Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
In Erinnerung an den Poeten und Sprachkünstler H.C. Artmann vergibt die Stadt Salzburg gemeinsam mit dem Literaturhaus Salzburg seit 2008 jährlich das H.C. Artmann-Literaturstipendium für einen zwei- bis dreimonatigen Aufenthalt als Stadtschreiber in Salzburg. Bisherige Preisträger sind: 2008 Stefan Weidner (Deutschland), 2009 Armin Senser… Continue Reading „H.C. Artmann-Stipendium (Salzburger Stadtschreiber)“
Da sitzt an unserem Schreibtisch auf der noch regennassen Wiese Serkan Erol und rezitiert Goethe, Paul Celan, Rilke und andere Dichter, auch türkische wie Orhan Veli Kanik. Auf dem Rücken seines schwarzen Shirts steht in weißen Lettern: „Staune vor Poesie“. Wir staunen. Serkan, geboren… Continue Reading „Staune vor Poesie“
aus wie vielen lüften besteht die atmosphäre und wie viele davon sind gerade in gebrauch? Von heute bis Sonntag: jeden Tag ein Zweizeiler von Tristan Marquardt aus der Kategorie „fragen der wahrnehmung“ als Gedicht der Woche auf www.signaturen-magazin.de
Zum 30. Mal finden die Literaturtage Lana statt und sind zwischen 26. und 28.08.2015 der Literatur in unterschiedlichsten Formen auf der Spur: in Lesungen, Gesprächen, Hommagen, Filmvorführungen und schließlich in einer Exkursion ins Nonstal, die Bunker, Trümmersprache und Heiligenlegenden aufsucht. (…) Um das diesjährige… Continue Reading „Literaturfestival Lana“
An diesem Punkt der Rede wird die Schwerkraft ähnlich unsrer Wenigkeit ganz leicht zu überwinden sein. Jeden Donnerstag punkt 11 Uhr veröffentlicht L&Poe ein ungedrucktes Monostichon des Schweizer Dichters Felix Philipp Ingold. Mehr
„Vonne Endlichkait“ heißt Günter Grass‘ letztes Buch. Noch kennt es keiner. Der Schriftsteller Peter Wawerzinek hat Grass‘ letzte Gedichte deshalb vorausschauend selber geschrieben. 9 Grass-Gedichte von Wawerzinek in der Welt. Das kürzeste davon geht so: Letzte Weisheit Mit Willi Brandt, Amundsen und Scott habe… Continue Reading „Geleakt“
Schulz‘ an den Moment gebundene Experimentierfreudigkeit macht sich vor allem in seinen Prosagedichten bemerkbar. Meist nicht länger als eine Seite, vermögen sie einen in unberechenbare semantische und syntaktische Schwingungen zu versetzen. Man könnte sie als improvisierte Stepptänze auf engstem Raum bezeichnen. Ob es sich… Continue Reading „Stepptänze. Die Sterne rufen“
Zwei Auszüge: Es braucht nicht den Blick auf den ironischen, als Motto fungierenden Satz des französischen Philosophen Michel Serres, um bei der Lektüre der Gedichte früh zu erkennen, dass der Hintergrund der Poetik Callies’ ein philosophisch-dekonstruktivistischer ist: „Die Konstruktion des Körpers gleicht der Erfindung… Continue Reading „Vom Einhorn“
Wie Streichhölzer sind Mikadostäbe leichte, bildkräftige, gestennahe Alltagsgegenstände. Lässt man ein Bündel fallen, ergeben sich komplizierte Figuren, in denen die Stäbe zu schweben scheinen. Das „Mikado-Geäst“ ist kein organisches Gewächs, es ist ein kunstvolles Gebilde. Aber abgeschlossen gegen die Außenwelt, zumal die Geschichte, ist… Continue Reading „Mikado-Geäst“
Das schmale Werk von August Stramm wäre schon lange in Vergessenheit geraten*, hätte dieser Dichter nicht schreiende Gedichte des Verstummens hinterlassen, und damit die inneren Verwerfungen des modernen Menschen wie unter einem Brennglas formuliert. Die Widmungsanthologie, die der fleißige Lyrik-Vermittler, der Weßlinger Anton G. Leitner mit… Continue Reading „Weltpost ins Nichtall“
Vorankündigung zur vollständigen Lesung der Divina Commedia in Weimar (16.-18.10.15) im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Dante-Gesellschaft hier
Das Katholische Bibelwerk übertragt Bibelverse in die leichte Sprache. So sollen Gottesdienstbesucher mit einem geringen Sprachvermögen, einen Zugang bekommen. Einfach sei das nicht, erklärt Projektleiter Dieter Bauer. domradio.de: „Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und in allem war es Gott gleich.… Continue Reading „Gedicht in leichter Sprache“
Bei faustkultur ein Gespräch mit der niederländischen Lyrikerin Anneke Brassinga, Auszug: Bernd Leukert: Es interessiert mich, wie Sie zu Ihren Gedichten kommen. Anneke Brassinga: Eines meiner Gedichte mit dem Titel „Kennwörter“ habe ich buchstäblich geträumt: die Worte, nicht die Bilder. Ich bin nachts aufgewacht… Continue Reading „Anneke Brassinga“
sommerspätabends versinken Häuser und Vorgärten im Dunkel – du hältst die Nacht in Händen Hansjürgen Bulkowski
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