Die Ingolddebatte geht weiter. Paul-Henri Campbell schreibt bei Fixpoetry, kleiner (!) Auszug:
Warum sollte ein Urteil, das auf einer schnöden philologischen Dressur basiert, geeigneter sein, um die Güte eines literarischen Werkes zu bestimmen, als Urteile, die aus alternativen Rezeptionshaltungen gewonnen werden und daher diese Texte innerhalb eines anderen Wertekanons beurteilen?
Wie begründet Ingold seine Anmaßung, dass z.B. Stilkritik ein besseres Kriterium sei als eine wie auch immer verstandene Authentizität? Ich finde beide Kriterien beispielsweise lächerlich, unproduktiv und, um es kurz zu machen: als vorbei.
Ich schlage daher nur ein einziges Kriterium vor: Die Maßgabe jedem Erzeugnis, das sich als Literatur verstanden wissen will, etwas abzugewinnen, selbst dann wenn es nur eine einzige Seite, ein einziges Gedicht, eine einzelne Zeile wäre. Es ist – angesichts der Unmenge an peinlichen künstlerischen Versuchen – viel schwieriger etwas Wertvolles in bestimmten Werken zu finden. Aber jede Kritik, jedes literarische Verdikt verhandelt auch die Sache der Literatur mit. Ich glaube, dieses Kriterium leistet entscheidendes: Es verhindert, voreilig expressive Tätigkeit abzutun.
Und wissen wir nicht, dass es möglich ist, jedes literarische Werk je nach Zitatlage zu loben oder zu verdammen? Wie sollte ein Kanon an angeblich objektiven Kriterien vor der Maßlosigkeit eines unvermeidbar subjektiven Kritikers vorbeugen? Es geht hier um Verantwortung, nicht um Maßstäbe.
Das schlechte literarische Kunstwerk, das vielleicht keins ist. In diesem Zusammenhang ist es wichtig einzusehen, dass auch das, was für minderwertige Literatur, für Kitsch, für Schund, für reinen Realismus gehalten wird, eine wichtige und notwendige Erfahrung ist in der Entwicklung einer ästhetischen Gefühlsprägung.
Ich argumentiere per Analogie. Den vergangen Sommer verbrachte ich in einem staubigen Kunst-Depot am Mittelrhein, wo ich unzählige unbedeutende Barockskulpturen inventarisierte. Es war außerordentlich schlechter Barock, sogenannter Bauernbarock, der mit schlecht gewichteten Proportionen, unmöglichen Faltenwürfen und rissig-dürftig aufgetragener Fassung in jeder Dorfkirche die Schauer der Andacht verstärkt.
Danach fuhr ich nach Paris und sah Nicolas-Sébastien Adams Prometheus in Ketten. Die Fallhöhe zwischen dem Bauernbarock und dieser Arbeit war – als Differenzerfahrung – umwerfend. Sie wäre aber ohne die Dürftigkeit der unbekannten Bildhauer zu sehen, die sich ehedem irgendwo im Westerwald stümperhaft abmühten, sie genau zu sehen, weniger intensiv gewesen.
Mit anderen Worten: Es lohnt sich auch schlechte Gedichte zu lesen. Wir brauchen Referenzbeispiele, um urteilen zu können, um dem Urteil gewahr zu werden, das sich in unserem Inneren aufdrängt, sooft wir ein neues Gedicht lesen, nachdem wir bestenfalls zuvor 10.000 andere gelesen haben.
Es lohnt sich schlechte Gedichte zu lesen, um die Differenz zwischen trübem Unvermögen, verzweifeltem Bemühen, bloßem Talent und der Gnade zu begreifen. Anders geht es nicht.
»Kleine Rezensenten«. Der Großinquisitor favorisiert Expertendiskurse. Spätestens aber seit Michel Foucault wissen wir auch, wozu monopolisierende Expertisen führen können, wie sie Missbrauch legitimieren können, wie sie eine Korrektur der Irrtümer des Establishments vereiteln, wie sie in Tyrannei gipfeln können.
Wieder eine Analogie: Foucault untersucht in Geburt der Klinik, wie sich der medizinische Diskurs im 17. Jahrhundert konstituiert bzw. institutionalisiert, wie sich dort Institutionen der Legitimation und eine Verwaltung sowie Akkreditierung von Wissen als medizinisches Wissen herausbilden und durchsetzen.
Mit Foucault können wir heute begreifen, wie medizinischer Diskurs Herrschaft ausübt, über die gesundheitliche Verfassung des menschlichen Körpers. Gewiss: Experten schützen uns vor Scharlatanerie, sie professionalisieren und heben bis zu einem bestimmten Grad den Goldstandard des Wissens; gleichwohl können wir auch sehen, wie sich in der Gegenwart die Penetranz von medizinischem Wissen ins Gegenteil von Gesundheitspflege verkehrt. Ließe sich nicht, das, was wir am medizinischen Körper feststellen, auch auf den literarischen Corpus übertragen?
