Lyrikzeitung & Poetry News

12. September 2011

53. internationales literaturfestival berlin

Aus dem Programm des internationalen literaturfestivals berlin (Forts.)

Poetry Night IV

12.09.2011 20:30 Uhr

Literaturen der Welt
Fokus Asien-Pazifik

Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

Autoren Constantin Abăluţă, Tomasz Rózycki, C.K. Stead
Moderation Silke Behl
Sprecher Friedhelm Ptok

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

In den Gedichten von Constantin Abǎlutǎ (Rumänien), der sich selbst als »Dichter des Banalen« bezeichnet hat, scheint unter der banal-absurden Oberfläche immer auch eine harte, entbehrungsreiche Realität durch, die er kritisch beleuchtet. Seine Gedichte bedienen eine Bandbreite von der Art japanischer Haikus bis zu langen Gedichten epischen Ausmaßes.

Der Lyriker und Übersetzer Tomasz Różycki (Polen) wurde vor allem bekannt durch sein an den großen polnischen Nationaldichter Adam Mickiewicz angelehntes Poem »Zwölf Stationen«, ein Stück Heimat- und Reiseliteratur, in dem man Geschichte und Gegenwart ehemaliger polnischer Randgebiete entdeckt – und auch so manchem Fabelwesen begegnet.

Die Gedichte von C. K. Stead (Neuseeland) der auch als Romanautor, Literaturwissenschaftler und Herausgeber bekannt geworden ist, demonstrieren sprachliche Leichtigkeit, gepaart mit kreativer Disziplin, und thematisieren den persönlichen Erfahrungshorizont des Lyrikers.

Treffen junger Autoren

14.09.2011 21:00 Uhr

Collegium Hungaricum Berlin

Autoren Yevgeniy Breyger, Charlotte Busch, Olga Galicka, Marie Michael, Rick Reuther, Max Wallenhorst
Moderation Rabea Edel

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

Texte des literarischen Nachwuchses präsentiert das tja, mit dem die Berliner Festspiele seit über 25 Jahren auf der Suche nach jungen literarischen Talenten sind. Das tja steht für Begegnung der Teilnehmer: in Lesungen, in Gesprächen, in Workshops, in denen die jungen Talente an ihren Texten arbeiten. Sie werden in offener, kreativer Atmosphäre professionell betreut und in ihrem Tun bestärkt. Manchmal beginnt hier der Weg in den professionellen Literaturbetrieb.

Czesław Miłosz: Die Welt des polnischen Lyrikers

16.09.2011 22:30 Uhr

Erinnerung, Sprich

Haus der Berliner Festspiele
Seitenbühne

Sprecher Stephan Stroux, Peter Franke, Barbara Nüsse
Musiker Julia Marcell

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

Die Texte des polnischen Literatur Nobelpreisträgers Czesław Miłosz stehen »immer auf der Seite des Lebens, auch wenn er sich durch Schmerz und Gewalt durchringen muss, immer wieder findet er zu einer großen Kraft im Kämpferischen und zur Leichtigkeit des Seins«.

Die berührende und reiche Lyrik steht vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Zusammenhänge, die sein Leben zwischen 1911 und 2004 in Polen und im Exil in Frankreich und den USA geprägt haben. Gleichzeitig mit der Veranstaltung wird ein Audiobook präsentiert, das in zehn Sprachen und Ländern als eine der kulturellen Initiativen zur EU-Präsidentschaft von Polen erscheint.

Aga Zaryan: Konzert mit Kompositionen zu Gedichten von Czesław Miłosz

17.09.2011 20:00 Uhr

Haus der Berliner Festspiele
Große Bühne

Musiker Aga Zaryan

Preis 12 Euro / ermäßigt 10 / Schüler 8

Die international renommierte und vielfach ausgezeichnete Jazzsängerin interpretiert in ihrem Konzert Gedichte des polnischen Literaturnobelpreisträgers Czesław Miłosz, den Joseph Brodsky als den größten Dichter unserer Zeit bezeichnet hat, sowie Gedichte von Anna Świrszczyńska, Denise Levertov und Jane Hirshfield. Ihr Musikprojekt »Księga Olśnień« zeigt vor allem die menschlichen Seiten des Lyrikers, dessen Werke für die Sängerin prägend waren.

