Schlagwort: Magnus Wieland

Die Kunst des Fortschreibens

Unter dem Titel „Fortschrift“ (Ein Gedicht in fünfzehn Würfen) legt Felix Philipp Ingold beim Ritter Verlag Literatur (Klagenfurt/Wien) einen Text vor, der als Überschreibung und Fortschreibung von Stéphane Mallarmés typographischem Poem „Niemals wird ein Würfelwurf den Zufall tilgen“ konzipiert ist. In einem dem Buch…

Einfach furchtbar

Dada ist und war schon immer das Produkt seiner eigenen Tradierung. Das gilt auch für Balls «Eröffnungs-Manifest», das diese Bezeichnung erst seit 1966 trägt – es erhielt sie also knapp vierzig Jahre nach dem Tod des Autors und fünfzig Jahre nach der Genese von…

Let us read less

Auf diese Weise lassen sich neue Beobachtungen und Aussagen realisieren, ohne auch nur ein einziges eigenes Wort zu verwenden, indem bloss bestehende Texte modifiziert oder abgetragen werden. «Erasure poetry» nennt sich dieses Verfahren. Durch gezielte Tilgung von Worten, Zeilen oder ganzen Sätzen im appropriierten…