Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Am 7. Dezember starb der Hamburger Schriftsteller Wilhelm Fink im Alter von 85 Jahren. Ich kenne von ihm drei Gedichtbände und einen Roman und endlos viele spritzige, zündelnde Notate (Zündelzeilen hieß ein Gedichtband) und Zitate sowie, im Digitalen, Bilder, die er unermüdlich postete und… Continue Reading „109. Wilhelm Fink (1929-2014)“
Weit von wo? – Die Schreibhand des Dichters. – Ein Wink von Felix Philipp Ingold zum Jahreswechsel.
Auch in dem Gedichtzyklus Flori de mucegai (1931, Schimmelblumen) griff er auf die Gefängniserfahrung zurück, wobei die lyrische Stimmung wiederum durch kühle Ironie verbrämt war. Mit dem Roman Ochii maicii Domnului (1934, Die Augen Mutter Gottes), in dem er einen romantischen Handlungsrahmen mit religiös-mystischem Inhalt füllte und Elemente des psychologischen… Continue Reading „107. Tudor Arghezi (1880-1967)“
Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister grüßt die Pfarrerinnen und Pfarrer seiner Landeskirche mit einem Gedicht des „protestantisch erzogenen Atheisten und Kommunisten“ Bertolt Brecht (1898-1956). Im Gedicht „Maria“ habe Brecht, wie Meister schreibt, „die Weihnachtslegende entmythologisiert“. Er habe „die Heiligen drei Könige in gewöhnliche Hirten… Continue Reading „105. Weihnachts-Nachtrag“
Im kommenden Jahr sollen nach einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ bislang unveröffentlichte Gedichte von Heinz Erhardt erscheinen. Anlass ist demnach eine Ausstellung über den 1979 verstorbenen Humoristen, die für Herbst 2015 in Hannover geplant ist. Die Gedichte stammen aus der Zeit zwischen 1928… Continue Reading „104. Erhardts Lyrik“
In vielem hat die Popmusik heute die Funktion übernommen, die einst Gedichte hatten (deren Vertonungen als Kunstlied so etwas wie die Popmusik des 19. Jahrhunderts waren). Nadja Küchenmeister nimmt in ihren Gedichten beides auf: lyrics und Lyrik. Stefan George und Rainer Maria Rilke dienen… Continue Reading „103. Kunstlied, Pop, Küchenmeister“
Aha: Wenn man sich bei einer 28-Jährigen nach ihren Hobbys erkundigt, erwartet man auf Anhieb nicht unbedingt Literatur und Lyrik. / Weinheimer Nachrichten etc.
Immer wieder überrascht der Verlag mit ungewöhnlichen Debüts. «Der Rest ist Resonanz» ist der erste Gedichtband der 1985 geborenen Lyrikerin und Musikerin Rike Scheffler. (…) Aber das impressionistische Hintupfen, diese Flirts mit der Sprache zwischen Anrufung und Auslassen beim Basteln «am grossen abmalen», hat… Continue Reading „101. Der Rest ist Resonanz“
Als die 1886 in Breslau geborene Resi Langer nach der Schauspielschule 1906 nach Berlin geht, kommt sie als Sekretärin im Verlag Alfred Richard Meyers unter. Meyer dichtet unter dem Namen Munkepunke, vor allem aber gibt er die Gedichte der Avantgarde heraus – Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, Max… Continue Reading „100. Resi Langer“
Das ist Volks-, Gebrauchspoesie: Ich habe nichts gegen Schnee, solang er sich an unser Klima anpasst und Regen ist. Es kann nicht sein, dass sich diese ausländischen Schneemassen unkontrolliert auf Straßen und Gehwegen breitmachen. Zahlt keine Maut und lungert wieder an der Haltestelle rum… Continue Reading „98. Schneegida“
Da wir bei Pegida waren: Seine Aphorismen sind der verzweifelte Ruf nach der Wiederkehr des Ancién Regime, das ihn und die Seinen von der grauen Republik der Kassenpatienten erlöst. Er ist ein Rechter, der für das antisemitische Geraune über die geheime Macht der Israelis nur… Continue Reading „97. Denker von Rasse“
Lingen. Das „Forum Juden-Christen Altkreis Lingen“ ruft am Montag, 12. Januar, zu einer „Lingener Montagsdemonstration“ auf. Unter dem Motto „Weil in der Herberge kein Platz war“ aus dem Lukasevangelium will das Forum mit dieser Veranstaltung ein Zeichen gegen die wöchentlichen „Pegida“-Demonstrationen setzen. Deren Anhänger… Continue Reading „96. Pegida-Verständnis-Lyrik“
Im neuen Teil der „Thüringer Anthologie“ der „Thüringer Allgemeinen“ die Ode „An das Nichts“ von Johannes Daniel Falk (1768-1826) Mehr aus der „Thüringer Anthologie“
Neueste Kommentare