Beraubt nicht eine pseudoprofessionalisierte Literaturkritik, die Diskursivität der Literatur von ihrem lebenserhaltenden Esprit? Und: Woher nimmt Ingold den Glauben, dass kenntnisreiche Literaturkritik gleichzeitig auch bessere literarische Werke ermöglicht?
Nehmen wir ein Beispiel aus den Kreisen der angeblichen »Großkritiker«: etwa Heinrich Detering, ein Mann, der mit den »Kriterien« dessen, was Ingold »Qualitätssicherung« nennt, vertraut sein dürfte. Ist sein dichterisches Werk angesichts seiner verdienten kritischen Auseinandersetzung mit Literatur daher qualitätsvoller? Nein. Es ist ein selbstgefälliger Akt der Barbarei.
Wir müssen nicht Orientierung im Dschungel der unzähligen Publikationen liefern, indem wir angeblich Lesenswertes von Nichtlesenswertes scheiden; wir müssen nicht die verlängerte PR von Verlagen sein; vielmehr scheint es dringlich, die Kluft zu überbrücken, die zwischen avancierten zeitgenössischen literarischen Konzepten klafft und einer Öffentlichkeit, in der sich ein gewisser Traditionsabbruch bzw. ein romantisch-expressionistischer-bürgerlicher Rückstand hinsichtlich literarischer Erzeugnisse der Gegenwart unmissverständlich ist; es geht darum, um eine Öffentlichkeit zu kämpfen, in der jene ästhetische Erfahrung, die die Literatur ist, sonst erlischt.
Ein wichtiger Essay von Paul-Henri Campbell auf Fixpoetry, hier ein paar Auszüge:
(…) Enttäuscht von halbherzigen offiziösen Unternehmungen durch verwaltete Kultur interkulturellen Austausch herzustellen, begründet der syrische Lyriker [Fouad El-Auwad] 2005 in München den ›Deutsch-Arabischen Lyrik-Salon‹.
An den ersten Veranstaltungen im Literaturhaus München nahmen namhafte Schriftsteller und Intellektuelle teil – wie Adonis, Fuad Rifka, Raoul Schrott sowie die Joachim-Ringelnatz-Preisträgerin Ulrike Draesner und der Lyriker Ludwig Steinherr.
Das Konzept ist denkbar einfach: Das Medium der Begegnung ist die Sprache. Als syrischer Christ weiß Fouad El-Auwad, wie stark die europäische Perspektive auf seine Muttersprache geprägt wird von der Annahme, alles Arabische sei synonym mit dem Islam.
Er übersetzt die deutschen LyrikerInnen ins Arabische und die arabischen LyrikerInnen ins Deutsche. Auf diese Weise entstanden bisher fünf umfangreiche Anthologien, die als Dokumente dieser Begegnungen bestehen bleiben – jüngst die Sammlung »die Kerze brennt noch« (2014).
So ist Fouad El-Auwad bemüht den ›deutsch-arabischen Lyrik-Salon‹ im Geiste eines offenen Forums zu gestalten, worin zum Beispiel arabisch schreibende Juden neben deutschschreibenden Muslimen oder auf dieser oder jener Sprache schreibende Christen treffen, um sich über die künstlerischen, politischen und kulturellen Möglichkeiten und Bedingungen ihrer Poesien auszutauschen.
Beschaut man die Gästeliste, die sich über die Jahre hin stetig verlängerte, findet man zahlreiche Namen von bedeutenden Lyrikern sowohl aus dem arabischsprachigen Raum als auch aus dem deutschsprachigen Raum.
Neben Adonis besuchten beispielsweise die Dichterin und Filmemacherin Nujoom Ghanem aus Dubai den Salon oder die Marokkanerin Aisha Bassry, über die die Zeitschrift ›World Literatur Today‹ einmal gesagt hat, sie sei die hoffnungsvollste Stimme aus Nordafrika. Oder der Dichter und international bekannte Professor für arabische Literatur der Universität Rabat Mohamed Bennis. Die Liste der arabischen Autoren ist lang und umfasst auch Größen wie Fatima Mohamad, Maram Massri und viele andere mehr.
Aus Deutschland nahmen etwa Teil Reiner Kunze, der zahlreiche Auszeichnungen für sein Werk erhalten hatte, darunter nicht nur der Friedrich-Hölderlin-Preis, sondern auch das Bundesverdienstkreuz; oder der Münchner Autor von 16 Gedichtbänden und Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste Ludwig Steinherr; sowie Ulrike Draesner, deren neuer Roman ›Sieben Sprünge vom Rand der Welt‹ kürzlich für den Frankfurter Buchpreis nominiert worden war und gleichfalls mit Fragen von Identität und Herkünftigkeit ringt.
