Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
in welche Richtung? auf dem Kompass dreht sich der Pfeil der Zeit im Kreise Hansjürgen Bulkowski
Jan Kuhlbrodt Zu Unica Zürn Unica Zürn passt nicht ganz in den zeitlichen Rahmen der Münchner Anthologie, denn sie starb am 19. Oktober 1970 in Berlin, andererseits passt sie sehr gut, denn ihr Werk wurde in der männerdominierten deutschen Nachkriegsgesellschaft verdeckt und verborgen. Vielleicht… Continue Reading „28. Zu Zürn“
Dass Lyrik keine Angelegenheit sein muss, bei der die Zuhörer intellektuelle Klimmzüge zu vollbringen haben, um auch nur einen Hauch Sinn zu erkennen, beweist der Bielefelder Dichter Hellmuth Opitz. / Mindener Tageblatt
Hier glücken der Lyrikerin zauberhafte Bilder: «in dieser nacht // schliefen die sterne auf dem schnee». Die lyrischen Äusserungen jedoch brechen das syntaktische Gefüge auf, so dass die Wörter manchmal wie Findlinge dastehen: einsam, unübersehbar. Es ist ein Stammeln, das mit solchen Satzfragmenten hörbar… Continue Reading „26. Lisa Elsässer“
Erich Hackls episches Gedicht „Dieses Buch gehört meiner Mutter“ Beim Öffnen des Bands hält man inne. Statt auf die erwartete Hackl’sche Prosa fällt der Blick auf Gedichtzeilen, nicht gereimt zwar und nur selten regelmäßig gruppiert, aber doch klar „poetisch“ arrangiert. Über 116 Seiten hinweg,… Continue Reading „25. Langes Gedicht“
STANDARD: Tatsache ist, dass Lyrik geachtet, aber wenig gelesen wird. Krüger: Tatsache ist auch, dass jeder von uns – also auch der größte Verächter von Poesie – ununterbrochen mit den Formen von Dichtung umgeht. Nämlich im Lied, im Song, jeder Rapper ist ein Dichter, jedes Kind… Continue Reading „24. Mit einem einzelnen Text“
Herr Krüger, Sie sollen Ihr Büro zum 31. Dezember an Ihren Nachfolger übergeben. Sieht aber nicht so aus, als wäre der Raum je dazu bereit. Das Schlimmste sind diese Bücher. Wenn ich eins in die Kiste schmeiße, wo drauf steht »Weg damit!«, dann schaut mich… Continue Reading „23. Krüger schlägt Poesiepreis vor“
Heute Abend in der Literaturwerkstatt Berlin: Babelsprech.live!! Es lesen und diskutieren Anja Kampmann (Leipzig), Simone Lappert (Basel), Martin Fritz (Innsbruck) und Jan Skudlarek (Berlin), moderiert von Michael Braun. Es geht um Eigenarten und Perspektiven in der jüngeren deutschsprachigen Lyrik. (Schreibt einer mit? Babelsprech-Karte?)
Gedichte stehen am Anfang der Literatur, als Klage, als Bitte, als Götterbesänftigung. Ihrer Form nach haben sie sich wenig geändert, ihre Inhalte sind variabler geworden. Raoul Schrott, Christoph Meckel, Peter Hamm und Durs Grünbein versuchen gemeinsam herauszufinden, warum das so ist, und eröffnen die… Continue Reading „19. Münchner Lyriknächte I bis IV“
Ein Kanzlerkandidat, der ein Grass-Gedicht rezitieren kann, macht natürlich Eindruck, zumal bei einem Feuilletonisten, der vorhat, ein Buch über diesen Kandidaten und seinen Wahlkampf zu schreiben. Peer Steinbrück hält jenes Poem aus Grass‘ Tagebuch einer Schnecke gar für „eines der schönsten deutschen Gedichte“. Grass schrieb es an seinen… Continue Reading „17. Schön“
Ein paar aus dem Zusammenhang gerissene Stellen aus*: ann cotten: ausreden. Stocherung in den Grundlagen und Vorausannahmen der gegenwärtigen Literatur, in: Schreibkraft 1 Wenn also Germanisten auf die Formel kommen, „der Text erfülle oder erfülle nicht die Ansprüche, die er selbst aufstelle,“ so ist… Continue Reading „13. Lyrikkatalog Berlin“
So etwas hat es hierzulande (und wohl auch andernorts) noch nicht gegeben. Roger Perrets Anthologie «Moderne Poesie in der Schweiz» ist eine editorische und verlegerische Grosstat – und sie ist überdies und keineswegs zuletzt ein glänzendes Zeugnis der Kunst des Übersetzens. Die Anthologie trägt… Continue Reading „12. In der Schweiz“
Im Herbst 2012 trafen sich auf dem ersten internationalen Schamrock-Festival der Dichterinnen 46 deutschsprachige Lyrikerinnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol, Finnland und den USA – unter ihnen auch Marlene Streeruwitz, Ilma Rakusa, Ruth Küger, Dorothea Grünzweig, Swantje Lichtentein, Martina Hefter, Lydia Daher und… Continue Reading „11. Schamrock“
Steffen Popp hat seinen Novalis gelesen. „Alles muss poetisiert werden“, schrieb er in der gemeinsam mit Ann Cotten, Daniel Falb, Hendrik Jackson und Monika Rinck verfassten Poetik „Helm aus Phlox“. Popp bekennt sich zur „Poesie als Lebensform“, auf seinem Schreibtisch steht der „frühromantische Elektrochemiebaukasten… Continue Reading „10. Sein Novalis“
Konfrontiert mit einer Gesamtausgabe der Lyrik der Dichterin aus Wien, beschloss er Jahr für Jahr sich zwei Monate nur mit diesen wunderbaren Sprachkunstwerken zu beschäftigen und sie in seine Bildsprache zu übertragen. Additiv aufgerechnet ergibt diese Zeit ein volles Arbeitsjahr, in dem ein beachtlicher… Continue Reading „9. Übersetzungen“
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