Lyrikzeitung & Poetry News

26. Februar 2012

115. Dimitri Analis gestorben

Einsortiert unter: Französisch, Griechenland, Griechisch — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 18:11

Bereits am 9. Februar [schrieb börsenblatt.net bereits am 15.2.] ist der griechische Dichter Dimitri Analis in Piräus gestorben. Das teilte der Salzburger Verlag Jung und Jung heute mit. … Auf Deutsch erschien 1999 im Residenz Verlag Salzburg eine Auswahl seiner Gedichte in der Übersetzung von Peter Handke, der 2001 im Verlag Jung und Jung einen Briefwechsel zwischen Analis und dem syrischen Dichter Adonis herausbrachte, den er initiiert und mit einem Nachwort versehen hat (“Unter dem Licht der Zeit”). Im Herbst 2012 wird ein weiterer Gedichtband von Dimitri Analis bei Jung und Jung erscheinen, ebenfalls übersetzt von Peter Handke.

Ein Gedicht hier

9. Dezember 2011

39. Mehr als ein gutes Dutzend. Lyrik 2011 (1)

Einsortiert unter: Chile, Dänemark, Deutsch, Deutschland, England, Englisch, Färöisch, Finnland, Frankreich, Französisch, Griechenland, Griechisch, Hebräisch, Indien, Irland, Island, Italien, Italienisch, Jiddisch, Koreanisch, Kuba, Lettland, Nikaragua, Portugiesisch, Rußland, Russisch, Sanskrit, Schottland, Schweden, Schwedisch, Schweiz, Spanien, Spanisch, Tschechien, Tschechisch, USA — Schlagworte: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , — lyrikzeitung @ 20:00

Anthologie ∙ Einzeltitel ∙ Essayband ∙ Zeitschrift

Zusammengelesen von Theo Breuer, Mitarbeit Michael Gratz

Wird in den nächsten 6 Tagen in alphabetischer Folge ergänzt. Nachträge der Leser sind durchaus erwünscht und erbeten und können hier als Kommentar eingetragen werden.  (Bitte erst unter dem jeweiligen Buchstaben eintragen, hier also nur A + B. – Die ergänzten Titel werden in die Liste übernommen, in den Kommentaren können Sie nachlesen, was unserm geballten Sachverstand entgangen war, M.G.)

Auf dem Weg in ein poetisches Neuland, den jedes gelun­gene Gedicht geht (und dem damit zugleich das Kunst­stück gelingt, dieses Neuland als längst vertraut erschei­nen zu lassen), sind also die formalen Möglichkeiten so vielfältig wie die Anzahl denkbarer Gedichte, befreit von den Fesseln eines festgelegten Formenkanons.