Der Lyrik-Salon hatte aber auch immer ein Ohr für die Zwischentöne, für alle Autoren, die zwischen den Kulturen schreiben, wie etwa den Lyriker Richard Dove, der Enzensberger, Michael Krüger und viele andere deutsche Autoren ins Englische übersetzt hatte. Oder die in Aachen lebende tschechische Autorin Klára Hůrková, die in Frankfurt lebende Türkin Safiye Can, die Rumänin Francisca Ricinski und viele andere international wirkende Autoren. (…)
Der deutsch-arabische Lyrik-Salon ist daher ein Phänomen, das für die Literaturgeschichte der Gegenwart in Europa kennzeichnend ist. Er ist eben das, was die Signatur unserer Zeit wird. Es ist notwendig zu begreifen, dass Deutschland (und viele Teile Europas) gegenwärtig eine Phase in seiner Entwicklung vollzieht, die die Vereinigten Staaten von Amerika, England oder andere Kolonialmächte sehr viel früher erlebten.
Deutschland ist ein Schmelztiegel der Kulturen (geworden). Verspätet. Lange ohne die tatsächliche tiefgreifende Veränderung der Gesellschaft anzuerkennen, ohne diese unumkehrbare und bereichernde Veränderung zu sublimieren und sie stattdessen als bloße »Einwanderung« abzutun und zu »diskutieren«, sie als etwas, das der Justierung an eine vermeintliche Leitkultur »noch« ermangelt, kleinzureden. (…) / Paul-Henri Campbell, Fixpoetry
Klaus Menapace (1954–1990) war ein Südtiroler Dichter. Seit Mitte 70er Jahre schrieb er in einer unter dem Einfluss von Autoren wie Erich Fried, Christoph Meckel, Ernesto Cardenal und N. C. Kaser entwickelten, aber bald sich verselbständigenden Sprache Texte von bemerkenswerter Tiefe und Ausdruckskraft. Wo man ihn kannte, vergaß man ihn zu Unrecht.
Essay von Zeno Bampi jr. bei Signaturen
Eins seiner Gedichte (mehr im Essay enthalten):
Verführung
spätabends kommt sie: Traurigkeit / alte Freundin setzt zu mir sich schaut über die Schulter mir während ich schreibe raucht trinkt aus meinem Glas / wird ungeduldig drängend umarmt mich zieht aus mich & legt ins Bett sich zu mir & in mich dringt ein sie & ich falle versinke
(…) Daher gilt es als erwiesen, dass Homer der ältere, ja der ursprüngliche Dichter ist, der dann mit elegantem Zirkelschluss wieder zum besseren verklärt werden kann. Diese Einschätzung hat sich hartnäckig erhalten, auch wenn natürlich immer wieder Stimmen laut geworden sind (etwa die von Martin L. West), die mit guten Gründen für die Priorität Hesiods eintreten.
Doch genau hier liegt das Problem. Denn an dieser Diskussion scheint Schrott überhaupt nicht gelegen zu sein. Statt eine Diskussion anzuregen, versucht er, alle Fragen allein und abschließend zu klären – oder sich wenigstens den Anschein zu geben, alle Fragen abschließend geklärt zu haben; dafür allerdings muss er in die Maske des Scharlatans schlüpfen und das, was ein hervorragender und anregender Essay hätte sein können, mit allerlei fadenscheinigen Halbgelehrsamkeiten bemänteln. Die sind dann bisweilen schlicht falsch, manchmal überflüssig und nicht selten ärgerlich. (…) / Dirk Uwe Hansen, Signaturen
Hesiod: Theogonie. Übersetzt und erläutert von Raoul Schrott, München (Hanser) 2014. 224 Seiten. 19,90 Euro.
Überhaupt schreibt Sabine Scho Lyrik fürs Auge. Neben den Fotos, die auch in ihrem neuesten Band Tiere in Architektur von 2013 eine wichtige Rolle spielen, produzieren ihre Gedichte Bilder im Kopf, indem sie sehr erzählend, mehr noch beschreibend verfahren.
Das erste Tier, das kam, wann ich wollte, war ein
Kamel, die Oberlippe gespalten.
Trauerbuche Europa titelte der Baum vor seinem Quartier. Es rutschte auf den Vorderläufen langsam
die Kuppe herab, wenn es mit seinen geteilten Lippen
aus meiner Hand tastend die Eicheln fraß. Seltsame
Früchte, die auf seinem Planeten nicht wuchsen.
