Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Auch in unseren Breiten leben die Dichter gefährlich, berichtet heute Roman Bucheli in der Neuen Zürcher: Selbst in dem stillen Städtchen an der Aare kann die Literatur zum Ernstfall werden. Es war weit nach Mitternacht (dies jedenfalls sagte das subjektive Zeitempfinden), längst hätte ein… Continue Reading „Gefährlich“
Der Schriftsteller, Übersetzer und Literaturexperte Fabjan Hafner ist im 50. Lebensjahr gestorben. Neben seiner Arbeit als Lyriker wurde Hafner vor allem als Kenner der Werke Christine Lavants und Peter Handkes geschätzt. Hafner studierte von 1984 bis 1992 Deutsche Philologie und Slawistik in Graz. Er… Continue Reading „Fabjan Hafner gestorben“
Elke Engelhardt schrieb einen zweiten Beitrag zur Lyrikkritikdebatte. Ihr letzter Absatz gäbe ein gutes Schlußwort, finde ich: Ich weiß tatsächlich nicht, was ein Gedicht ist. Aber ich versuche es bei jeder neuen Lektüre herauszufinden. Manchmal scheitere ich und manchmal bin ich die einzige, die trotz… Continue Reading „Genau das gilt es auszuhalten“
FAZ berichtet von der Verleihung des Lyrikpreises Meran. Zwei Auszüge: Im unaufhörlich von Pappelflaum umwehten Kurhaus brachte Konstantin Ames, 1979 in Völklingen geboren und trotz Preußen-Skepsis in Berlin beheimatet, seine Pathos-Zersetzungsmaschine in Stellung: „Es ist Frühling und es zucken (die Stangen) / Günstlinge in… Continue Reading „Generationswechsel“
Es wäre für lesophile Menschen wie mich schön gewesen, die Krücke des Texts als pdf auf den CDs zu finden. So bleibt die Text-Erfahrung als eine trunkene Rutschbahn über Begriffsfelder, am Ende mündet sie in ein Aufwachen wie aus einem Rausch – und das… Continue Reading „Lesophil“
Der Dichter und Schriftsteller José F. A. Oliver hat den diesjährigen Hebeldank erhalten. Oliver, als Kind andalusischer Eltern 1961 in Hausach im Schwarzwald geboren, schreibt auf Hochdeutsch, Alemannisch und Spanisch und wurde auch von Hebel inspiriert. Beim Schatzkästlein des Hebelbundes, in dessen Rahmen der… Continue Reading „Hebeldank“
C. Callies: Der Schwerpunkt der Zeitschrift POET heißt in dieser Ausgabe »Wettbewerb«. Empfinden Sie Literaturpreise als Wettbewerb? Den sogenannten »Literaturbetrieb« als solchen? C. Setz: Man wird in gewisser Weise dazu erzogen, den Betrieb als Wettbewerb zu sehen, als Kampf um begrenzte Ressourcen (= Interesse… Continue Reading „Wettbewerb“
Die Jury des Lyrikpreises Meran (Urs Allemann, Dichter, Zürich; Thorsten Ahrend, Lektor, Wallstein Verlag, Göttingen; Ulrike Draesner, Schriftstellerin, Berlin; Konstanze Fliedl, Literaturwissenschafterin, Wien; Paul Jandl, Literaturjournalist, Berlin) hat die drei Preisträger bekannt gegeben. Den Lyrikpreis Meran der Südtiroler Landesregierung (8.000 Euro) erhält Konstantin Ames. Der… Continue Reading „Lyrikpreis Meran für Konstantin Ames“
du kannst dich vergessen – alles, was du bist, läuft inzwischen 4.0 von selbst Hansjürgen Bulkowski
salto.bz schreibt über den Lyrikpreis Meran: Marion Oberhofer: Das deutschsprachige Gedicht steht im Mittelpunkt der literarischen Veranstaltung Lyrikpreis Meran. Die Ausschreibung richtet sich an den ganzen deutschsprachigen Raum. Wie ist das Prozedere bei der Auswahl der Finalist_innen? Christine Vescoli: Wir haben 2015 insgesamt an die… Continue Reading „Die Lyrik ist am freiesten“
Dass literarische Texte nicht nur aus Wörtern und ihrer Bedeutung bestehen, sondern auch eine akustische Struktur haben, belegte er schon in „artikulationen“, seinem ersten wichtigen Buch über die Verbindung von Schrift, Bild und Stimme aus dem Jahr 1959. Dieser Dreiklang bestimmt sein gesamtes Schaffen… Continue Reading „Mons Jahrhundertwerk“
Johann Gottlieb Fichte „Petrarka’s 63stes Sonett nach Laura’s Tode“ Sie tritt mir vor’s Gemüth (vielmehr ist drinne, Daß Lethe nicht vermag sie wegzuheben) Wie von den Strahlen ihres Sterns umgeben, Im Lenz des Lebens sie trat vor die Sinne; Des ersten Blickes ich ein… Continue Reading „Petrarka’s 63stes Sonett nach Laura’s Tode“
Der in Frankfurt am Main lebende Dichter, Künstler und Essayist Franz Mon feiert am 6. Mai seinen 90. Geburtstag. Wir gratulieren! schreibt hundertvierzehn.de und stellt zur Feier des Tags Mons Kommentar zu seinem Text „Perkussion“ online.
Dieter Gräf über die Lyrikszene (heute bei Facebook) Das ist irgendwie wahr und irgendwie Käse. Das Image der Lyrik hat sich positiv verändert, insbesondere wenn man „jung“ addiert. Man denkt nun an eine fluffige Szene, gut besuchte Festivals, an eine sympathische Variante des prekären… Continue Reading „Zwei Stimmen“
Aus einem Essay von Felix Philipp Ingold, Volltext 3/2015 Längst vorbei sind die asketischen Zeiten auktorialer Selbstentmächtigung und Anonymisierung, da das Hauptinteresse den Texten galt und die Bücher auch äußerlich – durch sparsame typografische Umschlaggestaltung – primär in ihrer Qualität als Schriftwerke präsentiert wurden.… Continue Reading „Wiederkehr des Autors“
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