Jan Wagner

  1. Silja Aðalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel (Hg.): Isländische Lyrik. Berlin: Insel 2011. 223 S.
  2. Kurd Adler · Gedichte (edition grillenfänger 29). 34 Seiten, Broschüre, Klammerheftung, Potsdam, udo degener verlag 2011.
  3. Gerd Adloff. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 4. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  4. Pegah Ahmadi „Mir war nicht kalt“, Gedichte, Sujet Verlag 2011
  5. Ahne · Gedichte, die ich mal aufgeschrieben habe. Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2011., 95 Seiten.
  6. Bernhard Albers · Der Fall Michael Guttenbrunner. Eine Verteidigungsschrift (Guttenbrunner-Studien Bd. 3; Rimbaud-Taschenbuch Nr. 73). 8 Abb., 52 Seiten, brosch., Aachen, Rimbaud Verlag 2011.
  7. Amanda Aizpuriete (Hg.): Kur Dieviņi paliksi. Wo Gott wirst du bleiben dann. Lettische Volkspoesie. Ausgewählt von Amanda Aizpuriete. Nachgedichtet von Manfred Peter Hein anhand der Übersetzung von Horst Bernhardt (Fäkätä 13). Queich Verlag Germersheim. Imprint des SAXA Verlags 2011. 20 S.
  8. Andreas Altmann · Axel Helbig (Hg.) ∙ Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte. Eine Anthologie aus Sachsen mit Gedichten von Uta Ackermann, Lars-Arvid Brischke, Uwe Claus, Renatus De­ckert, Margot Ehrich, Swen Friedel, Peter Gosse, Martina Hefter, Jayne-Ann Igel, Manfred Jendryschik, Thilo Krause, Kito Lo­renc, Dieter Mucke, Uwe Nösner, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Ulrike Almut Sandig, Sandra Trojan, Günter Ullmann, Guntram Vesper, Michael Wüstefeld, Ulrich Zieger u.v.a., Nachwort von Peter Geist, 400 Seiten, Hardcover mit Schutzum­schlag, poe­tenladen, Leipzig 2011.
  9. Klaus Anders · Andreas Struve (Hg.) · So schmeckt ein Stern. Norwegische Lyrik des 20. Jahrhun­derts, über­setzt und kommentiert von Klaus Anders und Andreas Struve, Gedichte von Olaf Aukrust, Paul-Helge Haugen, Kristofer Uppdal u.v.a., 254 Seiten, Klappenbroschur, Edition Ru­gerup, Berlin · S-Hörby 2011.
  10. Eugénio de Andrade · Das Salz der Sprache & Die Furchen des Durstes – O Sal da Língua & Os Sulcos da Sede. Gedichte [zweisprachig]. Aus dem Portugiesischen von Juana und Tobias Burghardt. Mit einem Nachwort von Tobias Burghardt. 199 Seiten, broschiert, Edition Delta, Stuttgart 2011.
  11. Guillaume Apollinaire · Poesiealbum 294. Herausgegeben und ausgewählt von Richard Pietraß. Grafik Raoul Dufy. Märkischer Verlag Wilhemshorst 2011.
  12. Michael Arenz ∙ Noch nicht ganz aber fast, 42 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklko­fen 2011.
  13. Michael Arenz (Hg.) ∙ Der Mongole wartet. Zeitschrift für Literatur und Kunst, 22. Ausgabe: Lyrik ∙ Prosa ∙ bildende Kunst, Gedichte Michael Arenz ∙ Peter Ettl ∙ Bernd harlem Fischle ∙ Erna Fitzner ∙ Florian Günther ∙ Kai Pohl ∙ Ruth Velser ∙ Johannes Witek ∙ Maximilian Zander, 504 Seiten, Zenon Ver­lag, Düs­seldorf 2011.
  14. Tone Avenstroup, Stefan Döring, Bert Papenfuß, Michael Peschke, Stefan Ret, Hugo Velarde (Hg.): Gegner. Quartalsschrift. H. 29, September 2011. Gedichte von Jóanes Nielsen, Prosa von Lothar Trolle, Ilia Kitup, Johannes Jansen u.v.a.
  15. Bassirou Ayeva, Cahier D’exil, Gedichte französisch-deutsch, Sujet Verlag 2011
  16. “Matthias” BAADER Holst·  Versensporn 2. Exdition Poesie schmeckt gut. Jena 2011
  17. Ulrike Bail ∙ wundklee streut aus. 47 gedichte über theodora, 103 Seiten, Broschur, CONTE Verlag, Saarbrü­cken 2011.
  18. Hugo Ball ∙ Zinnoberzack, Zeter und Mordio. Alle DADA-Texte, herausgegeben von Eckhard Faul, 144 Seiten, Klappenbroschur, Wallstein Verlag, Göttingen 2011.
  19. Hans Jürgen Balmes, Jörg Bong, Alexander Roesler und Oliver Vogel (Hg.): Neue Rundschau, 122. Jahrgang, Heft 1/ 2011. Thesen zur Literaturkritik. Lyrikosmose 3, zusammengestellt von Michael Braun und Michael Lentz, Gedichte von Konstantin Ames,  Franz Richard Behrens, Ulrich Koch, Dagmara Kraus, Renate Rasp, Werner Riegel, Jürgen Theobaldy. Carte Blanche, Gedichte von Uwe Dick. 248 S.
  20. Mary Jo Bang, Eskapaden, luxbooks, 2011.
  21. Maximilian Barck (Hg.): Kunst- und Literaturzeitschrift HERZATTACKE. Sonderband 2011: Wolfgang Hilbig. Mit Texten von Andreas Altmann, Maximilian Barck, Rita Bischof, Thomas Böhme, Rene Char, Francis Scott Fitzgerald, Eberhard Häfner, Andreas Koziol, E. O. Kuilman, Stéphane Mallarmé, Thomas Martin, Gérard de Nerval, Gert Neumann, Philipp Passeur, Simone Katrin Paul, Arthur Rimbaud, André Schinkel und Ilona Stumpe-Speer. Kunstverein HERZATTACKE e. V.
