L&Poe ’17-14

Liebe L&Poe-Leserinnen und -Leser,

img_4431seit Ende 2000 gibt es die Lyrikzeitung, 15 Jahre als Tages-, jetzt als Wochenzeitung. Jeden Freitag neu mit Nachrichten aus der Welt der Poesie. Poetry is news that stays news, sagt Pound.  In der heutigen Ausgabe: Jan Skudlarek, Bobrowski 100, Buchmesse-Wahrheit, Hansens Flaschenpost, Jewtuschenko, Whitman, Goldsmith – und manches andere. Lesen!

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Die Themen in dieser Ausgabe

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Das neue Gedicht

Jan Skudlarek

Aus dem Manuskript für den Leonce-und-Lena-Preis

Wild küssen sie sich plötzlich, die Liftboys. Das konzentrische Kreisen
     ihrer Zungen. Wir finden uns in einem Raum wieder,
 der eine Videothek war, bevor er wieder Raum wurde (Insolvenz). 
     Du kennst die Geschichte. Die Gedichte. Über nächtlich
 eingenommenes Flugbenzin. Die neunhundert Namen aus dem 
     Abspann. Es regnet Disketten aus einem Hochhaus, daher
 gib mir den Flachmann. Ein Dichter beschrieb die Zunge einst 
     als länglichen, von Schleimhaut überzogenen Muskelkörper


                            ****
Dein Körper als die einzige Sprache, die ich verstehe : Humbug. 
     Wir sind so leicht verliebte Systeme, Endzeitpartikel. 
Das ist wie Nacktbaden im Darknet — ein kleinteiliges Verzweifeln
     auf der Parkbank, kurz vor dem Kreuzzug, sieh zu. Du willst 
doch, dass wir einander übergletschern. Willst fluoreszierende 
     Parkhäuser, die mühselig verglühen beim Wiedereintritt 
in die Erdatmosphäre. Wie gesagt sind wir nur so leicht 
     verliebte Systeme, Astronauten. Anonym und ohne Mantra   

                            ****
Die Vögel dieser Gegend sind ein Glaubensorden geworden 
     ihr konspiratives Geschnabel, Kritik am System. Ein Nachtbus 
fahrer schläft am Steuer ein, seine Träume kontaminieren den Raum –
     immer wieder wie die Weihnachtspyramide brennt, die Mutter 
eine panische Taube. Das sind so Dinge, die vergisst man nicht. Ich 
     denke an unsere Doppelstränge. Daran, wie Schnee sich schichtet.
Übereinanderlegt. Damaszenerschnee. Zwei Münder 
     konvergieren zum ersten Mal 

                            ****
Onirische Zierfische. Helden des Alltags. An der Hotelrezeption 
     werde ich sorgfältig ohnmächtig. In deiner Hand : 
ein gefrorener Specht. Wir sind sowas wie tektonische Platten, 
     oder, let’s say, die ersten arbeitslosen Tiere. Schon ziemlich
komisch. Wie alles nach Sinngebung schreit. Holzscheite, die 
     so semantisch knistern auf dem Bildschirm in der Lobby. 
Selbst das Licht scheint raubkopiert. Ich sah die bestesten Köpfe 
     meiner Generation Apps programmieren

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Wahrheit

Petrus Akkordeon befragte für die Lyrikzeitung DichterInnen auf der Leipziger
Buchmesse zum Thema „Wahrheit“ (Bild klicken)

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Gegen das Hartwerden der Sprache

Am 3. April um 11 Uhr erhielt Orsolya Kalász im Staufener Stubenhaus den Peter-Huchel-Preis.

(…) Orsolya Kalász, 1964 in Ungarn geboren, lebt seit vielen Jahren in Berlin und bewegt sich als Übersetzerin wie als Dichterin zwischen den Sprachen – in einem offenen, fluiden Bereich, in dem sich das Staunen über die Wörter und ihre Vielgestaltigkeit in eine fragende, den Klängen und Morphologien der Wörter nachtastende Poesie verwandelt. Sie schreibt Gedichte in deutscher und in ungarischer Sprache, auf einem bilingualen Weg, der neue Echo- und Hallräume erschließt. 1999 hat sie gemeinsam mit dem Lyriker Gerhard Falkner die Anthologie „Budapester Szenen“ publiziert, die einen Einblick gab in den experimentellen Wagemut der jungen ungarischen Lyrik. In „Das Eine“ finden sich ausschließlich Gedichte in deutscher Sprache, die manchmal wie kleine gelenkige Essays über „das Verstehen“ oder über „dunkle Dinge“ daherkommen, dann wieder in einer intensiven Musikalität über das Harte und das Flüssige der Sprache nachdenken: „Ich kann es, ich kann es wirklich!/ Alles, was du hart machst,/ lasse ich flüssig werden. / Du wirst sehen, / ich kann es, ich kann es wirklich.“

