Kategorie: Deutschland

Die Heimat war weit

Interessantes zur Herkunft einiger DDR-Weihnachtslieder fördert Siegfried Stadler in der SZ vom 22.12.03 zutage. Hier einige Erstveröffentlichungsdaten: Bald nun ist Weihnachtszeit – 1938 (HJ-Liederblatt) Guten Abend, schön Abend – 1941 Es ist für uns eine Zeit angekommen – 1942 („Deutsche Kriegsweihnacht“, herausgegeben vom Hauptkulturamt… Continue Reading „Die Heimat war weit“

Sylt

Gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin soll der Lyrikdebütpreis ab 2004 auf Sylt vergeben werden. Parallel wird ein Lyrikfestival „Sylt-Lyrik“ mit jeweils 16 Autoren stattfinden. Auch das Stipendienprogramm der „Kulturquelle“ soll erweitert werden. Geplant ist die Einrichtung einer Reihe „Literarisches Doppelleben Sylt-Berlin“, die ab… Continue Reading „Sylt“

Christa Reinig

In Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Berliner Morgenpost 21.12.03 ein Gedicht der wichtigen Dichterin Christa Reinig (ihre Ausreise aus der DDR betreffend): Vor der Abfahrt Sie kamen und suchten unter der Bank, im Gepäcknetz suchten sie jemand. Danke, sagten sie zu mir. Auf dem Dach,… Continue Reading „Christa Reinig“

KLK – neue Greifswalder Literaturzeitschrift

Über die Premiere einer neuen Greifswalder Literaturzeitschrift mit dem unaussprechlichen Namen KLK/\USGABE*) schreibt die Ostsee-Zeitung vom 20.12.03: Der 23jährige Student Innokentij Kreknin (Germanistik und Slawistik) ist gemeinsam mit den gleichaltrigen Siri Hölperl (Germanistik und Anglistik/Amerikanistik) und Heiko Lehmann (Germanistik und Philosophie) Redakteur von KLK/\USGABE,… Continue Reading „KLK – neue Greifswalder Literaturzeitschrift“

Tom Schulz

Über El Salvador im November 1989 schreibt Tom Schulz, junge Welt 20.12.03. Tom Schulz wurde 1970 in der Oberlausitz geboren. Er wuchs auf in Ostberlin und lebt im Friedrichshain, z. Zt. als »vom Arbeitsamt geförderter Autor«. Er schreibt Gedichte, Prosa, Kritiken und Glossen in… Continue Reading „Tom Schulz“

Selbstzitat à propos: Der Fall Anders

Wir könnten lange zitieren. Wer unsere kleine Auswahl für übertrieben hält, lese die Anklage eines Autors namens Wolfgang Dietrich (Sie wissen schon: Kenne ich nicht!) gegen das „Rudel von miesen kleinen Schreibtischverbrechern, die die lebende Literatur dieses Landes erledigen – ganz wie im Dritten… Continue Reading „Selbstzitat à propos: Der Fall Anders“

Es gärt aus dem Off

Der immer noch als einziger im Buchhandel erhältliche Gedichtband „JeDaZeitBereit“ von Tom de Toys stammt von 1993 und ist damals im Claus Richter Verlag seines Kunsttherapie-Professors Peter Rech erschienen. Für die von 21 auf 33 Gedichte erweiterte Neuauflage des vergriffenen Folgewerkes „ÜBERWELTIGUNG“ (Erstauflage im… Continue Reading „Es gärt aus dem Off“

Übersetzen & verstehen: Herder

Vorzüglich kommentiert ist auch die Auswahl Christoph Michels aus Herders Sammlung von Volksliedern. So schildert der Herausgeber Herders Mühen bei der Übersetzung des „Ännchen von Tharau“. Der Kommentar kontrastiert das Original in preußischem Plattdeutsch („Anke van Tharaw öß, de my geföllt / Se öß… Continue Reading „Übersetzen & verstehen: Herder“

Bernstein entdeppt

Kein Droste(Wiglaf) ohne Bier(mann), bitte sehr: Wo [F.W.] Bernstein hindichtet, da wächst kein Kitsch mehr, kein Schwurbel, keine Angeberei, kein Bier- und kein Eppelmann. Wer es beklagt, dass diese Welt viel Dummheit mit sich schleppt / Der lese Bernstein – und wird kompetent entdeppt.… Continue Reading „Bernstein entdeppt“

Fels ohne Eile

Grasnick gönnt dem Leser den Canaletto-Blick über Pirnas Marktplatz, lässt ihn das Ablegen eines Elbdampfers im Frühnebel miterleben und ist sich gewiss: „Ich komme zum Fels,/weiß, er steht dort,/wo ich ihn verließ“. / BLZ 18.12.03 Ulrich Grasnick/S. Friedemann: Fels ohne Eile. Lesebühne der Kulturen… Continue Reading „Fels ohne Eile“

Vergessene Klassikerin

In seinem 1962 veröffentlichten Lyrikband Schattenland Ströme ließ Johannes Bobrowski drei Gedichte aufeinander folgen, von denen jedes einer jüdischen Dichterin gewidmet ist. Eines von ihnen richtete sich an die 1940 nach Schweden emigrierte und von da an in Stockholm lebende Nelly Sachs, ein anderes… Continue Reading „Vergessene Klassikerin“

Neger-Idyllen

Doch auch viel direkter noch war Herder ein Kritiker des Kolonialismus: Dem 114. Humanitätsbrief, der einen Gedichtzyklus mit dem sarkastischen Titel «Neger-Idyllen» enthält, ist eine eindrucksvolle Einleitung vorangestellt: «Der Neger malt den Teufel weiss, und der Lette will nicht in den Himmel, sobald Deutsche… Continue Reading „Neger-Idyllen“

Günter Seuren gestorben

Der Schriftsteller Günter Seuren, geboren 1932 in Wickrath/ Niederrhein, starb am Mittwoch in München. Seuren, der vor allem als Erzähler und Drehbuchautor bekannt wurde, debütierte 1961 mit dem Gedichtband „Winterklavier für Hunde“. Nachrufe: SZ 13.12.03 / FR 13.12.03

Hölderlins „Die Kürze“

In der Frankfurter Anthologie, FAZ 13.12.03, stellt Wolfgang Schneider Hölderlins Gedicht „Die Kürze“ vor.

Stötteritzer Shakespeare

Vom „deutschen Shakespeare“ zum Regionalautor: Anne-Kristin Mai: Christian Felix Weiße (1726-1804) – Leipziger Literat zwischen Amtshaus, Bühne und Stötteritzer Idyll. Biographische Skizze und Werkauswahl, Sax Verlag, Beucha 2003, 15 Euro Leipziger Volkszeitung 12.12.03 Hier ein Gedicht – gewiß nicht shakespearisch, aber lesenswert: An die… Continue Reading „Stötteritzer Shakespeare“