  22. Roland Bärwinkel: Bevor es zu spät wird. Wartburg Verlag: Edition Muschelkalk der Literarischen Gesellschaft Thüringen, Band 34.
  23. Christoph W. Bauer: getaktet in herzstärkender fremde. Haymon. 20 Seiten
  24. Christoph W. Bauer: mein lieben mein hassen mein mittendrin du. Haymon. 89 Seiten
  25. Sandra Beasley: Die Abtastnadel in der Rille eines traurigen Lieds. Gedichte (übersetzt von Ron Winkler), hochroth Verlag 2011.
  26. BELLA triste 30. [Pappschachtel] Beiträge von Niklas Bardeli ∙ Christian Filips ∙ Monika Rinck ∙ Bo Wiget ∙ Dieter M. Gräf ∙ Hendrik Jackson ∙ Judith Schalansky ∙ Marius Schmidt ∙ Philipp Schönthaler  ∙ Michael Stavaric ∙ Laetizia Praiss ∙ Andreas Töpfer ∙ Robert Wenrich ∙ Uljana Wolf ∙ Christian Hawkey
  27. Hans Bender ∙ O Abendstunde. Ausgewählte Gedichte, mit einem Nachwort von Arnold Stadler, 40 Seiten, handfadengebundene Broschur, Verlag Ulrich Keicher, Warmbronn 2011.
  28. Timo Berger, Rike Bolte, Juan Carlos Guédez Méndez, Enno Stahl (Hg.): Frachtgut Überseepoesie (Latinale 2011). Remesa Poética de Ultramar: Neue Gedichte aus Lateinamerika und Deutschland / Nuevos Poemas de Latinoamérica y Alemania«. Mit llustrationen von Mónica León, unter Verwendung des Logo von Ana Albero. Mit Gedichten von Luis Alberto Arellano, Damaris Calderón, Luis Chaves, Martín Gambarotta, Maricela Guerrero, Victoria Guerrero, Adrian Kasnitz, Odile Kennel, Björn Kuhligk, Stan Lafleur, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Benjamín Moreno, Jinn Pogy, Minerva Reynosa, Monika Rinck, Tom Schulz, Enno Stahl, Ernesto Suárez, Andira Watson, Uljana Wolf. sUkUltUr, November 2011.
  29. Aloysius Bertrand, Gaspard de la nuit, Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann, Reinecke & Voß, Leipzig 2011, 150 Seiten.
  30. Wolf Biermann: Fliegen mit fremden Federn. Nachdichtungen und Adaptionen. Hoffmann und Campe 2011, 526 S. Aus dem Griechischen, Portugiesischen, Spanischen, Koreanischen, Tschechischen, Italienischen, Schwyzerdütschen, Schwedischen, Englischen, Russischen, Hebräischen, Jiddischen, Lettischen, Finnischen, Litauischen, Estnischen, Französischen. Texte u.a. von José Marti, Ernesto Cardenal, Victor Jara, Giacomo Leopardi, Mani Matter, William Shakespeare, Robert Burns, William Butler Yeats, Andrew Marvell, Robert Frost, John Keats, John Donne, e.e. cummings, W.H. Auden, George Orwell, Dylan Thomas, Bob Dylan, Bulat Okudshawa, Sergej Jessenin, Novella Matwejewa, Wladimir Wyssozki, Andrej Wosnessenski, Julij Daniel, Jizchak Katzenelson, Elie Wiesel, Hirsch Glik, Uri Zvi Grinberg, Mordechaj Gebirtig, Pierre-Jean de Béranger, Boris Vian, Louis Aragon, Jacques Prévert, George Brassens, Guillaume Apollinaire, Paul Verlaine, Arthur Rimbaud.
  31. Bilhana: Gestohlene Lust. Hg. u. aus dem Sanskrit übersetzt von Albertine Trutmann. München: C.H. beck textura 2011. 128 S.
  32. Horst Bingel, Stafettenlauf. Gedichte aus dem Nachlaß. Corvinus Presse
  33. Paulus Böhmer ∙ Teigwaren auf der Terrasse nachts. 36 Seiten. Ostheim/Rhön, Peter Engstler 2011.
  34. Dietrich Bode (Hg.): Blumen, Gärten, Landschaften. Bilder und Gedichte. Reclam. 183 Seiten, 75 farbige Abbildungen (Gestaltung: Susanne Zippel).
  35. Rike Bolte und Ulrike Prinz (Hg.): Transversalia. Horizontes con versos. Horizonte in verkehrten Versen. Verlagshaus J. Frank. Quartheft 31, Edition Polyphon. 220 S.
  36. Jürgen Born: Endlosreise. (Schock Edition Fünf mal zwölf Gedichte Herausgegeben von Kai Pohl)
  37. Nora Bossong ∙ Sommer vor den Mauern, 96 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, Mün­chen 2011.
  38. Michael Braun · Kathrin Dittner · Martin Rector (Hg.): Gegenstrophe. Blätter zur Lyrik 3. Mit Texten und Gedichten von Paulus Böhmer · Michael Braun · Cornelia Jentzsch · Simone Kornappel · Michael Krüger · Nadja Küchenmeister · Michael Lentz · Dirk von Petersdorff · Marion Poschmann · Martin Rector · Bertram Reinecke · Jan Volker Röhnert · Àxel Sanjosé · Jan Wagner · Levin Westermann. 120 Seiten, Hardcover, Wehrhahn Verlag, Hannover 2011. (http://www.wehrhahn-verlag.de/index.php?section=03&subsection=details&id=596)
