35. Chamisso-Preis für Ann Cotten

Ann Cotten erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis 2014. Sie wird ausgezeichnet für ihr bisheriges Gesamtwerk, insbesondere für ihren jüngsten Erzählungsband „Der schaudernde Fächer“ (Suhrkamp 2013). Darin habe sie, so die Jury, „der deutschen Gegenwartssprache auf hochpoetische Weise neue Impulse gegeben.“

Die diesjährigen Förderpreise in Höhe von jeweils 7.000 Euro gehen an Dana Ranga für ihren Gedichtband „Wasserbuch“ (Suhrkamp 2011) und an Nellja Veremej für ihren Roman „Berlin liegt im Osten“ (Jung und Jung 2013). Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung herausragende Autoren, deren Werk von einem Sprach- oder Kulturwechselgeprägt ist. Ausgezeichnet wird durch den Chamisso-Preis vor allem ein die deutsche Literatur bereichernder Umgang mit Sprache. Er wird 2014 zum 30. Mal Robert Bosch Stiftung vergeben.

Die Preisverleihung findet am 6. März 2014 in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz statt. Am 7. März lesen die Preisträgerinnen im Literaturhaus München aus ihren Werken.

Juroren des Adelbert-von-Chamisso-Preises 2014 sind: Gregor Dotzauer (Literaturkritiker), der scheidende Hanser Verleger Michael Krüger (zugleich Schriftsteller und Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste), Klaus-Dieter Lehmann (Präsident des Goethe-Instituts), Denis Scheck (Literaturkritiker), Dorothea Westphal (Literaturkritikerin) und Feridun Zaimoglu (Schriftsteller und Chamisso-Preisträger 2005).

8 Comments on “35. Chamisso-Preis für Ann Cotten

  1. von allem abgesehen wäre scherstjanoi in der tat ein würdiger preisträger, und daß man ihn in über 30 jahren wechseln zwischen sprachen und ländern nicht entdeckt hat schon etwas beschämend. was gar nichts mit dem diesjährigen preis aber ich glaube viel mit wahrnehmungsrastern von jurys zu tun hat

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    • Ich empfinde die Bücher von Dagmara Kraus als famos und genial, ebenso die “Referenzfläche“ von Mara Genschel. So was findet zu wenig Beachtung. Das sind Impulsgeber. Lesen und mögen Sie Cotten, das schadet niemand. Aber lesen Sie ruhig auch, falls noch nicht getan, Kraus und Genschel, Norbert Lange, Simone Kornappel, und all die andern herrlich perversen und dekadenten Dichterinnen und Dichter.
      Die sind sehr nützlich, um mal stark zu untertreiben.

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  2. Hey, lese ich hier nicht a bisserl zu offensichtlich Neid und Missgunst…? Herr Ames, dürfen Chamissopreisträgerinnen nicht auch mal untoll und unklug (in Ihrem Sinne) sein? Herr Winkler, nota bene: Soeben erschien bei Peter Engstler Ann Cottens unterschätztes Hauptwerk! Mein Ratschlag an beide Herren: Einfach möglichst rasch in die Chamisso-Jury vorarbeiten, dann klappts auch mit den „richtigen“ Preisträgern!
    😉

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    • Ich stand da, als Nicht-„Kulturwechsler“, garnicht auf der Liste, Herr Jankowski. Es ist immer gut, nicht nur klug, sondern auch aufm Laufenden zu sein. Zum Glück ist es noch nicht soweit, dass man in Jurys sitzen muss, um seine Meinung frei zu äußern. Ron machts, ich machs, sie machens. Ist doch toll, nicht?

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      • Ach, man kann auch neidisch sein auf einen Preis, den man nicht bekommen kann, oder? (Fressen Füchse Trauben?) Ich glaub einfach, Sie mögen Frau Cotten und ihre Bücher nicht – und da hätte ich statt Meinung lieber Argumente… Ich jedenfalls freue mich wirklich sehr für sie. Denn ich empfinde ihre überqueren Texte als erfrischende Bereicherung von außen im hiesigen Klüngelkampf um Silbenakrobatik und Bedeutung-Bedeutung …
        Und Scherstjanoi werde ich gerne mal lesen!

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      • lieber martin jankowski, bestimmt werden sie (wirst du? sorry wenn falsch, bei fb duze ich viele 😉 das verwirrt meine erinnerung) scherstjanoi zumindest interessant finden. ich kenne ihn seit den 80er jahren und schätze ihn sehr. was konstantin ames betrifft ist es im moment eher umgekehrt, insofern nicht ames sie angreift, sondern ann cotten in einem flapsigen statement kundtat, daß sie ames nicht so sehr goutiert. (ich selber, wiewohl nicht jedem ihrer urteile zustimmend, so auch bei ames & schittko, fand ihr statement trotzdem erfrischend, weil es einfach zuwenig klare statements außerhalb des jeweilig eigenen zirkels gibt)

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  3. Es gibt ganz tolle und kluge und mutige Chamissopreisträgerinnen und -preisträger. Schade, dass Dana Ranga nur einen Förderpreis erhalten hat. Valeri Scherstjanoi wäre auch ein würdiger Preisträger gewesen.

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