Das Hartwerden der Sprache, ihre Erstarrung in der Stereotypie, ist der natürliche Feind der Poesie. Die Dichtung von Orsolya Kalász löst die Sprache aus ihren fixen Verankerungen und Bedeutungsgefängnissen. Manchmal scheint es, als komme die Suchbewegung der Gedichte fast prosaisch daher. Dann wieder nutzt Kalász das alte poetische Mittel der Anapher und Wiederholung, und es entsteht eine große Suggestivität durch Beschwörung und Anrufung: „Das was da ist, braucht man nicht zu fürchten,/ das, was in mir keine Pfoten hat,/ legt sich vor dir hin und kreuzt sie./ Jetzt vergnügen wir uns und / schweigen/ über die großen Taten./Das, was da ist…“

Orsolya Kalász hat moderne Zaubersprüche geschrieben, die manchmal großen Ernst ausstrahlen, dann wieder spielerisch an ihr Sprach-Werk gehen. Im Zweifel vertrauen sie nicht „auf die große Kunst der Deutlichkeit“, wie es ein Gedichttitel ankündigt, sondern auf „die gute Fernwirkung“. Poesie wird zum „kleinen Herzschild“ – das wappnet gegen den Wankelmut der Liebe. / Michael Braun, Badische Zeitung

Orsolya Kalász: Das Eine. Gedichte.
Brueterich Press, Berlin 2016. 85 Seiten, 20 Euro. 

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Johannes Bobrowski 100

„Ich habe ein Verbrechen begangen!“ So beginnt ein Brief, den der „ergebene Johannes B.“ im März 1958 dem „sehr verehrten Herrn Huchel“ schreibt. Es sei ein Verzweiflungsakt gewesen, wie er „am Sonntagabend zwischen Sorgen mit den kranken Kindern und dem eingeschnittenen Daumen der Eheliebsten zustande kommt“. Und er fürchte, ja sei beinahe gewiss, etwas falsch gemacht zu haben. Das Vergehen, das Johannes Bobrowski seinem Mentor Peter Huchel so dramatisch ankündigte: Er hatte Gedichte an den Verlag Rütten & Loening geschickt, ohne seinen 14 Jahre älteren Förderer vorab von diesem Schritt zu unterrichten. Wie Huchel auf das Geständnis reagierte, ist nicht bekannt, aber der nervöse Tonfall lässt ahnen, wie sehr Bobrowski eine Verstimmung fürchtete. / Matthias Weichelt in der Zeit über die vierbändige Ausgabe von 1200 Briefen Johannes Bobrowski

Johannes Bobrowski: Gesammelte Gedichte.
Herausgegeben von Eberhard Haufe; Deutsche Verlags-Anstalt, München 2017; 752 S., 34,99 €

Johannes Bobrowski: Briefe 1937–1965.
Hrsg. und kommentiert von Jochen Meyer; Wallstein Verlag, Göttingen 2017; 4 Bde., 2724 S., 199,– €

Johannes Bobrowski: Mäusefest.
Erzählungen; Wagenbach Verlag, Berlin 2017; 144 S., 17,– €

Mehr: literaturkritik.de

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Die Feindschaften der Männer

Man muß nicht alles versöhnen. „Die Feindschaften der Männer“. Diese Wortgruppe schickte mir einmal der Hamburger Dichter Wilhelm Fink zu irgendeinem Streit, den wir hatten. Ich borge ihn mir für Bobrowski. Just zu dessen 100. Geburtstag mir einfällt, daß ich genau in der Mitte dieses Bobrowski-Jahrhunderts, 1967, vor nun 50 Jahren, als Schüler den Gedichtband Sarmatische Zeit zum ersten mal las. Wahrscheinlich im Sommer. Mit Bobrowski (und Hölderlin) übte ich das Lesen schwieriger Lyrik ein. Von Hölderlin sprachen die Lehrer ja noch, aber nicht von Bobrowski. Der war, als ich ihn kennenlernte, schon zwei Jahre tot. Für mich war es Gegenwartslyrik. Ein paar Jahre später verspottete eine Satirezeitschrift (wie von fast jeder Sparte besaß die DDR davon nur eine) ein elegisches Gedicht auf den Tod Bobrowskis. Da waren die Fronten längst klar. / Beitrag von Michael Gratz über Verwerfungen zwischen Bobrowski, Huchel und Celan hier

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Johannes Bobrowskis Zimmer

Zum 100. Geburtstag

Von Jenny Schon

Ich trete ein
Fußmatte im Windfang
Der Dichter
hat Staubspuren
hinterlassen
riecht aus der
alten Sofadecke
noch 40 Jahre
danach

In den Folianten
fliegen Gedanken auf
die Landkarten
zeichnen einen Lebensweg
die Ostsee liegt vor
der Haustür

Er hat seinem Schattenland
nachgespürt an den
Strömen klappern
die Mühlen raschelt
das Schilf auch am
Müggelsee lockt
ein Klavier
das er erst stimmen muss

Weggefährten erinnern
damals war’s
In Friedrichshagen floss
mehr Wodka als Spreewasser
erzählten wir in Westberlin
Wer einen Westpass hatte
konnte rüber nach dem
Mauerbau – in Friedrichshagen
war die Luft duftig
von Linden und Maulmeerbäumen
in der Bölschestraße