  39. Michael Braun (Hg.): Lyrikkalender 2012. 740 Seiten, Tagesabreißkalender zum Stellen und Hängen, Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 2011 (http://www.wunderhorn.de/wunderhorn/content/buecher/pool/978_3_88423_365_8/index_ger.html)
  40. Bess Brenck-Kalischer. Versensporn – Heft für lyrische Reize Nr. 3. Edition POESIE SCHMECKT GUT, Jena 2011.
  41. Tom Bresemann · Berliner Fenster, 94 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2011.
  42. Rainer Weiss, Martin Bruch (Hg.): „Kein herz ungeteilt”. 99 Haiku von Frauen. Frankfurt/Main: Weissbooks 2011. 96 S. Mit Farbseiten zum Ausklappen, Illustrationen im Siebdruck. Beiträge von Barbara Bongartz, Daniela Danz, Tanja Dückers, Nora Gomringer, Martina Hefter, Ursula Krechel, Swantje Lichtenstein, Elsemarie Maletzke, Ilma Rakusa, Silke Scheuermann, Sabine Scho, Anja Utler u.a.
  43. Helwig Brunner. Vorläufige Tage: Prosagedichte. Leykam
  44. Helwig Brunner + Stefan Schmitzer. gemacht/gedicht/gefunden: über lyrik streiten. Droschl.
  45. Werner Bucher ∙ Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, 98 Seiten, Broschur mit Schutzum­schlag, Verlag im Waldgut, CH-Frauenfeld 2011.
  46. Werner Bucher · Malcolm Green · Spazieren mit dem gelbgrünen Puma, CD und Booklet, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  47. Werner Bucher · Rütegger Gedichte, 108 Seiten, Klappbroschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  48. Werner Bucher ∙ Jolanda Fäh ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) ∙ Poesie Agenda 2012, Cartoons, ∙ Ge­dichte, ∙ Bil­der ∙ Zitate von Michael Arenz ∙ Hans Bender ∙ Gottfried Benn ∙ Claus Bremer ∙ Blaise Cendrars ∙ René Char ∙ Simon Dach ∙ Margot Ehrich ∙ Peter Ettl ∙ Lawrence Ferlinghetti ∙ Brigitte Fuchs ∙ Alexander Xaver Gwerder ∙ Friedrich Hölderlin ∙ Hadayatullah Hübsch ∙ Alfred Ilk ∙ Kla­bund ∙ Axel Kutsch ∙ Ivo Lederger­ber ∙ Erwin Messmer ∙ Andreas Noga ∙ Frank O’Hara ∙ Vera Piller ∙ Salvatore Quasimodo ∙ Joachim Ringel­natz ∙ Christian Saalberg ∙ Barbara Traber ∙ Jürgen Völkert-Marten ∙ William Carlos Williams ∙ Maximilian Zander u.v.a., 256 Seiten, Broschur, orte-Verlag, CH-Oberegg 2011.
  49. Werner Bucher ∙ Virgilio Masciadri (Hg.) orte. Schweizer Literaturzeitschrift. Nr. 167, Mai/Juni 2011. Sag was zur Nacht – oder: die Gomringers sind hier. Enthält: Werner Bucher: Claus Bremer – von der konkreten Poesie bis zur Einsicht, dass wir andere sind. Gedichte von Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Virgilio Masciadri; Beiträge über Eugen Gomringer, Nora Gomringer, Forugh Farrokhzad.
  50. Christoph Buchwald ∙ Kathrin Schmidt (Hg.) ∙ Jahrbuch der Lyrik 2011, Gedichte von 138 Au­torinnen und Autoren, darunter Urs Allemann ∙ Friedrich Ani ∙ Anke Bastrop ∙ Thomas Böhme ∙ Mara-Daria Cojo­caru ∙ Crauss ∙ Carolin Dabrowski ∙ Róža Domašcyna ∙ Elke Engelhardt ∙ Elke Erb ∙ Karin Fellner ∙ Ludwig Fels ∙ Mara Gen­schel ∙ Tina Ilse Gintrowski ∙ Caroline Hartge ∙ Mi­chael Hüttenberger ∙ Jan Imgrund ∙ Mag­dalena Jagelke ∙ Manfred Jendryschik ∙ Synke Köhler ∙ Axel Kutsch ∙ Christian Lehnert ∙ Vesna Lubina ∙ Ma­rie T. Martin ∙ Friederike Mayröcker ∙ Mar­cus Neuert ∙ Harry Oberländer ∙ Hellmuth Opitz ∙ Eva Paula Pick ∙ Richard Pietraß ∙ Jan Volker Röhnert ∙ Hendrik Rost ∙ Ulrike Almut Sandig ∙ Vera Schindler-Wunderlich ∙ Marita Tank ∙ Hans Thill ∙ Isabella Vogel ∙ Ernest Wichner ∙ Bastian Winkler ∙ Eva Christina Zeller ∙ Michael Zoch u.v.a., Essays von Jürgen Brôcan · Andre Rudolph · Christa Wißkir­chen u.v.a., Nachworte von Chris­toph Buchwald und Kathrin Schmidt, 272 Seiten, Klappenbroschur, Deutsche Verlags-An­stalt, Mün­chen 2011.
  51. Hansjürgen Bulkowski, Und wie! Corvinus Presse.
  52. Hans Georg Bulla, „Wechselgetriebe – Ausgewählte Gedichte und Notate“, herausgegeben von Gerd Kolter, mit Zeichnungen von Peter Marggraf und einem Nachwort von Hermann Kinder, 174 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Bücher der Nyland-Stiftung, Köln, Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2011.
  53. Erika Burkart: Nachtschicht. / Ernst Halter: Schattenzone. Weissbooks. 150 S.
  54. John Burnside · Versuch über das Licht, zweisprachige Ausgabe, aus dem Englischen und mit einem Nachwort versehen von Iain Galbraith, 138 Seiten, Hardcover, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser, München 2011.
  55. Matthias Buth, Weltummundung, Gedichte, Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2011.

