Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
als mir gegen mitte der haelfte meines lebens nicht gelang von der kunst mehr zu erwarten als hoeheren schwindel entschloss ich mich die wirklichkeit nicht fuer die wahrheit zu halten als mir gegen mitte der haelfte meines lebens nicht gelang die wirklichkeit ohne wahrheit… Continue Reading „58. Wirklichkeit, Wahrheit & Schwindel“
Er war ein aufstrebender Lyriker, verkehrte in höchsten Künstlerkreisen – und zerbrach noch vor der Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes am Leben. Ernst Goll stürzte sich am 13. Juli 1912, gerade einmal 25-jährig, aus einem Fenster der Grazer Universität. „Wir haben wahrscheinlich an ihm einen… Continue Reading „57. Ernst Goll“
In der Nacht zum 17. Juli 1987 wurde der Schriftsteller Jörg Fauser auf der Stadtautobahn bei München von einem LKW überfahren und starb. Es war sein 43. Geburtstag. Die genauen Umstände sind bis heute nicht geklärt. Fauser gehörte zu den herausragendsten Autoren der deutschen… Continue Reading „56. Jörg Fausers 25. Todestag“
Mein erster Text war eine Kontrafaktur von einem Gedicht des rumänischen Nationaldichters Mihai Eminescu. Ich hatte erstmals Rumänisch-Unterricht in der Schule und wollte meine Lehrerin beeindrucken. Wahrscheinlich war er es, bei dem ich früh ein wichtiges Prinzip begriff, dass es bei einem Gedicht auf… Continue Reading „55. Wie so ein Gedicht funktioniert“
Sie schreibt Gedichte über gynäkologische Situationen – ein Gynäkologe hat das Gedicht tatsächlich an der Decke seiner Praxis postiert, wo die Frauen während der Inspektion hinblicken. Eines ihrer kürzesten Gedichte mit dem Titel Landleben lautet: „Vater, Mutter, Rind“. Das ist stellenweise gar nicht so… Continue Reading „54. Nora Gomringer“
Vortragsgespräch mit Klaus Briegleb – Fr 13.07.2012 – ACC, 20:00 Uhr – »Unbestritten ist Heines Literatur ›die eines Aufbegehrens gegen Überkommenes‹ ist kritischer Widerspruch gegen ›die bestehende Ordnung.‹ Insofern dieser Widerspruch der universal-revolutionären Ordnung Vollendung des mit 1789 begonnenen Umsturzes gewidmet ist und Heines Schriften daher unter… Continue Reading „53. Heinrich Heine und der Präcommunismus“
„Klein, schwarz, untersetzt, unruhig, mit dunklen stechenden Augen, ausladende Gesten, kleine Füße und kleine Hände“. So beginnt das Gedicht „Picasso“, in dem Max Jacob, der Künstlerfreund und zeitweilige Zimmergenosse Pablo Picassos, 1935 nicht nur das Aussehen sondern auch das Naturell Picassos ausführlich beschreibt. / kunstmarkt.de… Continue Reading „51. Ichundichundich“
„Immer werd ich schreiben, süß und herb, / immer werd ich schreiben, bis ich sterb.“ Diese Verse stammen von einem der bedeutendsten österreichischen Exillyriker, nämlich von Theodor Kramer. Und er schrieb tatsächlich mit einer Leidenschaft und Intensität, die seinesgleichen sucht. Nach 61 Lebensjahren waren… Continue Reading „50. Kramer-Nachlaß“
Der Meister der politischen Elegie zeigt sich hier in seiner ganzen Vielfältigkeit: Schwermütig-hintergründige Reisezyklen sind in dieser Compilation ebenso enthalten wie lakonische Gedichte, die sich unmittelbar aus urbanen Alltagsrealität speisen. Schulz’ Blick ist dabei niemals denunziatorisch, sondern immer empathisch. Ohne propagandistische Anflüge macht diese Lyrik auch… Continue Reading „49. Schulz’ Blick“
copymetrien copymetrie eines von hand behauenen steins ein-stein zeit-alter wird bezichtigt da hat der wachturm gestanden das haben wir nicht gewollt schuld als kopie unerfüllbaren wunsches die kopiergesellschaft steht kopf, sich kopieren zu lassen auch dieses gedicht ist die kopie eines eigenen copyright Gino… Continue Reading „48. copymetrien“
Natürlich ist Jan Kuhlbrodt absolut im Recht, wenn er Aloysius Bertrands Gaspard de la Nuit als unermessliche Entdeckung feiert (poetenladen.de 21.4.2012). Denn der Wert dieser Sammlung von Prosagedichten wurde über 150 Jahre massiv unterschätzt. 1842 und somit ein Jahr nach dem Tod des Autors erstmals erschienen, gilt… Continue Reading „46. Schlüsseltext“
Kaum ein Wiener hat nicht schon einmal einen Zettel mit seinen Zeilen in den Händen gehalten: Für die einen ist Helmut Seethaler, der Zetteldichter, ein Genie – für andere ein Störenfried. Auf seiner alten Schreibmaschine verfasst er „Poesie zum Pflücken“ angeheftet an Brückengeländern, Bäumen… Continue Reading „45. „Poesie zum Pflücken“ vom Zetteldichter“
Alexander Gumz im Interview mit dem Magazin Chased: Für mich persönlich waren ausserdem während des Heranwachsens für das eigene Schreiben zum Beispiel Patti Smith, Bob Dylan, Leonhard Cohen, Nick Cave, Radiohead oder Tom Waits von den Texten her enorm wichtig. Dabei ging es nicht… Continue Reading „44. „ich war ja eigentlich eher Celan und so (lacht)““
Ein anderes Datum, der 10. Juli, betrifft den heutigen 80. Geburtstag des Autors, der, seiner eigenen Haltung entsprechend, nüchtern heruntergespielt werden könnte – leider ist das genau die Haltung, mit der die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ihm nach wie vor den Büchner-Preis… Continue Reading „43. Noch einmal Jürgen Becker“
Verbotene Zone schreibt: Und ihr dort draußen müsst das Buch alle, alle kaufen. Denn es ist ein phantastisches Buch geworden, eine Anthologie zum 100sten Todestag Georg Heyms. Mit dreißig Gedichten von ihm, die von dreißig zeitgenössischen Dichterinnen und Dichtern erwidert wurden, so von zum… Continue Reading „42. Heym und Erwiderungen“
Neueste Kommentare