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Albert Sergel wurde 1876 in Peine geboren. Bekannt geworden ist er durch Kindergedichte. Doch er schrieb auch politische Gedichte – als Anhänger der Nationalsozialisten. Die Grünen im Peiner Stadtrat fordern daher eine Umbenennung der Straße. / Peiner Allgemeine
achim wagner halb mattes glas beim tumult unter hastigen schirmen ipek hautnah verteilte flüche – gekippte konstellationen – in einer oberen etage nur noch das ausgesprochene der zeitungen wo dein sommersprossiger rauch eine weitere kleine unordnung zu dieser zeit des tages (nach cemal süreya)… Continue Reading „20. halb mattes glas“
Wagners Australien wurde noch nie betreten, es ereignet sich nur hier, wo ein Häuptling spricht: «ich bin der letzte eines volkes, / allein mit der geschichte, einer sprache, / die mit ihm untergeht». Das Gedicht heisst «hononanz», und die Tante im Gedicht, die «das… Continue Reading „18. Wagners Australien“
Bettina Schulte: Laudatio auf Marion Poschmann zum Peter-Huchel-Preis am 3. April 2011 Wer mit Marion Poschmanns Gedichten in Berührung kommt, gerät ins Schwimmen. Das kann man zunächst buchstäblich verstehen. Das Element dieser Dichterin ist das Fluide: Wasser in allen Aggregatzuständen – als Welle, als… Continue Reading „17. Laudatio auf Marion Poschmann“
Von Bertram Reinecke Wer diese Gedichte beschreiben möchte, dem mag der spätere Kolbe einfallen. Auch hier herrscht ein sonorer Ton, der der Geschichte eingedenk ist, der die Tradition kennt, das Pathos aber zurückstutzt und nur durch das Alltagsweltliche oder Geschichtliche hindurch aufblitzen lässt. Auch… Continue Reading „14. Weltgeist beim Bier“
Die Schriftstellerin Marion Poschmann wird morgen 11 Uhr mit dem diesjährigen Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik ausgezeichnet. Die 41-Jährige erhält die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren Band «Geistersehen». Für die Jury überzeugt Poschmanns Lyrik durch sprachliche Virtuosität und gedankliche Geschlossenheit. Verliehen wird… Continue Reading „10. Preisverlehung in Staufen“
Warum diese alten sehnsuchtsgetränkten Gedichte auskramen… Kein geringerer als mein geschätzter Dichterkollege HEL ToussainT behauptet schon lange allen Ernstes, ich sei eher ein MYSTIKER als ein LYRIKER – ein veralteter Unterschied, den meine Poetologie der „Direkten Dichtung“ natürlich ad absurdum führt (und den vermutlich kein mystischer Dichter jemals… Continue Reading „9. UTE UFERLOS“
Das Folgende ist offensichtlich kein Aprilscherz und, ich fürchte, völlig ernst gemeint: Prälat statt Prolet und Papst statt Paparazzi. Quadragesima statt Quadbandsimsen. Ritus statt Koitus. Synode statt Synergie. Tischlesung statt Dichterlesung. Urbi et orbi statt Ulli im Obi. Vatikan statt Vagina. Wunder statt Plunder.… Continue Reading „5. Vatikan statt Vagina“
„Da hört der Dichter auf, da fängt der ganz kleine Pinscher an.“ Keinem anderen als dem heutigen Jubilar galten 1965 diese starken Worte des damaligen Bundeskanzlers Ludwig Erhard, der sich wahnsinnig über dessen „Spiegel“-Essay „Der Klassenkampf ist nicht zu Ende“ echauffierte. Dass dies für… Continue Reading „3. Hochhuth 80“
Helena Beckers Papierschnitte zeigen Szenen aus Liechtenstein, vornehmlich architektonische Aspekte der elf Gemeinden, wie es in einem Pressetext zum Büchlein heisst. Ortstypische Tiere stehen im Vordergrund, Störche in Ruggell, Hasen in Schellenberg oder Maikäfer in Vaduz. Elf Papierschnitte, die nicht immer zu Stan Lafleurs… Continue Reading „2. Gottesreste und Strassenlärm“
Doch zunächst werde am 2. Mai „das dickste Buch meines Lebens mit über 1600 Seiten“ veröffentlicht. Dieses Buch mit dem Titel „Essayistische Prosa und Gedichte“ enthalte neben seinem neuen Drama „Der Fliehende Holländer“ auch einen großen Zyklus Libido-Lyrik mit zwei Mal 75 neuen erotischen… Continue Reading „151. Dickes Ding“
Ich mach mal Zitat statt Satire: Seine bösen Gedichte über Städte sind hervorragend. Was als Kolumne bei «Spiegel Online» begann, gibt es jetzt auch als Buch: «Reiner Schönheit Glanz und Licht – Ihre Stadt! im Schmähgedicht». Über Deutschlands Hauptstadt dichtet Gsella: «Sie können nichts und… Continue Reading „150. Berlin (bei Polen)“
In einem Brief an seinen Auftraggeber beschwert sich der Dichter und Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voss über die empfindsame „neue“ Musik von Carl Philipp Emanuel Bach. Dieser lasse „die Affekte nicht genug ineinander zerfließen“, spiele zwar virtuos, aber auch etwas beliebig. / Hans Jürgen Kugler, Badische… Continue Reading „149. Neue Musik“
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