10. November 2011

39. Griechenlands Blüte und Krise

In der griechischen Literatur der 1950er-Jahre war es fast ein Verbrechen, über Bäume zu reden oder Liebesromane zu schreiben. Beides war bei der Kritik verpönt. Es gab aber eine kleine, engagierte Leserschaft, die eifrig alles las, was die Verlage publizierten, vor allem Lyrik. Bis in die 1970er-Jahre erlebte sie ihre Blütezeit. Auch diejenigen, die sie nicht lasen, konnten sie anhören, nicht vorgetragen, sondern vertont von Komponisten wie Mikis Theodorakis oder Stavros Xarchakos. Die Gedichte der Nobelpreisträger Jorgos Seferis und Odysseas Elytis, die von Jiannis Ritsos und Nikos Gatsos wurden überall gesungen. Vielleicht, weil die Bäume fehlten. Es es gab fast keine mehr nach dem Bürgerkrieg. Die meisten waren niedergebrannt worden, was übrig blieb, wurde als Brennholz verwendet. …

Griechenland war nach dem Bürgerkrieg ein armes Land mit einem hohen kulturellen Niveau. Es waren nicht nur die großen Namen der griechischen Literatur – darunter Nikos Kazantzakis, Andreas Frangias und Jiannis Maris -, auch Theaterleute wie Karolos Koun, Filmemacher wie Theo Angelopoulos und Maler wie Alekos Fassianos und Jiannis Tsarouchis gehörten zur Elite. Griechenland war ein armes Land, das aber „die Kultur der Armut” sehr gut beherrschte.  / Petros Markaris, Die Presse

13. Oktober 2011

54. Portakal

Einsortiert unter: Griechenland, Griechisch, Türkei, Türkisch — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 21:07

Der Abend mit griechischer und türkischer Lyrik und Musik fand im Rahmen der 14. Interkulturellen Wochen Offenbachs zu Ehren des griechischen Literaturnobelpreisträgers Giorgos Seferis (1900-1971) und des wohl bedeutendsten türkischen Schriftstellers des 20. Jahrhunderts, Nâzım Hikmet (1902-1963), statt. Es ging um Gemeinsamkeiten: Daher stand der Abend unter dem Titel »Portakal«, denn so heißt im Griechischen wie im Türkischen das Wort für Apfelsine: »Apfel aus China« bzw. „Apfel aus Portugal“.  / familien-blickpunkt.de

9. August 2011

43. Prophetische Präzision

Einsortiert unter: Griechenland, Griechisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 16:40

Was viele Griechen heute empfinden, hat der größte neugriechische Dichter, Konstantin Kavafis (1863-1933), mit prophetischer Präzision aufgeschrieben. Das 1928 geschriebene Gedicht “In einer großen griechischen Kolonie, 200 v. Chr.” beginnt so:

Daß in der Kolonie nicht alles zum Besten steht,
Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel,
Obwohl wir Fortschritte machen.
Vielleicht, so meinen nicht wenige, ist die Zeit
Gekommen, einen politischen Reformer einzuladen.

