Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Gute aktuelle Gedichte aufzuspüren, ist nicht immer einfach. Der Lyriker Steffen Jacobs erkundet … als Poesie-Scout der „Literarischen Welt“ jede Woche die Lyrikszene. Seine besten Fundstücke präsentiert er hier: Gedichte, die ihm besonders geglückt erscheinen -oder interessant missraten. Am 12.1.02 ein Gedicht von Rolf… Continue Reading „Poesie-Scout“
Rätsel Benn. Wunder Gottfried Benn . Da lebt einer zwischen Kasino-Besäufnissen und Kaffeehausamouren, zwischen Schoppen-Dämmer, Bierabend, Vorortausflug und Kaserne, in einem Wrasen aus Spießigkeit und Schneidigkeit, mal bei den schnieken Adligen, mal bei ondulierten Kellnerinnen; und dann geht er nach Hause, Kaffee, Zigaretten –… Continue Reading „… und schreibt so schöne Gedichte“
In der taz schreibt Jamal Tuschick über Silke Scheuermann : Silke Scheuermann will, dass das „Unverständlich-Verpickelte“ in der Lyrik aufhört. Die aus Karlsruhe gebürtige Theaterwissenschaftlerin des Jahrgangs 1973 stammt aus einem Milieu, das jeder Kunst fern steht. Allenfalls in einer „geheimen Abteilung“ ihres Wunschraums… Continue Reading „Der Tag, an dem die Möwen zweistimmig sangen“
Sozusagen in der letzten Minute des „Jahres der europäischen Sprachen“ ist ein zwei-, beziehungsweise mehrsprachiger Gedichtband des Lyrikers Uwe Erwin Engelmann aus Siegen erschienen. … Mehrsprachig bedeutet: Das Programmgedicht „Dorfleben in Südosteuropa“ ist immerhin in 13 verschiedenen europäischen Sprachen abgedruckt: Deutsch, Rumänisch, Polnisch, Banat-Schwäbisch,… Continue Reading „Deutsch – rumänisch – europäisch“
Die Berliner Akademie der Künste hat das Archiv des Schriftstellers und Kritikers Helmut Heissenbüttel erworben. / Die Welt 8.1.02
„Längst sind die wild westlichen/ Zeiten vorbei./ Nun drängt mich die östliche/ Einfachheit,/ Die freundliche./ Mein Rückzug zur Klarheit – / Um wie vieles mehr/ werd ich mich/ verletzen.“ ( ). Über ihren Band „Unter Wasser“ schreibt Wolfgang Grahl in der Schweriner Volkszeitung. /… Continue Reading „Unter Wasser“
Nicht in Konstanz, aber in seinem österreichischen Geburtsort Schnifis gedenkt man des Dichters mit der interessanten Biographie und der „sehr feinen Lyrik“. Immerhin wurde Laurentius von Musikwissenschaftlern schon als „Schubert des 17.Jahrhunderts“ bezeichnet. Katholiken müsste der Name durch das Marienlied „Wunderschön prächtige“ bekannt sein.… Continue Reading „Schubert des 17.Jahrhunderts“
Phänomene wie Fremde, Dunkelheit, Frost, Warten auf neues Leben sind stets noch in ihrer Lyrik gegenwärtig, in wortstarker Wortlosigkeit wird ein ergreifendes Sehnen nach unerfüllbarer Harmonie spürbar. Dorothea Grünzweig beschwört den arktischen Traum als Symbol des Einsseins mit sich und der Vergangenheit, mit der… Continue Reading „Arktischer Traum“
„Als wir verfolgt wurden / war ich einer von euch / Wie kann ich das bleiben / wenn ihr Verfolger werdet?“ So begann Erich Fried 1967 „Höre, Israel“, ein Gedicht, das um die Ereignisse des Sechstagekrieges kreiste und heftige Kontroversen auslöste: Ein Jude ging… Continue Reading „Höre, Israel“
Grund für den Besuch ist … das jüngst eingerichtete „Fellowship Literatur“. Jedes Jahr sollen zwei viel versprechende Autoren, ausgesucht von Thomas Kling , Dichter und eine Art Hausherr der Raketenstation, für jeweils drei Monate eingeladen werden, hier zu leben und zu arbeiten. Als Fellows… Continue Reading „Lyrik auf der Raketenstation“
Haufs, der mit Hans Magnus Enzensberger, Günter Grass und Peter Rühmkorf , aber auch mit Jürgen Becker oder dem früh verstorbenen Nicolas Born wichtige Generationserfahrungen teilt, war immer ein leiser, daher oft übersehener Einzelgänger des Literaturbetriebs. Diese Auswahl belegt nun nicht allein, was für… Continue Reading „Das Teufelszeug die Wörter“
…schreit ja nur so laut, weil es nichts anderes kann als schreien“, schreibt Hermann Lenz am 25. März 1959 an Paul Celan . „Stampfen wir sie alle in den Abfalleimer, lassen wir sie von der Müllabfuhr wegtransportieren oder blasen sie wie eine Hand voll… Continue Reading „Das niedre Pack, das miese Gesocks…“
In der Reihe “ Jacobs´ Gedichte“ geht es um ein Gedicht der jungen Autorin Babette Dieterich , das dort erstmals veröffentlicht wird. Und es geht um das Thema Metaphern: Wie aber spricht man in bildhaften Gleichsetzungen, ohne das Schiff der Dichtung in die seichten… Continue Reading „Jacobs´ Gedichte“
Ach ja; die „Frankfurter Anthologie“ der FAZ hat die „Bilder und Zeiten“ überlebt. Am 5.1. im ganz normalen hellgrauen Feuilleton stellt Doris Runge ein Gedicht von Bertolt Brecht. / FAZ 5.1.02
Ernst Schumacher beschäftigt sich in der Berliner Zeitung (u.a.) mit Edmund Stoibers 1998er Brechtrede in Augsburg und schließt: An dieser Stelle höre ich wieder einmal Brecht , wie er mit seiner meckrigen Stimme auf „datschiburgerisch“ aus seinem Stahlsarg auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof uns… Continue Reading „Rat des toten Dichters“
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