Der Putz der Gründerzeit
bröckelt
und der Rost
hinterlässt
Filigranspuren im Regen
In der Ahornallee 26
hatte die Zeit innegehalten

Zu seinem Hundertsten allerdings
sind seine Bücher aushäusig
liegen die Manuskripte
geordnet im Archiv
die Folianten verschwenden
sich nicht mehr im Hochformat
und die vergilbten Landkarten
haben das Land Sarmatien
in die Fantasie entlassen…[1]

Anmerkung:
[1] In der Ahornalle 26 in Berlin-Friedrichshagen/Spree, wo Bobrowski seit seiner Entlassung aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft 1949 zur Miete lebte, hatte seine Familie auch nach seinem Tod 1965 sein Arbeitszimmer im Originalzustand erhalten, es konnte mit vorheriger Anmeldung besichtigt werden. 2008 übernahm die Landesbibliothek Berlin die rund 2.200 Bücher des Dichters. 2011 musste dann alles aufgelöst werden und das Haus wurde verkauft.
Bobrowskis literarischer Nachlass befindet sich im Deutschen Literaturarchiv Marbach, originale Gegenstände aus Bobrowskis Berliner Arbeitszimmer (die Liege, der Schreibtisch, die Schreibmaschine etc.) sind in der Bobrowski-Dauerausstellung im Evangelischen Gemeindehaus in Willkischken (Litauen) zu sehen.

Aus: literaturkritik.de

Beschreibung eines Zimmers

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Ex Libris: Bobrowski

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Hansens Flaschenpost

Eine Kolumne von Dirk Uwe Hansen

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Solange wir genügend Wörter zur Verfügung haben, kann uns nichts schrecken. Vor allem nicht den Übersetzer, für den die Wörter auch noch gleich paarweise auftreten. Und für den Fall, dass uns die Wörter doch auszugehen drohen: Es gibt eine ganze Reihe von nie versiegenden Fundstellen, an denen wir neue schürfen können. Zwei der ergiebstigen sind nach meiner Erfahrung Werkzeuge und Handwerk und Geschlechtsverkehr und -teile. Allein, hier ergeben sich für das Paarebilden beim Übersetzen aus lebenden und toten Sprachen häufig ganz unterschiedliche Schwierigkeiten. Natürlich lässt sich bei synchron und unter ähnlichen Umständen funktionierenden Gesellschaften davon ausgehen, dass in ihnen ähnliche Werkzeuge benutzt und benamst werden. Aber ob bei den dadurch sich ergebenden Paare beide Partner gleich unterhaltsam sind, ist häufig fraglich. Kann man Königszapfen und Nachlaufachse ohne Spielverderberei übersetzen? Was machen nur die Übersetzer aus dem Titel von Katharina Schultens großartigem Band „gierstabil”? Hier weiter

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Jewgeni Jewtuschenko (1932-2017)

Es gibt Dichter, die sich ihren festen Platz in der Literaturgeschichte erobern, und es gibt Dichter, die sehr schnell im Orkus des Vergessens verschwinden. Der russische Schriftsteller Jewgeni Jewtuschenko lässt sich nicht vorbehaltlos einer dieser Kategorien zuordnen. Ein guter Teil seiner lyrischen Produktion wird schon heute zu Recht kaum mehr gelesen: Zu banal ist sein Pathos von der Liebe zu den «guten Menschen», zu epigonal seine Nachahmung von Wladimir Majakowskis Reimtechnik, zu aufgeblasen sein persönliches Ego, das sich in fast jedem Text in den Vordergrund schiebt. Gleichwohl sind ihm einige Gedichte gelungen, die nicht nur zu Meilensteinen der russischen Kulturgeschichte geworden sind, sondern auch in der europäischen Literaturszene Aufsehen erregt haben.

In besonderem Mass gilt dies für das Gedicht «Babi Jar» (1961). Hier durchbrach Jewtuschenko erstmals die Mauer des Schweigens, die das NS-Massaker an der jüdischen Bevölkerung von Kiew umgab. / Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung

Mehr: Jüdische Allgemeine

Jewtuschenko-Fotogalerie

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Babi Jar

Zu Jewtuschenko und Babi Jar, eine kritische Sicht. Ich zitiere Informationen über frühere Werke über das Massaker von Babi Jar:

Although Yevtushenko was exported by Soviet literary authorities, several Jewish poets who had previously written about Babi Yar were sanctioned or ignored. The poet Ilya Selvinsky (1899-1968) witnessed the aftermath of the massacre of thousands of Jews outside the Crimean city of Kerch in 1942, writing and publishing poems about it. In retribution, Selvinsky was dismissed from the military the following year. In 1944, the Jewish author Ilya Ehrenburg (1891–1967) wrote a poem, “Babi Yar,” reprinted only in 1959. Other Soviet Jews, including the Ukrainian Jewish poet Moysey Fishbeyn, wrote about Babi Yar to little or no acknowledgment.

