Wochendigest 5

Unveröffentlichte Kurzgedichte

Ein Band mit unveröffentlichten Kurzgedichten des bengalischen Dichters Rabindranath Tagore  (1861-1941) wird erstmals in Buchform veröffentlicht. Tagore schrieb diese Gedichte beim Autogrammgeben. Das Buch ‘Knockings at my heart’ enthält etwa 80 solchen Autogramm-Gedichte. Es sind sehr kurze Gedichte, beeinflußt von der Präzision, Tiefe, Kraft und Intensität japanischer Haiku. / Indian Express

Verteidigungsrede der Miss Turkey

[Die wegen Beleidigung des Staatspräüsidenten verurteilte ehemalige türkische Schönheitskönigin Merve] Büyüksaraç sagte nach Angaben der Zeitung „Hürriyet“, sie habe den Text „lustig“ gefunden. Sie habe weder etwas gestohlen, noch habe sie jemanden getötet, sagte die Beschuldigte. Sie frage sich, welcher anderer Politiker so viele seiner eigenen Landsleute vor Gericht bringe. „Cumhuriyet“-Chefredakteur Can Dündar, der inzwischen selbst zu fast sechsjährige Haft verurteilt wurde, kommentierte mit Blick auf die zahlreichen Prozesse gegen Medienvertreter und Kritiker in der Türkei jüngst, inzwischen gehöre es im Präsaidentenpalast offenbar zum guten Ton, Kritiker vor Gericht zu stellen. / Wiener Zeitung

Poetry Slam in Namibia und Deutschland

„Das Gedicht erfährt durch ‚Poetry Slam‘ derzeit einen enormen kulturellen Wandel in Deutschland, da es wieder näher an die Lebenswirklichkeit junger Leute herankommt“, so Pfeiler. So wie in Windhoek füllen die Veranstaltungen auch in Deutschland die Säle. In Bochum können gut und gerne schon einmal 1000 Zuhörer zusammenkommen. „Ich denke, es ist für viele ein Reiz, sich genau das anzuschauen, was man sich selbst nicht zutraut: Vor einem Riesen-Publikum minutenlange Zeilen eines einstudierten Gedichtes oder einer Kurzgeschichte auf Punktladung hin zu präsentieren“, erklärt die 39-Jährige. Es seien eben die „Popstars der Lyrik“.

1000 Leute sind für Windhoeker Verhältnisse (noch) Zukunftsmusik. Doch das Interesse der Leute, andere an ihren Problemen, Freuden oder Traurigkeit teilhaben zu lassen, werde immer größer. „Oft wird beispielsweise über Feminismus, Gewalt an Frauen und Geschlechtergleichheit gesprochen. Es stehen Frauen auf der Bühne, die ihrer Wut freien Lauf lassen“, so Don Stevenson von „SpokenWord Namibia“. Natürlich sei einiges sehr klischeehaft, doch es gebe durchaus sehr talentierte Dichter, die mit ihren Werken an ihre Grenzen gehen und das Publikum fesseln. / Allgemeine Zeitung

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