wurde zuerst von dem Musikjournalisten Gilles Médioni per Twitter verbreitet und später von einem Regionalsender bestätigt: der Sänger und… Continue Reading „76. Traurige Nachricht“

16. Gestorben

Yannick Quinveros, Slammer auf den Straßen von Angers, starb am Montag bei einem Badeunfall. Er war der Dichter mit dem langen Bart. Er war ein ehemaliger Krankenpfleger, der vor 12 Jahren beschloß, sein Leben zu ändern, nachdem er sich geweigert hatte, an Patienten der… Continue Reading „16. Gestorben“

13. United Colors of Bessungen mit Senghor

Der Bassist und Komponist Jürgen Wuchner unterrichtet an der Darmstädter Akademie für Tonkunst und leitet gemeinsam mit Uli Partheil die Jazz & Pop School Darmstadt. Die dort unterrichtenden Musiker bilden den Grundstock der „United Colors of Bessungen“. Neue Kompositionen entstanden nach Lyrik von Leopold… Continue Reading „13. United Colors of Bessungen mit Senghor“

122. Ashberys Rimbaud

Mit 16 hatte er sein erstes Meisterwerk fertig, das 100-Zeilen-Gedicht „Das trunkene Schiff“. Im Leben war Rimbaud frühreif; warum sollte er es nicht auch im Tode sein? Und so übergab der blondhaarige blauäugige Genius, den Victor Hugo „Baby-Shakespeare“ nannte, mit 21, im Aufbruch zu… Continue Reading „122. Ashberys Rimbaud“

97. Tanz und Lyrik in Avignon

Das Genter Collegium Vocale begleitet das Geschehen in „Bloed en Rozen“; geradezu in die Choreografie einbezogen ist Björn Schmelzers Antwerpener Vokalensemble Graindelavoix mit ihrer Ars Subtilior in Anne Teresa De Keersmakers „Cesena“. Die neue Arbeit der Choreografin war zu ungewöhnlicher Stunde zu sehen: In… Continue Reading „97. Tanz und Lyrik in Avignon“

61. Roussels Textzwiebel

Der französische Schriftsteller Raymond Roussel schrieb zwischen 1915 und 1928 an einem ca. 50 Seiten langen Text, der zu den komplexesten Texten der Literatur gehört. Es handelt sich um ein in vier Teile unterteiltes Gedicht, das meist nur Insidern bekannt ist und in bestimmten… Continue Reading „61. Roussels Textzwiebel“

48. Mechanik und Esprit

Auf eine andere Art exotisch wirkt in einer nach dem Authentischen, Eigentlichen, Unmittelbaren gierenden Leserwelt jene Gruppe der französischen Schriftsteller, die sich «Oulipo» abkürzt (auf Deutsch: «Werkstatt für potenzielle Literatur») und die der Pariser Romanist Jürgen Ritte einem begeisterten Publikum in einer Hotelbar vorstellte.… Continue Reading „48. Mechanik und Esprit“

33. Seuls les poètes peuvent sauver le monde

Nur die Dichter können die Welt retten, schreibt Musina bei Agoravox: Wie ihr möchte auch ich wahrhaft informiert werden, nicht angeödet von dem Strom von Interpretationen, der von allen Seiten kommt und den man uns als „Analysen von Experten, Gedanken von Intellektuellen, Meinungen von… Continue Reading „33. Seuls les poètes peuvent sauver le monde“

32. Gestorben

Der Schriftsteller Henry Meillant (eigentlicher Name Henri Ravard) starb im Alter von 87 Jahren in Cosne-sur-Loire. Er veröffentlichte Romane und 20 Gedichtbände. 1958 gründete er die Société poétique de France, die später in Société des poètes et artistes de France umbenannt wurde. / Actua… Continue Reading „32. Gestorben“