Doch das Ärgerliche, das Schwierige dabei ist,
Daß diese Reformer soviel
Aufhebens um alles machen
(Schön wäre es, wenn wir
Sie nicht brauchten). Sie informieren sich
Bis in die kleinsten Einzelheiten, stellen Fragen,
Umd plötzlich entwerfen sie radikale Reformen,
Die sofort durchgeführt werden müssen.

Zudem sind sie geneigt, Opferbereitschaft zu empfehlen.”

(Konstantinos Kavafis: Das Gesamtwerk. Griechisch und Deutsch. Ü/Hg. Robert Elsie. Zürich: Ammann 1997, S. 237)

(Le Monde zitiert die Übersetzung von Dominique Grandmont, collection Poésie/Gallimard).

/ Alain Salles, Le Monde

(Das Gedicht von Kavafis endet so:

Vielleicht ist die Zeit noch nicht gekommen.
Handeln wir nicht überstürzt. Eile ist eine
Gefährliche Sache. Voreilige Maßnahmen bereut man nur.
Sicherlich läßt vieles in der Kolonie zu wünschen
Übrig, aber wo ist der Mensch, der vollkommen ist?
Und schließlich machen wir doch Fortschritte.)

20. Juni 2011

102. Die Migration im Rücken

Poesiegespräch: Die Migration im Rücken

Mo 20.6. 18:00
Akademie der Künste, Pariser Platz, Black Box
Eintritt €5/3

Mit Cristina Ali Farah Italien Ghayath Almadhoun Schweden Jazra Khaleed Griechenland Abbas Khider Berlin und Fiston Mwanza Mujila Österreich Moderation Zehra Çırak Autorin, Berlin

Migration ist und war schon immer europäische Realität. Auch im Literaturbetrieb spielen die Werke von Migranten eine zunehmend größere Rolle. Autoren, die nach Europa einwanderten, sprechen über Migration und ihr Schreiben.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit European Union National Institutes for Culture (EUNIC).

Lesung: Die Migration im Rücken

Mo 20.6. 20:00
Akademie der Künste, Pariser Platz, Plenarsaal
Eintritt €6/4

Mit Cristina Ali Farah Italien Ghayath Almadhoun Schweden Jazra Khaleed Griechenland Abbas Khider Berlin und Fiston Mwanza Mujila Österreich  Moderation Zehra Çırak Autorin, Berlin

Migranten sind Teil der Gesellschaft, ihre Position ist aber ein stetes »Dazwischen«. Die Texte von Migranten spiegeln, beeinflussen und inspirieren nationale Literaturen. Doch wo sehen sich die Migranten selbst, wie sehen sie die sogenannte »Mehrheitsgesellschaft«? Fünf Autoren vermitteln Einblicke in literarische und gesellschaftliche Prozesse.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit European Union National Institutes for Culture (EUNIC).

2. Mai 2011

10. Meine Anthologie: Knabenmuse

Straton 12, 8

Εἶδον ἐγώ τινα παῖδα ἐπανθοπλοκοῦντα κόρυμβον
 ἄρτι παρερχόμενος τὰ στεφανηπλόκια·
οὐδ’ ἄτρωτα παρῆλθον· ἐπιστὰς δ’ ἥσυχος αὐτῷ
 φημί· “Πόσου πωλεῖς τὸν σὸν ἐμοὶ στέφανον;”
μᾶλλον τῶν καλύκων δ’ ἐρυθαίνετο καὶ κατακύψας
 φησί· “Μακρὰν χώρει, μή σε πατὴρ ἐσίδῃ.”
ὠνοῦμαι προφάσει στεφάνους καὶ οἴκαδ’ ἀπελθὼν 
 ἐστεφάνωσα θεοὺς κεῖνον ἐπευξάμενος. 

Einen Knaben sah ich, der legte Blumen und Ranken zusammen,
ich kam gerade an der Kranzflechterei vorbei.
Das traf mich, ich ging nicht einfach vorüber, blieb stehen und sagte mit leiser Stimme zu ihm:
“Für wieviel verkaufst du mir deinen Kranz?”

Er wurde rot, röter als die kleinen Rosen sind, senkte den Blick und
sagte: “Geh weiter, dass nicht der Vater dich sieht!”
Pro forma kaufte ich ein paar Kränze, zuhause
bekränzte ich damit die Götter und betete dabei um ihn.

Deutsch von Dirk Uwe Hansen

Eine mehrbändige Ausgabe der Anthologia Graeca wird im Stuttgarter Verlag ANTON HIERSEMANN KG vorbereitet. Die Übersetzungen stammen von Dirk Uwe Hansen (Greifswald), Jens Gerlach (Hamburg), Peter von Moellendorff (Gießen), Kyriakos Savvidis (Bochum) und Christoph Kugelmeier (Saarbrücken).

