Kategorie: Europa

115. Erziehung

Heute vor 148 Jahren (1865) wurde Rudyard Kipling in Bombay (Indien) geboren. Während einer Epidemie schickten ihn die Eltern zur Sicherheit nach England, wo er strenge Pflegeeltern hatte. Oft steckten sie ihn zur Strafe in den Keller wegen irgendwelcher Vergehen, einmal schickte man ihn… Continue Reading „115. Erziehung“

113. Gryphius-Preis für Hans Bergel

Am 22. November wurde Hans Bergel im vollbesetzten Ausstellungssaal des Gerhart-Hauptmann-Hauses in Düsseldorf der nach Andreas Gryphius (1616-1664) benannte Große Literaturpreis der KünstlerGilde von deren Vorsitzendem, Prof. Dr. Wolfgang Schulz, überreicht. Der Direktor des Hauses, PD Dr. Winfried Halder, hatte die Gäste begrüßt, die… Continue Reading „113. Gryphius-Preis für Hans Bergel“

112. Doppelblick & -lebenslauf

Einige Autoren sind nicht nur Wanderer mit Doppelblick aus zwei Systemen in Rumänien und Deutschland, sondern interferieren auch zwischen der Welt der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben: Horst Samson, der im Bărăgan geboren, im Banat aufwuchs und in Siebenbürgen zur Schule ging, oder… Continue Reading „112. Doppelblick & -lebenslauf“

110. Lange Gedichte

Tom Bresemann: Du beschäftigst dich mit langen Gedichten. Nach Walter Höllerers Thesen zum langen Gedicht wird in ihnen und ihrer »Art sich zu bewegen und da zu sein … die Republik erkennbar, die sich befreit«. Sind lange Gedichte für Dich Metropolen des Sprechens? A. Becker: Eigentlich… Continue Reading „110. Lange Gedichte“

109. Poetopie

was im vergangenen Jahr geschehen ist , werden wir in Zukunft erfahren Hansjürgen Bulkowski

108. Zwei Leipziger

Wann bekommt der große Werner Heiduczek (Sein Tod am Meer muss man gelesen haben!), der seit Jahrzehnten in Leipzig lebt, endlich den Lessing-Preis? Das Gleiche trifft auf unseren Andreas Reimann zu, einer der großen Dichter! / Clemens Meyer, Die Zeit 1/2014, 27.12.

106. Vergessenes Gedicht

Felix Philipp Ingold liest ein vergessenes Gedicht, als wärs ein fremdes: Beim vorliegenden Text (wie überhaupt in meinen Gedichten) sind als Dominanten die Assonanz und das Paradoxon auszumachen, beides ist für meine poetische Rhetorik gleichermassen bestimmend. Die Assonanz wird, ausgehend von einem beliebigen Leitwort, als Klangentfaltung bewerkstelligt, das… Continue Reading „106. Vergessenes Gedicht“

105. Tanzgedichte

27.12.2013, 22:58 Uhr  ·  Kann man beschreiben, was nachts auf der Tanzfläche in einem vorgeht? Die Dichterin Martina Hefter kann es. Jan Wagner tanzte als Kind mit der Mangelwäsche. Wie das ging, steht hier auch. Der Winter, nicht der Sommer birgt die schönsten Tage zum… Continue Reading „105. Tanzgedichte“

104. Helga M. Novak

Zu Unrecht gehört sie zu den weniger bekannten Autoren Deutschlands. Ihr Revier war die Spreewelt rund um Erkner. Deren herber Glanz findet sich in ihren schönsten Gedichten. Nun ist Helga M. Novak „äußerster Gewalt“ gewichen. Ein Nachruf von Gert Loschütz, FAZ.net 26.12. Dass sie… Continue Reading „104. Helga M. Novak“

98. Das Feuer machte ihm keiner nach

Versuch über Thomas Böhme ‚Das Feuer machte ihm keiner nach‘ (1) und ich will sehen woher der Rauch kommt über Leipzig – der ehemaligen Kohlestadt. Irgendwo muss er sein, der ‚alte Schnakenhascher‘ (2) und ich folge dem Ruß auf den Wegen dorthin. Hinter einer… Continue Reading „98. Das Feuer machte ihm keiner nach“

97. Wortlos

Über den Essayisten, Herausgeber und unermüdlichen Chronisten wird unter den Kurz­sichtigen des Betriebs der vielseitige Lyriker Theo Breuer, dessen erstes Gedichtbuch 1988 erschien, gelegentlich gern übersehen. »Wortlos und andere Ge­dichte« heißt, programmatisch, das 2009 erschienene Ly­rikbuch, in dem sich ne­ben neuen Gedichten auch bereits… Continue Reading „97. Wortlos“

95. Helga M. Novak †

Die Schriftstellerin Helga M. Novak ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Novak sei an Heiligabend in Rüdersdorf bei Berlin einem langen Leiden erlegen, teilte der Verlag Schöffling in Frankfurt mit. Für ihre Werke erhielt Novak, die in der DDR aufwuchs und später nach… Continue Reading „95. Helga M. Novak †“

94. Die Nacht

24. Dezember 1828: Der fünfzehnjährige Georg Büchner widmet seinen «guten Eltern» das Gedicht «Die Nacht». Sein «kleines Weihnachtsgeschenk» in Schülerschönschrift hat Trennungsschnörkel zwischen den Strophen. Es beginnt mit den Zeilen: «Niedersinkt des Tages goldner Wagen, / Und die stille Nacht schwebt leis‘ herauf, /… Continue Reading „94. Die Nacht“

92. Komparativst

Hilft nix, ich muß noch mal Titanic zitieren: Neinnein, FAZ.net! Du hattest schon ganz recht, die Megadiva Madonna qua Schlagzeile als »bestbezahlteste Musikerin« der Welt zu bezeichnen. Und es war völlig unnötig, diese Überschrift nach geschätzten zehn Minuten Onlinezeit von den kleinkarierten Germanistengreisen aus… Continue Reading „92. Komparativst“

90. Deutschest

Ein paar schöne Beispiele für Superlative (siehe hier) hat Titanic ausgegraben: „Wenn wir den Krieg gewonnen hätten, / mit Wogenprall und Sturmgebraus, / dann wäre Deutschland nicht zu retten / und gliche einem Irrenhaus.“ Kästner, 1930 Wie sowieso aus Sicht der guten Deutschen, die… Continue Reading „90. Deutschest“