(„DAS ERSTE TIER“, in: Tiere in Architektur)
Doch es bleibt nicht bei der Beschreibung von Autos, Tieren und Begebenheiten. In fast allen Gedichten, die Sabine Scho vorstellt, sind die ersten Zeilen nur ein Aufgalopp für einen philosophisch essayistischen Ritt entlang an abstrakten Begriffen, die lyrisch erfahrbar werden. In Tiere in Architektur ist den Gedichten noch ein „richtiger“ Essay vorangestellt, der die Fragen aufwirft, die man Architektur für und um Tiere stellen kann. Diese Fragen werden auf den folgenden knapp fünfzig Seiten in den Gedichten fortgeführt und durch die Fotos, die die Autorin selbst gemacht hat, veranschaulicht ohne beantwortet zu werden. Ohne jeden missionarischen Gestus wird hier erläutert, welche Zookonzepte es gibt, was das überhaupt für eine merkwürdige Idee ist Ausstellungsgebäude für Tiere zu errichten, welche theoretischen Überlegungen den architektonischen Erwägungen vorausgehen – und welche Emotionen die Betrachtungen von ‚Tieren in Architektur’ auslösen. / Lisa Eggert, literaturkritik.de
Jean Krier äußerte gegenüber Freunden, er sei dem Tod mehrfach »von der Schippe gesprungen«. Dies erfüllte ihn wohl mit einer Art trotzigem Stolz, der sowohl seine Ironie als auch seine Achtung vor dieser Gemarkung des Lebens trug.
Der Chamisso-Preisträger hatte zuvor schwere medizinische Eingriffe am Herzen und der Leber überlebt. Sein Gedichtband »Eingriff, sternklar« präsentiert nun Gedichte aus letzter Hand. Er wird herausgegeben von dem Literaturkritiker Michael Braun.
»Eingriff, sternklar« zeigt auf dem Cover eine verfremdete Ultraschallaufnahme des Herzens des Dichters, wie schon sein vorletzter Band ›Herzens Lust Spiele‹ (Poetenladen Leipzig 2010) getan hatte. / Paul-Henri Campbell bespricht den Band bei Fixpoetry
Jean Krier · Michael Braun (Hg.)
Eingriff, sternklar
Gedichte aus dem Nachlass
poetenladen
2014 · 88 Seiten · 17,90 Euro
ISBN: 978-3-940691-61-3
Der französische Dichter Bernard Heidsieck starb am 22. November. Gilles Ivain, in dessen Blog ich die Nachricht fand, schreibt:
Bernard Heidsieck war zweifellos einer der großen Dichter des 20. Jahrhunderts. In den 50er Jahren, als es um die Dichtung traurig stand, entschloß er sich zusammen mit anderen, an einer aufrechten* Poesie zu experimentieren, einer Poesie, die aus der Seite heraustritt, einer auf die eine oder andere Weise performierenden Poesie (obwohl er dieses Wort immer ablehnte).
Mit Henri Chopin, François Dufrêne, Brion Gysin oder Gil J Wolman war er ein Pionier der Lautpoesie, der poèsie sonore. Natürlich waren historisch gesehen DADA, Ball und Schwitters oder auch Antonin Artaud auf diesem Weg der Grenzüberschreitung vorangegangen. Lautpoesie ist Poesie in Aktion, unter anderem Nebenprodukt bestimmter musikalischer Experimente beim Auftauchen der Magnettonbänder.
Bei Wikipedia englisch, französisch, polnisch, portugiesisch
Heidsieck im Lyrikposter hier und hier
Bernard Heidsieck „Sans titre“, sérigraphie triple page
*) alternativ vielleicht: wahrhaftigen; konkreten; einer Poesie im Stehen
Natürlich kann man mit Bibelversen immer noch Originelles sagen. Der Sozialphilosoph Max Horkheimer ließ am jüdischen Friedhof in Bern den schlichten Vers 1 von Psalm 91, der sich dort auf der Grabplatte seines Vaters Moritz befindet, genau symmetrisch durch Vers 9 auf seinem Grab ergänzen. So kehrte der große Marxist im symbolischen Jenseits in die Familientradition zurück.
Meist aber sprechen religiöse Worte auf Friedhöfen ins Leere. Der Feuilletonist Louis-Sébastian Mercier zog die Konsequenz vieler Humanisten und dichtete seinen Grabspruch selber: „Menschen aller Länder, beneidet mein Geschick: / Zur Welt gekommen als Untertan / Liegt mein Grab in einer Republik.“ Die Worte „Nun, o Unsterblichkeit“ stehen auf Heinrich von Kleists Grabstein. Sie stammen aus den Abschiedsversen seines Prinzen Friedrich von Homburg in dem gleichnamigen Schauspiel, und zwar unmittelbar vor der Hinrichtung.