8. September 2011

39. internationales literaturfestival berlin

Aus dem Programm des internationalen literaturfestivals berlin

Poetry Night I

08.09.2011 20:00 Uhr

Literaturen der Welt
Fokus Asien-Pazifik

Haus der Berliner Festspiele
Oberes Foyer

Autoren Ludwig Fels, Ken Babstock, Wolfgang Kubin, Kate Camp
Moderation Silke Behl
Sprecher Friedhelm Ptok Marie Löcker

Preis 6 Euro / ermäßigt 5 / Schüler 4

Die Prosa und Lyrik des »Arbeiterschriftstellers« Ludwig Fels (Deutschland) ist ohne jede Zugehörigkeit zu einer bestimmten Ideologie geprägt von Pointiertheit und Sprachgewalt, mit der er seinen Protest gegen jegliche Form von Unterdrückung und seine Überzeugung von der Veränderbarkeit der Welt zum Ausdruck bringt.

Ken Babstock (Kanada) besticht bei aller Naturverbundenheit, die vor allem in seinen frühen Gedichten zum Ausdruck kommt, durch seine Vielseitigkeit in der Wahl von Themen und Formen. Er nimmt die kleinsten sinnlichen Details wahr und gibt den Dingen einen prägnanten, elegischen und geheimnisvollen Ausdruck.

Der Lyriker, Sinologe, Übersetzer und große Vermittler zwischen Deutschland und China Wolfgang Kubin (Deutschland) widmet sich in seinem lyrischen Schaffen der Verflechtung von östlicher und westlicher Perspektive in dem Versuch, das universell Menschliche in sprachlichen Formen fassbar zu machen und eine Heimat in den Wörtern zu finden.

Mit ihrem ersten Sammelband »Unfamiliar Legends of the Stars« gewann die Lyrikerin und Essayistin Kate Camp (Neuseeland) den Jessie Mackay Award bei den Montana New Zealand Book Awards 1999. Ihre Gedichte zeichnen sich durch einen hohen technischen Anspruch und eine düstere, feinsinnige Bildsprache aus.

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4. August 2011

19. Ian Wedde ist Neuseelands Poet Laureate

Einsortiert unter: Englisch, Neuseeland — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 20:23

Der Dichter und Wissenschaftler Ian Wedde wird dritter Poet Laureate von Neuseeland für die Jahre 2011-2013. Wedde lehrt an der Universität Auckland und gehört zu den Gründern des NZ Electronic Poetry Centre.

Er veröffentlichte 14 Gedichtbände, darunter den Bestseller The Commonplace Odes (AUP, 2002).

Der New Zealand Poet Laureate Award wurde 2007 begründet als Nachfolger des Te Mata Poet Laureate Award. Es soll Autoren würdigen, die Herausragendes zur neuseeländischen Lyrik beigetragen haben. Der Poet Laureate erhält ein Jahresgehalt von $50,000 und einen speziellen Tokotoko (Maori-Spazierstock), der Amt und Status symbolisiert. Seine Manuskripte und Publikationen werden im  National Digital Heritage Archive der Nationalbibliothek und in der Alexander Turnbull Library gesammelt. / voxy.co.nz

1. Januar 2011

3. Gestorben

Einsortiert unter: Englisch, Neuseeland, USA — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 19:11

Im Alter von 65 Jahren starb die Aktivistin, Verlegerin und feministische Lyrikerin Susan Bright aus Austin, Texas. /Austin American Statesman 30.12.

