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Die chinesische Dichtung verfügt über eine 3000 Jahre alte Lyriktradition – eine schier unerschöpfliche Quelle. Wie keine andere hat sie in den letzten Jahren Einflüsse aus anderen Sprachen aufgenommen und sich dabei ebenso rasant verändert wie ihr Land. In drei Veranstaltungen fragt das 16.… Continue Reading „Poesie und Subversion in China“
sind in Korea geschriebene Gedichte in chinesischer Schrift. Wie Japan verwendete auch Korea die chinesische Ideogrammschrift und mit ihr klassische chinesische Gedichtformen vor und auch noch nach Erfindung eines eigenen Alphabets. Jetzt erschien eine Sammlung “Korean Poetry in Classical Chinese” mit 79 alten Gedichten dieser… Continue Reading „61. Hansi Poems“
„Ich erleuchte mich durch Unermessliches“ heißt das Motto der „Poetica I“, die vom 26. bis 31. Januar als „Festival für Weltliteratur“ in Köln stattfindet. Die Zeile aus einem Gedicht von Giuseppe Ungaretti (übersetzt von Ingeborg Bachmann) meint die doppelte Chance von Lyrik: Orientierung in… Continue Reading „32. Poetica I“
Auf das, was in der Speisekarte auf einen wartet, bereitet einen nichts vor. Sie hat einen braunen Plastiküberzug, wie er vielerorts üblich ist. Schlägt man sie auf, findet man jedoch noch vor den Kalten Speisen ein Gedicht des berühmten chinesischen Dichters Li Bai aus… Continue Reading „7. Poesie auf der Speisekarte“
„Die schwarze Nacht gab mir schwarze Augen. / Doch ich suche mit ihnen das Licht.“ Das Gedicht Eine Generation ist lediglich zwei Verse lang, verfasst von Gu Cheng, geboren 1956 in Peking. In wenigen Worten hat Cheng das Gefühl der „verlorenen Generation“ in China… Continue Reading „36. Eine Generation“
„Ich habe Bei Ling auf einer Vernissage in Bonn kennengelernt“, erzählt die Initiatorin Antje Waßmann. „Eher im Scherz habe ich gefragt, ob er nicht mal an unsere Schule kommen möchte.“ Zur Vorbereitung auf den großen Tag hatte die Deutschlehrerin in den neunten Klassen und… Continue Reading „29. Bei Ling bei Schülern“
In China spricht man wieder vermehrt von Fließbandarbeitern, die Gedichte schreiben – mit einem traurigen Hintergrund. Am 30. September brachte sich bei Foxconn, der Firma, die unter anderem Apple-Geräte zusammensetzt, der 24 Jahre alte Arbeiter Xu Lizhi um, der seit Jahren als Lyriker hervorgetreten… Continue Reading „48. Wanderarbeiter-Lyrik“
Am 27. September starb der berühmte chinesische Dichter Zhang Xianliang nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren. Er wurde 1936 in Nanking geboren. 1957 wurde er verhaftet, weil seine Werke „konterrevolutionär“ seien. 22 Jahre war er in einem Lagerinhaftiert. Erst 1979 wurde er… Continue Reading „9. Gestorben“
How Chinese characters can change English language education*: Jonathan Stalling at TEDxOU *) and poetry reading
Sugawara no Michizane (845-903) war ein hoher japanischer Beamter, Gelehrter und nach Urteil vieler der bedeutendste japanische Dichter im chinesischen Stil, er schrieb vor allem Kanshi im Gegensatz zu den japanischen Waka, die es schon lange gab, die sich aber erst nach seinem Tod durchsetzten. Er machte… Continue Reading „94. Wirkungen eines Dichters“
Ein Leser der Berliner Zeitung kauft sich Boxershorts und findet darin eingenäht chinsische Schriftzeichen. Unsere Korrespondentin in China hat die Botschaft für ihn entschlüsselt und eine interessante Entdeckung gemacht. (…) Seine Handschrift ist jedenfalls dermaßen verkorkst, dass sie selbst seine Landsleute vor große Herausforderungen… Continue Reading „86. Gedichtbotschaft“
Neues bei Lyrikwiki. Das Projekt speist sich momentan hauptsächlich aus zwei Quellen – aus Studentenarbeiten zusammengestellten Bibliographien (in jüngster Zeit u.a. Oskar Pastior, Richard Pietraß, Kurt Tucholsky, Guillaume Apollinaire) und Exzerpten meiner Lektüre, wie dies: Heian-Epoche (平安時代 Heian jidai) Die letzte Epoche des klassischen… Continue Reading „63. Heian-Epoche (Aufstieg der Frauen)“
Neben einem umfangreichen lyrischen Werk sind diese „Pinselnotizen“, wie der Untertitel dieser Sammlung von zwölf Texten lautet, eine Frucht dieser Rückbesinnung. Wie andere große Literaturen hält auch die chinesische neben einer Reihe von definierten Genres auch eine freie Form bereit. Die „biji“ changieren zwischen… Continue Reading „127. Pinselnotizen“
Ruan Dschi hatte die Fähigkeit, seine Augen so zu verdrehen, daß nur das Weiße des Augballs sichtbar wurde. Mit jenem „Weißblick“ pflegte er Kleinigkeitskrämern und vulgären Literaten zu begegnen. Als Ruasn Dschis Mutter starb, machte ihm Hsi Hsi einen Kondolenzbesuch. Ruan Dschi empfing ihn… Continue Reading „45. Vulgäre Literaten“
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