Read more: http://forward.com/culture/367859/why-yevgeny-yevtushenko-made-jews-wary/

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Crossing Brooklyn Ferry

Kim Addonizio’s Poetry Month Pick, April 4, 2017

from „Crossing Brooklyn Ferry“
by Walt Whitman (1819 – 1892)

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What is it then between us?
What is the count of the scores or hundreds of years between us?

Whatever it is, it avails not — distance avails not, and place avails not,
I too lived, Brooklyn of ample hills was mine,
I too walk’d the streets of Manhattan island, and bathed in the waters around it,
I too felt the curious abrupt questionings stir within me,
In the day among crowds of people sometimes they came upon me,
In my walks home late at night or as I lay in my bed they came upon me,
I too had been struck from the float forever held in solution,
I too had receiv’d identity by my body,
That I was I knew was of my body, and what I should be I knew I should be of my body.

6
It is not upon you alone the dark patches fall,
The dark threw its patches down upon me also,
The best I had done seem’d to me blank and suspicious,
My great thoughts as I supposed them, were they not in reality meagre?
Nor is it you alone who know what it is to be evil,
I am he who knew what it was to be evil,
I too knitted the old knot of contrariety,
Blabb’d, blush’d, resented, lied, stole, grudg’d,
Had guile, anger, lust, hot wishes I dared not speak,
Was wayward, vain, greedy, shallow, sly, cowardly, malignant,
The wolf, the snake, the hog, not wanting in me.
The cheating look, the frivolous word, the adulterous wish, not wanting,
Refusals, hates, postponements, meanness, laziness, none of these wanting,
Was one with the rest, the days and haps of the rest,
Was call’d by my nighest name by clear loud voices of young men as they saw me approaching or passing,
Felt their arms on my neck as I stood, or the negligent leaning of their flesh against me as I sat,
Saw many I loved in the street or ferry-boat or public assembly, yet ever told them a word,
Lived the same life with the rest, the same old laughing, gnawing, sleeping,
Play’d the part that still looks back on the actor or actress,
The same old role, the role that is what we make it, as great as we like,
Or as small as we like, or both great and small.

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Closer yet I approach you,
What thought you have of me now, I had as much of you — I laid in my stores in advance,
I consider’d long and seriously of you before you were born.

Who was to know what should come home to me?
Who knows but I am enjoying this?
Who knows, for all the distance, but I am as good as looking at you now, for all you cannot see me?

Kim Addonizio Comments:

There are few poets who have sustained me as reliably or for as long as Whitman.  Every time I go back to him I find solace in his essential humanity. He’s been criticized for a too-rosy portrayal of American democracy and of the poor and working classes. Yet the core of his vision is so expansive and inclusive that I succumb to it every time. Whitman’s vision is essentially spiritual, not political, and in many places he succeeds magnificently in reminding us that consciousness is first and foremost the journey, and that, as he writes elsewhere, “a kelson of the creation is love.” / More

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Easy is the new difficult

Easy is the new difficult. It is difficult to be difficult, but it is even more difficult to be easy. Easy is not easy. Easy takes effort, just as difficulty takes effort. I want an easy art, an art of pure pleasure, an art that is completely understandable by anyone viewing it, an art that doesn’t leave you puzzled, an art that ties up every loose end, dots every i and crosses every t, an art that leaves nothing to chance, ensuring that the experience of engaging in this art will be the one that is desired by the artist. I want an art that leaves no nagging questions, is insanely simple in its goals, and meets every one of them unequivocally. I want an art where the philosophical questions posed in the work are answered in the experience of the work itself. I want an art that my mother can understand. / Kenneth Goldsmith, UTNE reader

Initial publication (German version): Goldsmith, Kenneth. “Easy is the New Difficult. Anstatt eines Gesprächs mit dem Künstler” In Postdigital II. Allgegenwart und Unsichtbarkeit eines Phänomens, Kunstforum International, vol. 243, edited by Franz Thalmair, translated by Christine Schöffler and Peter Blakeney 68–75. Cologne: Kunstforum International, 2016.

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Kladde

Gesehenes, Hingekritzeltes, Beiseitegesprochenes, Kommentare und Zitate, Stoßseufzer und Wutausbrüche aus diversen – meist digitalen – Postmappen und Kladden. Mal anonym, mal namentlich.

 

dring ! driiiinnnngg !!! driiiiinnnngggg !!!

ô téléphone

laisse-moi tranquille

(aus einem Gedicht, geschrieben von N.N. beim Verlassen Kameruns)

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Ganz neue Herbste

Die Toten interessieren sich nicht für uns? Werch ein Illtum! L&Poe proudly presents: Helmut Heißenbüttel als L&Poe-Beiträger!

