Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Am 6. April wird der Präsident der Französischen Republik den Dichter und homme politique Aimé Césaire (1913 – 2008) durch eine Gedenktafel im Pantheon ehren. Aimé Césaire stammt aus Martinique und studierte in Paris, wo er eine erste Zeitschrift L’étudiant noir herausgibt, in der… Continue Reading „110. Ehrung für Aimé Césaire im Pantheon“
MOMBASA ISLAND, ZWEITER JULI, MEINE LIEBSTE Yasmouni, arbeite hier seit gestern als Entwicklungshelfer, brauche Ablenkung, bevor ich Endlich wieder was mit einer Frau Anfange, zuviel Freundschaft zuletzt immer und Zuwenig Liebe, es ist immer das Gleiche, bemühe ich mich um Eine, geht sie am… Continue Reading „109. Gedicht“
Zum Tod der Germanistin Silvia Schlenstedt schreibt Georg Fülberth in der Tageszeitung junge Welt: Die junge Germanistikstudentin versuchte, wie sie sich 2004 in einem Interview erinnerte, »marxistisch zu arbeiten, ohne Lukács zu folgen«. Eine Gegenposition fand sie bei Brecht, über dessen »Svendborger Gedichte« sie… Continue Reading „108. Silvia Schlenstedt gestorben“
Im Freitag bespricht Thomas Wagner das Zeit-Projekt politische Lyrik und kritisiert es zu Recht: Nun wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn eine auflagenstarke Zeitung ein weithin wahrnehmbares Forum für politische Lyrik schüfe, so wie man es begrüßen konnte, als der Deutschlandfunk sein „Gedicht des Tages“ einführte.… Continue Reading „107. Das Ungeahnte“
Die Position des Anarchisten, der sprachliche Dekonstruktionsarbeiten verrichtet, war in der Lyrikszene nach dem Tod Thomas Klings lange vakant. Am kompromisslosen Experiment versucht sich nun seit einiger Zeit der aus dem Saarland stammende, 1979 geborene Wahl-Berliner Konstantin Ames, der als selbsternannter „Schnösel vom Literaturinstitut“… Continue Reading „106. Dies Koma ist bezaubernd schön“
Man darf annehmen, dass bis zu fünfzig Prozent der Hochschullehrer und Mitarbeiter des Kulturbetriebs Informanten des Geheimdienstes waren. Fast alle diese Personen leben heute in Deutschland. Sie sind die netten Rentner von nebenan. Keine Institution hierzulande fühlt sich aufgerufen, genauer hinzusehen. Für Dieter Schlesak… Continue Reading „105. „Die netten Rentner von nebenan““
Der sich anschließende Auszug aus Mieczyslaw Weinbergs Zyklus „Jüdische Lieder auf Verse von Shmuel Halkin, op. 17“ stand in jeder Hinsicht in krassem Gegensatz zum spätromantischen Auftakt. Während Brahms’ Lieder von Liebe, Sehnsüchten und träumerischer Weltabgewandheit handeln, hat Weinbergs 1944 entstandenes Werk das Leid… Continue Reading „104. Jüdische Lieder“
Erich Kästner wusste besser als kein anderer, dass Lyrik im Frühling Konjunktur hat. Und wer eine emotionale Initialzündung braucht, kann sie jederzeit in Kästners Gedichten finden, wie zum Beispiel in Besagter Lenz ist da. / dradio.de
Die schön gestaltete und von den beiden Herausgebern vorzüglich kommentierte Edition der Schlayerschen Minusio-Erzählung ermöglicht einen neuen Blick auf George. Sie zeigt einen entspannten Dichter-Gott, der sich durchaus auch spielerisch-belustigt auf die Rituale seiner Sekte bezog. Dies konnte er sich im Bewusstsein der bedingungslosen… Continue Reading „102. Georges Wullewops“
In welch verschiedene Richtungen das geschriebene und gesprochene Wort sich selbst in ein und derselben Textgattung bewegen kann, war in Leipzig am Beispiel der Lyrik zu erleben, die hier auffällig selbstbewusst ihre vielen Stimmen erhob. Selbst Tierstimmen waren darunter. Lokalmatador Clemens Meyer, der zur… Continue Reading „100. Lyrik auf der Messe“
die meisten Dichter, die man so kennt – Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller etwa – haben vor langer Zeit gelebt und sind schon lange tot. Und Gedichte spielen im Alltag der meisten Menschen kaum eine Rolle – höchstens mal als Jux zum… Continue Reading „99. Zugegeben,“
Ein Gastspiel der crazyartists. Die Texte entstanden im Rahmen einer von Jörn Waßmund geleiteten Schreibwerkstatt, an der zwölf begabte Autoren mit der Erfahrung eines psychischen Handicaps teilnahmen. Mit Verena Bittner, Bernhard Düformantel, Carola Gärtner, Melanie Giesen, Beate Trapp Regie: Jörn Waßmund Mehr
1886 wurde der als Dada- und Laut-Dichter berühmt gewordene Autor im pfälzischen Pirmasens geboren. Mit 25 Veranstaltungen feiert ihn seine Geburtsstadt, wo man in Andreas Meier einen würdigen, ebenfalls sprach- und lautgewandten Ball-Preisträger ehrte. Bekannt wurde Ball, der mit seiner späteren Frau Emmy Ball-Hennings… Continue Reading „95. Ball in Pirmasens“
Ich hätte die Zeitung beinah weggeworfen. Das Wesentliche (Politik, Geld, Wirtschaft etc.) lesen ohnehin genug von den Wesentlichen – da kann ich mich ruhig auf die Lyrik konzentrieren. Aber in diesem Artikel im Wirtschaftsteil der „Zeit“ kommen die Stichworte Unternehmer | Unternehmensgründung, die man dort erwartet,… Continue Reading „94. Lyrik + Ökonomie“
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