Gelegentlich blitzte auch im 19. Jahrhundert der Humor noch einmal auf. „Wandrer, zieh doch weiter, / denn Verwesung stimmt nicht heiter“, dichtete der 1854 an der Cholera verfallene Niederösterreicher Ferdinand Sauter in eigener Sache. / Wolfgang Koch, Der Standard
Auch der Wattenscheider Dichter Dr. Artur Nickel hat viel für Sappho übrig und hat aufgezeigt, als der Greifswalder Freiraum-Verlag poetische „Antworten auf Sappho von Mytilene“ suchte. „Man bewegt das Thema eine Weile und guckt: Passt das zu dem, was man schreibt, gibt es da Ansatzpunkte?“, erklärt Nickel sein Vorgehen. Bei Sappho scheint er einen Ansatz gefunden zu haben. Das Ergebnis ist jetzt im Sammelband „Muse, die zehnte. Antworten auf Sappho von Mytilene“ zu lesen.
/ Sapphische Verse zum Jubiläum | WAZ.de
Der Sammelband „Muse, die zehnte. Antworten auf Sappho von Mytilene“, herausgegeben von Michael Gratz und Dirk Uwe Hansen, ist ab dem 1. Dezember im Buchhandel erhältlich. 110 Seiten. 14,95 Euro. ISBN: 978-3-943672-50-3
Literaturprojekte für das Jahr 2015
Pressemitteilung des Berliner Senats vom 24.11.2014
Auf Empfehlung einer Fachjury (Annette Kusche, Christiane Kussin und Katarzyna Zorn) hat die Kulturverwaltung des Berliner Senats für acht Literaturvorhaben Fördermittel in Höhe von insgesamt 59.300 € zur Verfügung gestellt.
Folgende acht Vorhaben werden gefördert:
• ausland projekt archiv e.V.: Schwärzer als Schwarz – Black Metal revisted & decomposed
• Brückeverbindet e.V.: Shut up & Sign/Speak
• Meike Büttner: Social fiction
• Thomas Köck: RealFiktionen
• Kabeljau & Dorsch – Lesereihe für junge Literatur
• KOOK e.V.: CLOUDPOESIE – Dichtung für die vernetzte Gesellschaft
• Katharina Schlender: PLUNDERN
• Kurt-Tucholsky-Gesellschaft e.V: Verirrte Bürger? Tucholsky und der Weltbühnenkreis
Die Literaturprojekte werden seit 2008 einmal im Jahr durch eine jährlich wechselnde Jury vergeben.
Um Friederike Amalie von Gehren (1769 – 1819) geht es in Teil 24 der Serie „Starke Frauen in Mittelhessen“. / mittelhessen.de
FLUMEN sound – Alessandra Eramo, Stella Veloce, Neele Hülcker
A sound performance night + 7″ record release
The three Berlin based sound artists / composers Alessandra Eramo, Neele Hülcker and Stella Veloce will use the Atrium of the museum FLUXUS+ to present their new performance works. These performances range from seven vocal variations based on Luigi Russolo’s Futurist Manifesto „The Art of Noises“, a mutant choral solo piece to a sound action, inspired by marketing strategies of the international music business.
+
This sound performance evening will also see the release of ROARS BANGS BOOMS, a limited edition 7“ vinyl by Alessandra Eramo. It is her vocal interpretation of a selection of eight onomatopoeic words taken from „The Art of Noises“
– Out on Corvo Records.
www.fluxus-plus.de/klangperformances-flumen-sound.html
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Alessandra Eramo
Roars Bangs Booms – 7 Variationen für Stimme und Lautmalerei
Thunder, Whistles, Booms, Grumbles, Snorts…
These onomatopoeic words recall the different sounds of the modern industrial landscape. As part of the Manifesto of Futurist Music „The Art of Noises“ by Luigi Russolo, they are the starting point of this performance work: 101 years later I have written seven variations for human voice in which noise not only becomes a Leitmotiv in music, but it also turns into musical material itself. I embody these noises, I hear them, I perceive them as urban soundscapes of the present, I transcribe these sounds in drawing and interpret them with my voice and with my body in order to reveal their beauty, while playing with the expectation and imagination of the audience.
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Neele Hülcker
Copy!
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My equipment is my choir. I’ll be a choir that clings to my lips. I’m trying to mutate, it will not succeed. I’m trying to remember, my choir will anticipate.
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Stella Veloce
Statistik
Can a music business market research become a creative tool for a sound action?
I have a friend who plays in a famous German pop band with a major label contract. He told me that this label before the release of their latest album, has a conducted a market research about the expectations of the audience in order to involve them in the production process. I wondered then whether and how this method can be used in the composition of new music. A questionnaire…? This Performance addresses the question of what the audience of sound art expects.