Aber das Gedicht fährt nicht dichtungsimanent fort, es greift tief in unser Leben ein und zwar nach dem Verbot mit einer apodiktischen Behauptung: die „lebenbilder“ sind dem reinen Intellekt oder auch dem rationalen, kausalen Denken nicht zugänglich, nicht erschließbar. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

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Gestorben
  • 6. April Armand Gatti, französischer Schriftsteller und Regisseur (93) Mehr (frz)
  • 6. April Rolf Sagen, norwegischer Autor (76)
  • 5. April Makoto Ōoka, japanischer Lyriker und Literaturwissenschaftler (86)
  • 2. April Sigurður A. Magnússon, isländischer Schriftsteller (89)
  • 1. April Jewgeni Jewtuschenko, sowjetischer bzw. russischer Dichter (84)
  • 1. April Kim Jong-gil, südkoreanischer Dichter (90)

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Neue Zeitschriften
  • Lettre international 116 (Frühjahr 2017) Raoul Schrott: Meister Luther. Dorothea Franck: Brauchen wir noch Gedichte im digitalen Zeitalter? Herbert Maurer: Auf den Zungen liegen. Alexander Goldstein: Poplawskis Geheimleben. Claudio Magris: Roman und Moderne. Donald Trump. Etel Adnan: Das Ende der Osmanen. Leben, Schreiben und Sterben der Sylvia Plath. – Das Heft prallvoll mit Inhalt, der besprochen werden muß. Zunächst also zwei Zitate siehe hier unter Kurz gesagt.

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Kurz gesagt
  • „Deutsch ist eine jüdische Sprache“ ist ein Zitat der Germanistin und Schriftstellerin Ruth Klüger. / Mannheimer Morgen
  • Gedichte befreien uns von der Illusion, alles verstehen zu können oder alles verstanden zu haben. Dorothea Franck, Lettre 116
  • Man lege sich nie neben eine Russin, schon gar nicht um zu schlafen. Wenn das aber doch geschieht, denn sie singen so schön und ihr Atem riecht nach Wacholder, dann singe man mit, so laut wie möglich. Herbert Maurer, Lettre 116
  • Ich will (…) in einem großangelegten (wenigstens dem Umfang nach) Gedichtbuch gegenüberstellen: Russen, Polen, Aisten samt Pruzzen, Kuren, Litauern, Juden – meinen Deutschen. Dazu muß alles herhalten: Landschaft, Lebensart, Vorstellungsweise, Lieder, Märchen, Sagen, Mythologisches, Geschichte, die großen Repräsentanten in Kunst und Dichtung und Historie. Es muß aber sichtbar werden am meisten: die Rolle, die mein Volk dort bei den Völkern gespielt hat. Und so wird die Auseinandersetzung mit der jüngsten Zeit, für mich: der Krieg der Nazis, einen wesentlichen und sicher den gewichtigsten Teil ausmachen. So werde ich in den Gedichten stehen, uniformiert und durchaus kenntlich. / Johannes Bobrowski, Brief an Peter Jokostra (1959)
  • Als nachhaltigstes Übel von Donald Trumps Hinterlassenschaft wird uns, noch lange nach der zu erwartenden Zerstörungsorgie, ein Berg von Literatur bleiben, die den Mann zu erklären versucht. Sidney Blumenthal, Lettre 116
  • Zu Tausenden strömten die Zuhörer zu seinen [Jewtuschenkos] Dichterlesungen; mit 250 000 Exemplaren erreichte ein Jewtuschenko-Gedichtband die höchste Auflage einer lyrischen Einzelpublikation in Russland.  / Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung
  • Zuhause ist die Lyrik im Südwesten: Schiller, Hölderin, Uhland, Mörike, Hesse – im heutigen Baden-Württemberg wurde die deutsche Gedichtkunst geprägt. / Südwestpresse

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Kurz berichtet
  • Münster – Vom 19. bis zum 21. Mai findet das 20. Lyrikertreffen in Münster statt. Zuvor schon – und einige Tage länger – läuft gewissermaßen das Warm-up dazu. „Poetry 2017“ ist der Titel einer Veranstaltungsreihe vom 24. April bis zum 17. Mai an sechs Orten, die die literarische Gattung mit Konzert, Videoclip, Film und auch multimedialer Show verbindet. / Westfälische Nachrichten
  • Dear Authors and Artists, Dear Friends and Readers of www.levurelitteraire.comThe theme of our next issue will be:

    To Be or To Form an integral part? / Call for submissions

  • Somalia is the „nation of poets“? If you’re not Somali that might surprise you. If you search for Somalia on the internet, you will quickly learn about civil war and bombings, and only rarely about how poetry and art make up a huge part of Somali culture. / KUOW.org

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Lyrikkalender

Vom 2.-9. April findet in der schweizerisch-deutschen Grenzregion Schaffhausen-Singen das Festival «Erzählzeit ohne Grenzen» statt. Mehr

Am 8. April 2012 erklärt die israelische Regierung den Schriftsteller Günter Grass wegen seines umstrittenen Gedichts Was gesagt werden muss zur „persona non grata“.

Der 8. April ist Internationaler Tag der Roma. In Japan Geburtstag Buddhas. 1820: Venus von Milo wird gefunden.

Der 9. April ist Tag der finnischen Sprache (Geburtstag von Elias Lönnrot)

Vermutlich nach 10. April (Ostern) 1803 redigiert Hölderlin den Gesang Am Quell der Donau. Neu u.a.: Kommt vor der Zeit eine Fremdlingin die Furchtbare sie / Zu uns, die Erwekerin, /  Die menschenbildende Stimme. / Und es faßte ein Staunen die Seele / Der Getroffenen all und Nacht / War über den Augen der Besten.

