Kategorie: Bengali
83. Unbekanntes von Tagore
Das Auktionshaus Sotheby’s versteigert ein unbekanntes Notizheft des berühmten indischen Dichters Rabindranath Tagore aus dem Herbst 1928. Es enthält 12 Gedichte und Liedtexte auf Bengali, darunter einige stark überarbeitete Fassungen zuvor veröffentlichter Texte. Das Buch wird auf $150.000 bis 250.000 geschätzt.
Tagore, der 1913 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, schrieb tausende Gedichte. / artdaily.org
88. Rabindranath Tagore
Rabindranath Tagore war der erste Shooting Star der Weltliteratur. Als der 51-jährige Bengale 1912 nach London reiste, kannte ihn im Westen niemand. Der polyglotte Sohn einer Bramahnen-Familie übersetzte rund 100 seiner Gedichte ins Englische, für ihre Veröffentlichung sorgte William Butler Yeats. Ihre nie gehörte Metaphorik faszinierte das Publikum. 1913 erhielt er als erster nichteuropäischer Autor den Nobelpreis.
Bis 1925 erschienen allein in Deutschland 24 Bücher von ihm mit einer Gesamtauflage von rund einer Million Exemplaren. …
In Indien ist sein Rang bis heute unumstritten. Eines seiner Lieder dient als Nationalhymne. Tagore gilt als kultureller Lehrmeister, dessen bildungs- und sozialreformerische Visionen immer noch wegweisend sind. Zum 150. Geburtstag schickt die indische Regierung nun eine Auswahl seiner Gemälde auf Welt-Tournee. 98 sind jetzt in Dahlem zu sehen. / Oliver Heilwagen, Tagesspiegel
Museum für Asiatische Kunst, Lansstr. 8 (Dahlem), bis 30. Oktober, Di–Fr 10–18, Sa/So 11–18 Uhr.
2. Boon und Homer
In literature three years is boon, thirty years fame, three hundred years immortality and three thousand years Homer.
Dem Bild nach ein Stammbucheintrag des bengalischen Dichters Gopa Lahiri (?), auf 1963 datiert. Google findet nur einen Dichter Gopal Lahiri, geboren 1963 in Kolkata (Kalkutta), frühreif kann man sein (obwohl die Schrift erwachsener aussieht?). Vielleicht weiß jemand Genaueres?
boon: Anfänger, Noob, Newbie
150. “Ich weiß nicht, wo ich hingehöre”
In seiner Heimat Bengalen ist Alokeranjan Dasgupta einer der berühmtesten lebenden Dichter. Als Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft und Bengalistik lehrte er an der Jadavapur Universität in Kalkutta und hatte bis 1994 eine Gastprofessur am Südasien-Institut der Universität Heidelberg inne. Einen Namen machte sich Dasgupta auch als Übersetzer bengalischer Literatur: Er übersetzte unter anderen Goethe, Hölderlin, Brecht und Grass.
Der Dichter pendelt zwischen zwei Kulturen: Die eine Hälfte des Jahres lebt er in Indien, die andere verbringt er in seiner Wahlheimat an der Bergstraße. “Ich weiß nicht, wo ich hingehöre”, sagt Dasgupta. …
Die meisten seiner Werke verfasst der Lyriker in Bengali, einer rollenden melodischen Sprache, wie das Publikum erfährt, als Dasgupta mehrere Gedichte im Original vorliest. / Weinheimer Nachrichten / Odenwälder Zeitung 29.6.