BIO
Alessandra Eramo is a German-Italian sound artist and vocalist. She studied visual arts, performance and experimental music at the Academy of Fine Arts of Milan and Stuttgart and at the University of Venice. She creates performances and compositions as well as videos and installations, investigating the relationship and tension between vocality, orality and writing. Her main instrument is the voice which she radically extends to reveal a personal, visceral and archaic language. Combining voice, sound, noise, field recording, drawing, gestures and text, her work takes on hybrid forms between electroacoustic music and performance art. International performances and exhibitions a.o. at 54th Venice Biennale – Padiglione Italia nel Mondo, Galerie Haus am Lützowplatz Berlin, Liverpool Biennial 2012, Sonic Circuits Festival Washington DC, Lyd + Litteratur Festival Aarhus, torna Istanbul. In 2010 she co-founded the Vinyl & Sound Art Label Corvo Records in Berlin, where she lives and works.
Stella Veloce is a Sardinian-born multi-instrumentalist and composer whoi lives and works in Berlin. After her cello studies she is currently studying composition at the University of the Arts in Berlin. In her solo performances she uses cello, guitar and various sample and effects pedals to generate layers of seductive chaos and relentless lullabies. Numerous collaborations with singer-songwriters, video artists, dancers and other instrumentalists and ensembles. As a composer Stella Veloce works for radio, theater and dance productions and with various ensembles for contemporary music.
The Hamburg-born composer Neele Hülcker is working in areas of performance, sound art, musical theater, instrumental and electronic music. She studied composition with Dieter Mack and Harald Muenz in Lübeck, with Tapio Nevanlinna in Helsinki and Franz Martin Olbrisch and Manos Tsangaris in Dresden. She makes others play and plays herself various electric and non-electric devices. She creates situations, actions, intervention and installations. She works with Eva Zöllner, Frauke Aulbert, Carola Schaal, Astrid Schmeling, DuoLUXA, ensemble radar, mam. Manufacture of contemporary music, ensemble ascolta ensemble garage. Performances at Wittener Tagen für neue Kammermusik, Blurred Edges Festival Hamburg, Klangwerkstatt Berlin, eigenarten Festival Hamburg. 2014 Berlin-Stipendium der Akademie der Künste, 2012 Carl-Maria-von-Weber-Stipendium, Dresdner Stiftung Kunst & Kultur. She lives and works in Berlin.
auch wenn du jetzt stirbst, bist du noch lange nicht tot
Hansjürgen Bulkowski
Die Vorjury – Helwig Brunner (AT), Martin Fibiger (CZ), Martina Hefter (D), Tereza Riedlbauchová (CZ), Michael Spirit (CZ) und Michael Wüstefeld (D) – hat zehn Kandidatinnen und Kandidaten für die Endrunde zum Dresdner Lyrikpreis 2014 ausgewählt.
Gewinnerin des Dresdner Lyrikpreises 2014 ist Lea Schneider.
Den Publikumspreis erhielt Thilo Krause.
Mitglieder der Hauptjury
Das SIGNUM-Sonderheft zum Wettbewerb ist ab sofort im Literaturhausshop erhältlich.
Die diesjährigen Finalisten waren:
KERSTIN BECKER, geboren 1969 in Frankenberg/Sa., war unter anderem Schriftsetzerin, Friedhofsgärtnerin und Insulanerin, bevor sie sich ganz der Literatur verschrieb. Heute lebt sie als Lyrikerin, freie Autorin und Lektorin in Dresden. Sie hat bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Ihr Einzelband „Fasernackte Verse“ erschien 2012 im Fixpoetry Verlag, Hamburg (jetzt Horlemann). Ihr neuer Gedichtband wird im Frühjahr 2016 in der Edition Azur erscheinen. Im Rahmen des „Ohana“ Projekts von Ruth Habermehl fanden sich ausgewählte Gedichte Beckers in Leipzig in Gedichtautomaten. Im Kunsthof Gohlis in Dresden ist Becker Mitinitiatorin und Editorin der Lyrik-Freiluftgalerie „Gedichte im Wind“. Sie gewann unter anderem den zweiten Preis des Lyrikpreis München 2013, im Jahr 2014 erhielt Becker bereits ein Stipendium der Kulturstiftung Sachsen in der „At Home Gallery“ in Šamorín / Slowakei und war für den Lyrikpreis Meran nominiert.
MIROSLAV ČERNÝ wurde im mährisch-schlesischen Opava geboren, wo er bis heute lebt. Nach dem Abitur studierte er Englisch und Tschechisch an der Universität in Ostrava, wo er zurzeit als Dozent für nichtslawische Sprachen und Literaturen arbeitet. Neben einer Reihe von Fachtexten veröffentlichte er vier Gedichtbände, zwei Reiseberichte und einige Übersetzungen. Als Herausgeber beteiligte er sich an der Vorbereitung der Gesamtedition des bedeutenden tschechischen Sprachwissenschaftlers Jan Firbas. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.