Am 10. April 1917 stellt Marcel Duchamp sein Readymade „Fountain“ in New York aus (von der Jury als unkünstlerisch zurückgewiesen)

Am 11. April 1947 spricht Tristan Tzara auf einer Konferenz an der Sorbonne über Surrealismus und Nachkrieg. – 1961 Debüt Bob Dylans als Sänger in New York, Greenwich Village. – 1968 drei Schüsse auf Rudi Dutschke. – 1982 Debüt der Toten Hosen im Bremer Schlachthof (irrtümlich als „Die Toten Hasen“). – International Louie Louie Day (nach einem amerikanischen Rhythm and Blues Song, über dessen Text das FBI zweieinhalb Jahre ermittelte und 250 Seiten Akten anhäufte, ohne ihn schlüssig interpretieren zu können)

Am 12. April 1633 beginnt die förmliche Befragung Galileo Galileis wegen dessen Lehre des heliozentrischen Weltbildes. – 1820: Alexander Ypsilantis wird zum Führer einer Organisation zum Kampf gegen die ottomanische Herrschaft in griechenland ernannt.

1842 schreibt Hölderlin das Gedicht Aussicht (Der offne Tag ist Menschen hell mit Bildern) und datiert es auf: 24. Merz 1871. – 1954: Bill Haley nimmt das Lied Rock Around the Clock auf. – 1961 erster bemannter Raumflug Juri Gagarins (in Rußland: Tag der Kosmonauten)

Am 13. April 1801 Zeugnis von Anton von Gonzenbach: „Auf Verlangen von Herrn Magister Hölderlin bezeuge ich hiermit, daß dieser Herr als Lehrer meiner Kinder, sich meine ganze Hochachtung erworben, und bedaure nur, daß die unvorhergesehene Wendung der Umstände uns so frühe wieder trennt.“ – 1841: Einweihung der Semperoper in Dresden mit Carl Maria von Webers Jubel-Ouvertüre und Goethes Torquato Tasso. –  1901: 1901: Erster Auftritt des Kabaretts Die Elf Scharfrichter in München-Schwabing. – 1990: Michail Gorbatschow gibt das1940 verübte Massaker von Katyn zu. In Polen Katyn-Gedenktag. – 13./14. April Neujahrsfestivals in süd- und südostasiatischen Kulturen

Der 14. April (25. Germinal) ist Tag der Taube im französischen Revolutionskalender. Tag der maledivischen Sprache (Dhiveh) und der georgischen Sprache sowie des N’Ko Alphabets (Mande, Westafrika)

