Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Adelbert von Chamisso (* 30. Januar 1781 auf Schloss Boncourt bei Ante, Châlons-en-Champagne, Frankreich; † 21. August 1838 in Berlin) Adelbert an seine Braut Ich schlich so blöd für mich allein, Ich wälzte so mich in den Staub, Ich war so schwach, ich war… Continue Reading „Ich schlich so blöd für mich allein“
Vom 7. Juli bis 11. September 1828 hält sich Goethe, aus Weimar geflüchtet, in Dornburg auf. Er trinkt Wein, isst Zervelatwurst und Artischocken, treibt meteorologische, botanische und geologische Studien und betrachtet das liebliche Saaletal. Am 25. August um 19 Uhr ging der fast noch… Continue Reading „Dem aufgehenden Vollmonde“
Anna Hoffmann dea ex machina „Geh jetzt ins Bett.“ dein wütendes geschick erwartet dich water-boarding-Ophelia im kampf gegen den terror der körper verklappt sich die kleine im kontext täter opfer zuschauer das eigene spie-gelbild die feindbildkonstruktion läuft auf hochtouren wann bricht dein widerstand wann… Continue Reading „dea ex machina“
Ferenc Juhász (Bia, 16. August 1928 – Budapest, 2. Dezember 2015) verspätete nachricht ich las deine verse wieder, mein freund. über manche zeile dachte ich lange nach, aufmerksam blätterte ich in deinen büchern. von tränen verschmiert – soll ich es leugnen? – ward dein… Continue Reading „verspätete nachricht“
Ein Gedicht von Maximilian Woloschin auf die Tode der russischen Dichter Maximilian Woloschin (Максимилиа́н Алекса́ндрович Воло́шин; * 16. Mai jul. / 28. Mai 1877 greg. in Kiew; † 11. August 1932 in Koktebel) Auf dem Grunde der Hölle Dem Andenken an A. Blok und… Continue Reading „Vor 100 Jahren wurde Nikolai Gumiljow hingerichtet“
Theobald Hock (Hoeck) (* 23. August 1573 in Limbach; † nach 1624) Traw der Lieb nit zuuil Nacht vnd Tag hab ich gedient, Eim Frewlein rain und zarte, Damit ich nur jhr Lieb versindt*, Kein fleiß noch mühe ich sparte. All ander Lieb, Freud,… Continue Reading „Traw der Lieb nit zuuil“
Gedeucht = Gedicht, Gedeuchtittis = Gedichtetes, Prausur = Prosa – mehr muss man eigentlich nicht wissen, um das folgende Gedeucht zu farrsteuhönn. Jarr düßß stömmt. Matthias Koeppel (* 22. August 1937 in Hamburg) Gedeuchtittis Gedeuchtittis üßt ain Gedeucht wann zich’s roimt, zunst üßt äßß… Continue Reading „Gedeuchtittis“
Am 7. April 2021 verstarb Dr. habil. Jerzy Kaczmarek, polnischer Lyriker und Soziologe an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, im Alter von 57 Jahren. Jerzy Kaczmarek wurde am 13. Dezember 1964 in Jarocin in der Woiwodschaft Groß-Polen geboren. Hier eines seiner von ihm selbst übertragenen Gedichte.… Continue Reading „Jerzy Kaczmarek (1964-2021)“
Das ging den Leuten vor 320 Jahren wie denen heute wie denen vor 10000 Jahren. Der Dichter Wernicke hat es überprüft. Christian Wernicke (* im Januar 1661 in Elbing; † 5. September 1725 in Kopenhagen) Auf die unnütze Klagen über die itzige Zeiten. Man… Continue Reading „Auf die unnütze Klagen über die itzige Zeiten“
Christian Friedrich Hunold (* 29. September 1680 in Wandersleben bei Gotha, Thüringen; † 16. August 1721 in Halle/Saale) Uber ihre Untreue. Immer hin / Falsches Hertze / leichter Sinn! Lesche nur die starcken Kertzen In den sonst entflammten Hertzen / Weil… Continue Reading „Immer hin“
Das Schicksal, vom lesenden Publikum vergessen und von manchen Fachleuten ignoriert und kleingeredet zu werden, teilte Sibylla Schwarz mit vielen Frauen. Heute ein Text von Hrotsvit von Gandersheim, die um 935 geboren wurde und Erzählungen, Dramen und Gedichte in lateinischer Sprache schrieb. „Hrotswita wurde… Continue Reading „Hrotsvit von Gandersheim“
Von Andrew Marvell, dem berühmten Generationsgefährten der Sibylla Schwarz, heute eins seiner – im englischen Sprachraum! – bekanntesten Gedichte. Die deutsche Prosafassung ist auch nicht zu verachten, schließlich verfolgt das Gedicht eine verschachtelte aber stringente Rhetorik, von der die Anstrengungen deutscher Reimkunst nur ablenken.… Continue Reading „An seine spröde Geliebte“
Heute vor 30 Jahren – ich meine joan –, am 15. August 1991 schreibt Ernst Jandl zahlreiche Stanzen, inspiriert von österreichischer Volksdichtung und … Rap. „mitte august 1991, während eines vom 2. august bis 1. september dauernden urlaubs in puchberg am schneeberg in niederösterreich,… Continue Reading „Stanzenmotor“
Dirk Uwe Hansen im beisein eines betrachters auf der fenster bank ein roter fächer schlägt wellen schlägt auf schlägt öffnung in flächen für die ist alles davor und dahinter hat jetzt keine farbe ist durchsichtig erst in zukunft ein raum in dem was entsteht… Continue Reading „was entsteht im beisein eines betrachters“
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