MILAN DĚŽINSKÝ, 1974 in Kyjov geboren, ist Dichter, Übersetzer und seit 2010 Stadtverordneter in Roudnice nad Labem, wo er auch lebt. Er absolvierte ein Lehramtsstudium (Tschechisch und Englisch) an der J. E. Purkyně-Universität in Ústí nad Labem. Dort begann er bereits Mitte der 1990er Jahre mit der Gründung einer Studentenzeitschrift literarisch aktiv zu werden. Er veröffentlichte bereits mehrere Gedichtbände, zuletzt „Přízraky“ („Trugbilder“, 2007) und „Tajný život“ („Geheimes Leben“, 2012). Von der Kritik wurden diese sehr positiv aufgenommen, einige wurden für den Literaturpreis Magnesia Litera für Lyrik nominiert. Milan Děžinský übersetzt mehrere Autoren aus dem Englischen. Seine Gedichte, Rezensionen und Übersetzungen wurden in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Regelmäßig erscheinen seine Gedichte im Jahrbuch der besten tschechischen Gedichte des Verlages Host.
RADEK FRIDRICH, geboren 1968 in Děčín, ist Dichter, bildender Künstler, Autodidakt, Übersetzer und Kritiker. Er studierte Bohemistik und Germanistik in Ústí nad Labem, wo er zwischenzeitlich auch lehrte. Zurzeit unterrichtet er in Děčín an der Fachschule für Gesundheitswesen. Im Jahr 2008 veröffentlichte er seine Übersetzungen deutscher Sagen aus dem Gebiet um Děčín: „Modroret“ („Blaulippe“). Seine Lyrik publizierte er in verschiedenen Zeitschriften und mehreren Gedichtbänden. Die Texte wurden ins Deutsche, Polnische, Englische, Kroatische, Bulgarische, Französische und Slowenische übersetzt. Zuletzt erschienen seine Gedichtbände „Krooa krooa“ (2011), ausgezeichnet mit dem Magnesia Litera Preis 2012 für Poesie und „Nebožky/Selige“ (zweisprachig, 2011).
MARIE ILJAŠENKO wurde 1983 im ukrainischen Kiew, in einer Familie mit tschechisch-polnischen Wurzeln geboren. Sie studierte Komparatistik an der Karls-Universität in Prag, wo sie derzeit ihre Promotion beendet. Außerdem ist sie als Übersetzerin und Zeitschriftenredakteurin tätig. Sie hat bislang Gedichte, Prosa und Essays in Tschechien und der Slowakei veröffentlicht. In diesem Jahr wird ein eigener Gedichtband erscheinen. Sie lebte einige Zeit in Polen und jetzt wieder in Prag. Zu Hause fühlt sie sich im gesamten Mitteleuropa.
LENKA JURÁČKOVÁ, 1974 in Nový Jičín geboren, studierte Tschechisch und Geschichte in Olomouc. Heute lebt sie mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt und arbeitet hier als Lehrerin für Tschechisch und Geschichte. Ihr Werk wurde bereits in den Magazinen „Host“, „Weles“ und „Psí víno“ sowie in dem Sammelband „Nejlepší české básně roku 2012“ („Die besten tschechischen Gedichte 2012“) veröffentlicht. Zuletzt erschienen von ihr die Gedichtbände „Sukně s hnědavými suky“ (2008) und „Čemeřice“ (2014).
THILO KRAUSE, geboren 1977 in Dresden, lebt mit seiner Familie in Zürich. Studium des Wirtschaftsingenieurwesens in Dresden und London, danach Promotion an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, wo er seit 2008 in der Forschung arbeitet. Im Herbst 2012 erschien sein Debüt „Und das ist alles genug“ im poetenladen Verlag (in der Reihe Neue Lyrik der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen). Für den Gedichtband erhielt er unter anderem den Schweizer Literaturpreis. 2013 wurde Krause für die Arbeit an seinem zweiten Buch mit einem Werkjahr der Stadt Zürich ausgezeichnet.
KNUT SCHAFLINGER, geboren 1951 in Graz, lebt in Hamburg und Augsburg. Nach einem Studium in Wien war er bis 1995 freier Filmemacher beim Bayerischen Fernsehen. Seither ist er bei den ARD Tagesthemen in Hamburg Redakteur und Chef vom Dienst. Als Dozent war er an der Henry-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und an der Bayerischen Akademie für Fernsehen in München tätig. Schaflinger veröffentlichte bereits in zahlreichen Literaturzeitschriften und Anthologien. Außerdem erschienen acht Einzelbände, zuletzt „Beim Verlassen des Hauses“ im Verlag Ralf Liebe (2014). Er ist unter anderem Preisträger des Lyrikpreis Feldkirch 2005.