Geburtstag haben am 8. April 1674: Johann Burckhardt Mencke, deutscher Gelehrter (Philander von der Linde), 1695: Johann Christian Günther, deutscher Lyriker, 1798: Dionysios Solomos, griechischer Dichter, 1868: Simon Gfeller, Emmentaler Mundartdichter, 1879: Max Wenzel, erzgebirgischer Mundartdichter, 1903: Maria Mönch-Tegeder, emsländische Dichterin, 1928: Fred Ebb, amerikanischer Textdichter; am 9. April 1799: Peter Joseph Rottmann, Hunsrücker Mundartdichter, 1802: Elias Lönnrot, finnischer Schriftsteller (zeichnete das Kalevala auf), 1821: Charles Baudelaire, französischer Dichter, 1859: Julius Hart, deutscher Dichter, 1865: Adela Florence Nicolson, britische Lyrikerin, 1904: Ludwig Hohl, Schweizer Schriftsteller, 1916: Juan-Eduardo Cirlot, katalanischer Lyriker und Essayist, 1917 Johannes Bobrowski (100. Geburtstag), 1928: Tom Lehrer, amerikanischer Liedermacher, 1935: Albert von Schirnding, deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker, 1936: Valerie Solanas, amerikanische Feministin, 1954: Arnold Stadler, deutscher Schriftsteller, 1955: Joolz Denby, englischer Schriftsteller; am 10. April 1636: Balthasar Kindermann, deutscher Dichter, 1770: Joseph von Laßberg, deutscher Schriftsteller und Germanist, 1838: Johann Hinrich Fehrs, deutscher Schriftsteller, 1842: August Geib, deutscher Lyriker, 1867: George William Russell, irischer Schriftsteller, 1896: Johann Esser, deutscher Dichter, 1907: Abdul Ghafur Breshna, afghanischer Dichter, 1913: Stefan Heym, deutscher Schriftsteller, 1937: Bella Achmadulina, russische Dichterin, 1941: Jamie Reid, kanadischer Dichter, 1952: Richard Wagner, deutscher rumänischstämmiger Schriftsteller, 1957: John M. Ford, amerikanischer Schriftsteller; am 11. April 1492: Margarete von Navarra, Herzogin, Königin, Mäzenatin und Dichterin, „die erste moderne Frau“, 1569: Georg Carolides, tschechischer Dichter, 1713: Luise Adelgunde Victorie Gottsched, deutsche Schriftstellerin, 1722: Christopher Smart, englischer Schriftsteller, 1741: Johann Heinrich Merck, deutscher Schriftsteller, 1866: Bernard O’Dowd, australischer Schriftsteller, 1769: František Vladislav Hek, tschechischer Dichter, 1808: Anastasius Grün, österreichischer Dichter, 1894: Lev Blatný, tschechischer Dichter, 1896: Wieland Herzfelde, deutscher Schriftsteller und Verleger (Malik-Verlag), 1898: Conny Méndez, venezolanische Schriftstellerin, 1900: Sándor Márai, ungarischer Schriftsteller, 1905: Attila József, ungarischer Lyriker, 1948: Anke Maggauer-Kirsche, deutsche Lyrikerin und Aphoristikerin, 1959: Barbara Köhler, deutsche Lyrikerin; am 12. April 1500: Joachim Camerarius der Ältere, deutscher Gelehrter und Dichter, 1550: Edward de Vere, 17. Earl of Oxford, englischer Dichter, 1627: Christoph Arnold, deutscher Dichter, 1803: Anton Wilhelm von Zuccalmaglio, deutscher Liederdichter, -forscher und -sammler (Kein schöner Land in dieser Zeit), 1812: Karl Ziegler, österreichischer Lyriker, 1848: José Gautier Benítez, puertorikanischer Dichter, 1907: Zawgyi, burmesischer Schriftsteller, 1929: Mukhran Machavariani, georgischer Dichter, 1931: Leonid Derbenyov, russischer Dichter, 1944: Karel Kryl, tschechischer Liedermacher und Dichter, 1946: Ria Endres, deutsche Schriftstellerin, 1952: Gary Soto, amerikanischer Schriftsteller, 1964: Gaziel (d.i. Agustí Calvet i Pascual), katalanischer Journalist und Schriftsteller; am 13. April 1699: Alexander Ross, schottischer Dichter, 1729: Thomas Percy, englischer Dichter, 1776: Wilhelm von Schütz (Schütz-Lacrimas), deutscher Dichter, 1799: Ludwig Rellstab, deutscher Journalist und Dichter, 1824: William Alexander, irischer Erzbischof und Dichter, 1832: Juan Montalvo, ekuadorianischer Schriftsteller, 1856: Sigmar Mehring, deutscher Schriftsteller (1899 dreimonatige Festungshaft wegen eines Spottgedichts auf die Jesuiten), 1872: Alexander Roda Roda, österreichischer Schriftsteller, 1880: Hans Adler, österreichischer Lyriker und Librettist, 1880: Ludwig von Ficker, deutsch-österreichischer Schriftsteller und Verleger (Trakl), 1885: Georg Lukács, ungarisch-deutscher Philosoph und Literaturtheoretiker, 1901: Jacques Lacan, französischer Psychoanalytiker, 1904: Martha Weber, erzgebirgische Heimatdichterin, 1906: Samuel Beckett, irischer Schriftsteller (Nobelpreis 1969), 1908: Andreas Walser, Schweizer Maler, Dichter und Fotograf, 1914: Orhan Veli Kanık, türkischer Dichter, 1915: Stephan Hermlin, deutscher Dichter, 1928: José Agustín Goytisolo, spanischer Dichter und Übersetzer, 1938: John Weston, englischer Dichter, 1939: Seamus Heaney, irischer Schriftsteller (Nobelpreis 1995), 1940: Friedemann Berger, deutscher Schriftsteller, 1947: Rae Armantrout, amerikanische Lyrikerin; am 14. April 1126: Averroes (Ibn Rushd), arabischer (andalusischer) Gelehrter, 1792: Friedrich Bruckbräu, deutscher Schriftsteller und Übersetzer (Petrarca, Milton), 1843: Helene Hübener, mecklenburgische Schriftstellerin, 1854: Martin Lipp, estnischer Dichter, 1881: Husain Salaahuddin, maldivischer Dichter, 1886: Ernst Robert Curtius, deutscher Romanist, 1886: Árpád Tóth, ungarischer Dichter, 1901: Martin Kessel, deutscher Schriftsteller, 1910: Kurt Feltz, deutscher Schlagertexter (Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei / Wer soll das bezahlen? / Man müsste noch mal Zwanzig sein), 1953: Gabriele Stötzer, deutsche Schriftstellerin, 1971: Rainald Grebe, deutscher Liedermacher