In Neuseeland starb der Autor und Philosoph Denis Dutton (66), Gründer des Webportals Arts and Letters Daily. / Los Angeles Times

6. Juni 2010

31. Verdienter Genosse

Einsortiert unter: Englisch, Neuseeland — Schlagworte: , — lyrikzeitung @ 20:10

Der neuseeländische Dichter Sam Hunt liebt es, die Geburtstagsehrung der Queen mit seiner Liebe zu einem berühmten chilenischen Dichter in Zusammenhang zu bringen: sie beide seien nun “Genossen”.

Hunt wurde für seine Verdienste um die Poesie Mitglied des Neuseeländischen Verdienstordens  (New Zealand Order of Merit).

“Genosse” nennt er sich nach Pablo Neruda, an dessen Grab die Trauergäste 1973 aus Protest gegen Chiles Militärdiktatur “Genosse Pablo Neruda” riefen.

“Ich bin Genosse. Ich weiß nicht, was man im Buckingham Palace davon hält, aber das bin ich: Genosse”, sagte Hunt.

Der hochgewachsene Mann ist einer der bekanntesten Dichter unseres Landes.

Hunt veröffentlicht seit über 40 Jahren, und der Verdienstorden folgt des Königlichen Verdienstmedaille, die er 1986 erhielt. / New Zealand Herald

28. August 2009

069. Alistair Te Ariki Campbell

Einsortiert unter: Englisch, Neuseeland, Südsee — Schlagworte: , , — lyrikzeitung @ 15:34

Er war einer der wichtigsten Autoren Neuseelands und des Südpazifik, schreibt der Guardian, und sein südpazifisches Erbe beeinflußte sein Werk. Der Autor, der jetzt mit 84 Jahren starb, veröffentlichte mehr als 20 Gedichtbände sowie Stücke und Prosa. Er wurde auf Tongareva (Penrhyn Island) geboren, dem größten Atoll der Cook Islands. Sein Vater war ein Neuseeländer schottischer Herkunft, der im Südpazifik Zuflucht vor den Traumata des ersten Weltkrieges suchte. Mit seiner Mutter, Tochter einer Rarotonga-Häuptlingsfamilie,  erlebte Alistair eine paradiesische Kindheit an den “warmen mütterlichen Wassern des Korallenmeers”, aber die endete abrupt, als die Mutter mit 28 an Tuberkulose starb. Der Vater begann zu trinken und starb ein Jahr später “an gebrochenem Herzen… Mama rief ihn und er folgte ihr”. Er kam nach Neuseeland zu einer Großmutter, aber durch die Folgen der Depressionszeit konnte sie die Familie nicht ernähren, und er kam ins Waisenhaus. Penrhyn Maori war seine Muttersprache. Er lernte schnell Englisch und hatte Erfolg in der Schule, aber die Schatten verließen ihn nicht mehr. 1943 begann er in Otago zu studieren, doch nach einem Zusammenbruch kam er nach Wellington. Dort schloß er sich einer rebellischen Gruppe junger Autoren an, die als die Wellingtongruppe bekannt wurde. Der Dichter  James K Baxter begrüßte seinen ersten Gedichtband “Mine Eyes Dazzle” (1950) als “ein Gründungsereignis der neuesten neuseeländischen Dichtung”. 1952 heiratete er die Lyrikerin Fleur Adcock, mit der er zwei Söhne hatte. Die Ehe scheiterte, und 1958 heiratete er die junge Schauspielerin Meg Anderson. Nach der Geburt von drei Kindern erkrankte sie an postnataler Depression. 1960 erlitt er selbst einen weiteren Zusammenbruch. / Paul Millar, Guardian 24.8.

Fleur Adcock in L&Poe:

2006    Mai    #3.    Queen’s Gold Medal for Poetry
2007    Sep    #51.    American Life in Poetry: Column 129
2008    Jun    #64.    Eine Frau soll her

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