Eine metrische Übersetzung von Dietrich Ebener in Dietrich Ebener (Hg.): Die Griechische Anthologie. 3. Band. Berlin u. Weimar: Aufbau Verlag 1981, S. 118

Eine Übersetzung von Joachim Campe hier (Blumenladen)

Das Gedicht stammt aus Band 12 der Anthologia Graeca, die unter dem Tiel “Die Knabenmuse” 258 Epigramme verschiedener Autoren umfaßt. Nummer 8 ist von Straton aus Sardes.

Wikipedia über den Autor:

Straton war ein aus Sardes stammender griechischer Dichter des 2. Jahrhunderts n. Chr.

Straton kann wegen der Nennung des Arztes Artemidorus Capito unter Kaiser Hadrian datiert werden. Er wird am Beginn des 3. Jahrhunderts von Diogenes Laertios erwähnt. Ansonsten ist kaum etwas zu seinem Leben bekannt.

Von Straton sind 100 Epigramme überliefert, von denen 94 in seiner Anthologie Μουσα Παιδικη (Musa Puerilis) enthalten sind. In ihrer überlieferten, unvollständigen Form umfasst die Μουσα Παιδικη insgesamt 258 Epigramme verschiedener Autoren. Die Anthologie ist im 12. Buch der Griechischen Anthologie erhalten, einige wenige Epigramme im 11. Buch. Das fast einzige Thema dieser Epigramme ist die Päderastie. Die Gedichte zeichnen sich durch ihre formale Gewandtheit aus.

Wegen des tabuisierten Themas sind seine Gedichte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts oftmals nicht übersetzt worden. Die erste komplette englische Übersetzung erschien sogar erst im Jahr 2001 (von Daryl Hine), während es deutsche schon um 1900 gab (von Elisar von Kupffer).

Eine englische Version von George Economou:

Earlier in the day, he happened to pass
the store where they make garlands and saw a boy
weaving flowers with berries, and found himself moved.
He approached and asked about their quality,
and then, somewhat more quietly, for how much
would the boy sell him his garland. The boy blushed
redder than his roses, and bending his head,
told him to leave fast, lest his father see him.
As a pretence he bought a wreath and went home,
crowned his gods, and begged them to answer his prayer.

George Economou, Acts of Love: Ancient Greek Poetry from Aphrodite’s Garden, 2006

Von dem griechischen Dichter Konstantin Kavafis (1863-1933) gibt es eine moderne Bearbeitung:

Ρωτούσε για την ποιότητα

Aπ’ το γραφείον όπου είχε προσληφθεί
σε θέσι ασήμαντη και φθηνοπληρωμένη
(ώς οκτώ λίρες το μηνιάτικό του: με τα τυχερά)
βγήκε σαν τέλεψεν η έρημη δουλειά
που όλο το απόγευμα ήταν σκυμένος:
βγήκεν η ώρα επτά, και περπατούσε αργά
και χάζευε στον δρόμο.― Έμορφος·
κ’ ενδιαφέρων: έτσι που έδειχνε φθασμένος
στην πλήρη του αισθησιακήν απόδοσι.
Τα είκοσι εννιά, τον περασμένο μήνα τα είχε κλείσει.

Εχάζευε στον δρόμο, και στες πτωχικές
παρόδους που οδηγούσαν προς την κατοικία του.

Περνώντας εμπρός σ’ ένα μαγαζί μικρό
όπου πουλιούνταν κάτι πράγματα
ψεύτικα και φθηνά για εργατικούς,
είδ’ εκεί μέσα ένα πρόσωπο, είδε μια μορφή
όπου τον έσπρωξαν και εισήλθε, και ζητούσε
τάχα να δει χρωματιστά μαντήλια.

Pωτούσε για την ποιότητα των μαντηλιών
και τι κοστίζουν με φωνή πνιγμένη,
σχεδόν σβυσμένη απ’ την επιθυμία.
Κι ανάλογα ήλθαν η απαντήσεις,
αφηρημένες, με φωνή χαμηλωμένη,
με υπολανθάνουσα συναίνεσι.

Όλο και κάτι έλεγαν για την πραγμάτεια ― αλλά
μόνος σκοπός: τα χέρια των ν’ αγγίζουν
επάνω απ’ τα μαντήλια· να πλησιάζουν
τα πρόσωπα, τα χείλη σαν τυχαίως·
μια στιγμιαία στα μέλη επαφή.

Γρήγορα και κρυφά, για να μη νοιώσει
ο καταστηματάρχης που στο βάθος κάθονταν.