Todestage am 8. April 1598: Ludwig Helmbold, evangelischer Kirchenlieddichter, 1931: Erik Axel Karlfeldt, schwedischer Lyriker (Nobelpreis 1931), 1936: Božena Benešová, tschechische  Schriftstellerin, 1941: Max Herrmann-Neiße, deutscher Schriftsteller, 1941: Mariusz Zaruski, polnischer General, Sportler, Schriftsteller, 1945: Josef Weinheber, österreichischer Lyriker, 1950: Albert Ehrenstein, österreichischer Lyriker, 1973: Pablo Picasso, Künstler und Poet; am 9. April 1553: François Rabelais, Schriftsteller, 1882: Dante Gabriel Rossetti, britischer Maler und Schriftsteller, 1886: Joseph Victor von Scheffel, deutscher Schriftsteller, 1912: Gottfried Strasser, Schweizer Pfarrer und Dichter, 1945: Dietrich Bonhoeffer, deutscher Theologe, von den Nazis hingerichtet (am gleichen Tag werden auch Wilhelm Canaris, Hans von Dohnanyi, Georg Elser und andere Nazigegner hingerichtet), 1989: Albert Vigoleis Thelen, deutscher Schriftsteller, 2007: Egon Bondy, tschechischer Dichter; am 10. April  1500: Michael Tarchaniota Marullus, griechischer gelehrter und Dichter, 1648: Hans Jakob von Koseritz, Mitglied der „Fruchtbringenden Gesellschaft“, 1694: Catharina Regina von Greiffenberg, deutsche Dichterin, 1807: Anna Amalie von Sachsen-Weimar-Eisenach, Herzogin, 1909: Algernon Charles Swinburne, englischer Dichter, 1931: Khalil Gibran, libanesisch-amerikanischer Dichter, 1939: Franz-Joseph Ahles, bayrischer Dichter, 2009: Deborah Digges, amerikanische Lyrikerin; am 11. April 1532: Sōchō, japanischer Dichter, 1798: Karl Wilhelm Ramler, deutscher Dichter, 1861: Francisco González Bocanegra, mexikanischer Dichter, 1963: Franz Karl Ginzkey, österreichischer Dichter, 1964: Hans Franck, deutscher Schriftsteller, 1967: Murata Shūgyo, japanischer Lyriker, 1977: Jacques Prévert, französischer Dichter und Chansonnier, 1987: Primo Levi, italienischer Schriftsteller, 1991: Chester Valentine John Anderson, amerikanischer Schriftsteller, 1992: Eve Merriam, amerikanische Schriftstellerin, 1995: František Daniel Merth, tschechischer Priester und Dichter; am 12. April 1782: Pietro Metastasio, italienischer Dichter, 1894: Ludwig Pfau, deutscher Dichter, 1937: Abdülhak Hâmid Tarhan, türkischer Dichter, 1962: Erwin Guido Kolbenheyer, österreichischer Schriftsteller, 1973: Arthur Freed, amerikanischer Produzent und Liedertexter (Singing in the rain), 1981: Matthias Domaschk, Thüringer Bürgerrechtler, 1990: Kitagawa Fuyuhiko, japanischer Lyriker, 1998: Robert Ford, kanadischer Lyriker, 2012: Mohit Chattopadhyay, indischer Dichter (Bengali), 2014: Pierre Autin-Grenier, französischer Schriftsteller, 2016: Arnold Wesker, britischer Schriftsteller; am 13. April 1377: Guillaume de Machaut, französischer Komponist und Dichter, 1577 Konrad Hubert, deutscher Pfarrer und Kirchenlieddichter, 1695: Jean de La Fontaine, französischer Schriftsteller, 1794: Nicolas Chamfort, französischer Schriftsteller, 1833: Elisa von der Recke, deutsche Schriftstellerin, 1849: Théophile Marion Dumersan, französischer Schriftsteller, 1908: Emil Gött, deutscher Schriftsteller, 1912: Takuboku Ishikawa, japanischer Dichter, 1966: Georges Duhamel, französischer Schriftsteller, 1971: Juhan Smuul, estnischer Schriftsteller, 1983: Theodore Stephanides,  griechischer Schriftsteller, 1987: Fridolin Aichner, deutsch-mährischer Schriftsteller, 2000: Giorgio Bassani, italienischer Schriftsteller, 2006: Muriel Spark, schottische Schriftstellerin, 2009: Stefan Brecht, amerikanischer Philosoph und Schriftsteller, 2015: Günter Grass, deutscher Schriftsteller (Nobelpreis 1999); am 14. April 1785: William Whitehead, englischer Dichter, 1894: Adolf Friedrich von Schack, deutscher Dichter, 1930: Wladimir Majakowski, russischer Dichter, 1963: Gustav Regler, deutscher Schriftsteller, 1980: Toki Zenmaro, japanischer Lyriker, 1986: Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin, 1990: Martin Kessel, Schriftsteller, 2008: Horst Bingel, deutscher Schriftsteller, 2010: Erika Burkart, Schweizer Schriftstellerin

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Bienenspäßchen

„Bienenspäßchen“ ist ein lateinisches Gedicht des niederländischen Dichters Daniel Heinsius (1580-1655), in dem fast jede Zeile ein eigenes Metrum hat (Polymetrie). Es findet sich im Original und in der Übersetzung von Harry C. Schnur in der Reclamausgabe Lateinische Gedichte deutscher Humanisten, 1. Aufl. 1966, 3. durchges. u. ergänzte Aufl. 2015. Ich kommentiere es Zeile für Zeile – die ersten 17 stehn bereit, hier ab Vers 18. Etwas für Todesmutige Neugierige.

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