LEA SCHNEIDER, geboren 1989 in Köln, studiert seit 2008 Soziologie und Komparatistik in Berlin, Shanghai, Taipei und Frankfurt/Oder. Sie ist Mitbegründerin des Berliner Lyrikkollektivs G13. Als Übersetzerin ist Schneider spezialisiert auf zeitgenössische chinesische Lyrik. Ihre Gedichte wurden in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht, ihr Debütband „Invasion rückwärts“ erscheint im Herbst 2014 im Verlagshaus J. Frank, Berlin. Unter anderem war sie zum Poesiefestival Berlin, zum International Poetry Festival Beijing, zum Open Mike und zum „Poet Bewegt“-Wettbewerb für junge Literatur eingeladen.
DANIELA SEEL, geboren 1974 in Frankfurt/Main, lebt als Dichterin und Verlegerin in Berlin. 2003 gründete sie mit dem Buchgestalter Andreas Töpfer den Verlag kookbooks – Labor für Poesie als Lebensform, der 2006 den Kurt-Wolff-Förderpreis erhielt. Hier erschien auch ihr Gedichtband „ich kann diese stelle nicht wiederfinden“ (2011). Zurzeit arbeitet sie an „was weißt du schon von prärie“, das 2015 bei kookbooks erscheinen wird. Sie erhielt unter anderem den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis sowie den Ernst-Meister-Förderpreis (beide 2011).
In der HAUPTJURY wirken mit:
VERONIKA DUDKOVÁ, Fachjurorin, geboren 1969 in Prag, studierte Germanistik und Nordistik in Prag, Passau und Oslo. Als langjährige freischaffende Übersetzerin überträgt sie Texte aus dem Deutschen, Norwegischen und Altisländischen (Joseph Roth, Hermann Hesse, Johannes Urzidil, Knut Hamsun u. a.). Außerdem arbeitet sie als Redakteurin und Lektorin mit führenden tschechischen Verlagshäusern zusammen. Von 2004 bis 2008 war Dudková Mitglied im Ausschuss des Tschechischen Übersetzerverbandes. 2008 bis 2010 arbeitete sie als Koordinatorin im Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, von 2010 bis 2012 war sie Mitarbeiterin der gemeinnützigen Gesellschaft Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem. Seit 2013 ist Dudková im Jüdischen Museum in Prag angestellt.
CORNELIA EICHNER, geborenes Jurymitglied, Mitglied im Ausschuss für Kultur des Stadtrates der Landeshauptstadt Dresden
PETER GEIST, Fachjuror, geboren 1956 in Greifswald, Literaturwissenschaftler, Kritiker, Essayist und Herausgeber, lebt in Berlin. Von ihm sind zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschsprachigen Literatur nach 1945 erschienen, insbesondere zur Lyrik. Dazu gehören unter anderem: „Deutsche Lyrik des 20. Jahrhunderts in Einzel- und Gruppenporträts“ (mit Ulrike Ursula Heukenkamp, 2006), „Echtermeyer. Deutsche Gedichte von den Anfängen bis zur Gegenwart“ (mit Elisabeth Paefgen, aktualisierte und erweiterte Ausgabe, 2010), zuletzt Arbeiten zur „Poesie des undergrounds“, zur postmodernen Naturlyrik und zu Volker Braun.
WANDA HEINRICHOVÁ, Fachjurorin, geboren 1968 im slowakischen Žilina, lebt seit 1988 in Prag. Sie ist Dichterin, Übersetzerin und Literaturkritikerin. Im Verlag Opus veröffentlichte sie 2008 eine Gedichtauswahl von Durs Grünbein („Lekce lební báze“). Im Jahr 2011 erschien ihr Gedichtband „Nalomenou“ im Verlag Literární salon. Gemeinsam mit Ivan Wernisch gab sie die Anthologie der besten tschechischen Gedichte des Jahres 2013 heraus, die im bekannten Verlag Host erschien.
CHRISTA MÜLLER, geborenes Jurymitglied, Mitglied im Ausschuss für Kultur des Stadtrates der Landeshauptstadt Dresden
ILMA RAKUSA, Fachjurorin, geboren 1946, studierte Slawistik und Romanistik und lebt als Autorin, Übersetzerin und Publizistin in Zürich. Zuletzt erschienen ihr Erinnerungsbuch „Mehr Meer“ (2009), das Berlin-Journal „Aufgerissene Blicke“ (2013) und der Erzählungsband „Einsamkeit mit rollendem r“ (2014). Sie erhielt unter anderem den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (1998), den Adelbert-von-Chamisso-Preis (2003) und den Schweizer Buchpreis (2009).
MANFRED WIEMER, geborenes Jurymitglied, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden
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Dresdner Lyrikpreis
Der Dresdner Lyrikpreis wird im Zweijahresturnus – immer in einem geraden Jahr – vergeben. Der Preis, der zur Förderung des gegenwärtigen poetischen Schaffens durch die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden ausgelobt wird, ist mit 5.000 Euro dotiert.
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