Deutsch: Er fragte, wie gut sie sind – In: Konstantinos Kavafis: Um zu bleiben. Liebesgedichte. Übersetzung Michael Schroeder. Mit 13 Radierungen von David Hockney. Bibliothek Suhrkamp 1020, 1989, S. 95f. – Er fragte nach der Qualität. (1930). In: Konstantinos Kavafis: Das Gesamtwerk. Übersetzung Robert Elsie. Zürich: Ammann 1997, S. 261 (Die Ausgabe auch als Fischer Taschenbuch 1999)

Englisch von Edmund Keeley/Philip Sherrard hier http://www.cavafy.com/poems/content.asp?id=125&cat=1

29. April 2011

127. Ithaka im Sinn

Einsortiert unter: Griechenland, Griechisch, Katalanisch — Schlagworte: , , , , — lyrikzeitung @ 08:20

In seinem vielzitierten Gedicht «Ithaka» beschreibt der Diaspora-Grieche Konstantinos Kavafis das Leben als permanente Migration: «Brichst du auf gen Ithaka / wünsch dir eine lange Fahrt, voller Abenteuer und Erkenntnisse. Die Lästrygonen und Zyklopen fürchte nicht.» Als in den sechziger und siebziger Jahren griechische Arbeitskräfte unter den Argusaugen deutscher Amtsärzte in Athen und Thessaloniki reihenweise ihre «Prüfung» bestehen mussten, ehe sie sich endlich per Sonderzug oder Fährschiff auf die grosse Fahrt ins Jenseits ihrer bekannten Welt begeben durften («Halte ein bei Handelsplätzen der Phönizier / Und erwirb die schönen Waren: Perlmutter und Korallen, Bernstein, Ebenholz») – da haben auch diese Migranten ihre Lebenswege in einer Art elliptischen Bewusstseins als Odyssee imaginiert, als Irrfahrt zwar, die sich aber mit ihrer heldischen Heimkehr kreislaufartig wieder schliessen sollte: «Immer aber halte Ithaka im Sinn. Dort anzukommen, ist dir vorbestimmt. Doch beeile nur nicht deine Reise. Besser ist, sie daure viele Jahre.» / Manuel Gogos, NZZ

20. November 2010

76. Siebengestirn aus Gedichten

Einsortiert unter: Antike, Deutsch, Griechenland, Griechisch, Schweiz — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 05:02

“Der Mond und die Siebensterne / sind untergegangen. Mitter- / nacht ist und die Zeit vorüber. / Ich aber, ich liege einsam.” So übersetzt Emil Staiger den Sappho-Vierzeiler, an dem sich jetzt Roman Graf mit gleich sieben Nachdichtungen versucht. Sappho – Labor ist der vierte der sieben Teile von Grafs erstem Gedichtband. In Mitternacht, Nachdichtung vier, heißt es: “Verronnen die Zeit, / Die erste Hälfte. // Einsam / wache ich, / Die zweite.” …

… ein Siebengestirn, konstelliert aus Gedichten. / Urs Allemann, DER STANDARD 20.11.

Roman Graf, “Zur Irrfahrt verführt”. € 18,50 / 81 Seiten. Limmat, Zürich 2010

15. Oktober 2010

58. Zungenrednerei

Einsortiert unter: Griechisch — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 01:26

Eine eher mitlächelnde Sorte von Humor, “fünf gerade sein zu lassen”, zeigt sich mir im 1.Korintherbrief des Paulus, den ich um anderthalb Kapitel erweitert habe: Im 14. Kapitel geht es um die Zungenrednerei, den Poetry-Slam der Griechisch-Rapper in der Korinther Gemeinde. Der anscheinend doch immer streng herumwütende Moralapostel Paulus verbietet oder verflucht diese Exzesse hier keineswegs. Er beschreibt sie nur, erinnert daran, daß man ja auch gerne was verstehen möchte von dem sibyllinischen Silbensilber, und dann wirft er trocken ein, daß er selbst auch ganz gute Reime rappen könne, aber daß ihm fünf Wörter der Deutung, der Vernunft, der Verständigung mehr wert seien als tausend Wörter Slamschlamm. Und vor allem (und dabei stelle ich mir lebhaft die Korinther Gemeindeversammlung vor) die Frauen, diese vom Geist getriebenen Frauen, die nur so übersprudeln vor lauter Zungenreden, — die sollen doch gefälligst die Klappe halten, und wenn sie Fragen haben, mögen sie doch zuhause ihre Ehemänner löchern — und jetzt stelle ich mir lebhaft die evangelischen Pfarrerinnen vor, die über solche Bescheide von Luthers Lieblingsapostel keine Miene verziehen. Ich lache auch nicht, ich bleibe ganz ernst und gefaßt. / Hans Zimmermann (Görlitz )
http://12koerbe.de

 

Ältere Artikel »

Theme: Silver is the New Black. Bloggen Sie auf WordPress.com.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 242 other followers