Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Wilhelm Klemm (* 15. Mai 1881 in Leipzig; † 23. Januar 1968 in Wiesbaden) Das Autounglück Das wird eine lange Heimfahrt geben! Die silbernen Wolken zogen über uns hin. Es wäre nichts, wenn alles immer im Gleise ginge, Und ich hatte mir doch so… Continue Reading „Das Autounglück“
Louise von Plönnies (geb. Leisler; * 7. November 1803 in Hanau; † 22. Januar 1872 in Darmstadt) Heloise an Abälard Wird, von der Liebe heil’gem Geist durchdrungen, Nicht jedes Weib der Erde zur Madonne, Nicht jedes Kind ein Heiland und in Wonne Auf’s neu… Continue Reading „Heloise an Abälard“
Jakob van Hoddis Am 21. Januar 1911 erschien der Gedichtzyklus „Varieté“ in der Zeitschrift „Der Sturm“. Varieté I Loge Ein Walzer rumpelt; geile Geigen kreischen; Die Luft ist weiss vom Dunst der Zigaretten; Es riecht nach Moschus, Schminke, Wein, nach fetten Indianern und entblössten… Continue Reading „Varieté“
Emmy Hennings (Emma Maria Ball-Hennings, * 17. Januar 1885 in Flensburg; † 10. August 1948 in Sorengo bei Lugano) AUFHÄNGEN Ein Mann hängt sich auf und beobachtet sich. Er spielt mit seinen Beinen. Er möcht um seine Dummheit weinen. Obgleich das Leben von ihm… Continue Reading „Aufhängen“
Ida Dehmel (* 14. Januar 1870 in Bingen am Rhein als Ida Coblenz; † 29. September 1942 in Hamburg) Richard Dehmel (* 18. November 1863 in Hermsdorf bei Wendisch Buchholz, Provinz Brandenburg, heute Gemeinde Münchehofe; † 8. Februar 1920 in Blankenese) PSALM ZWEIER STERBLICHEN Von Ida und… Continue Reading „Richard & Ida“
Das vierte ist der seraphische Ton. Wenn es gleich los geht oder schnell anlangt bei Brunnenrauschen und Harfen und schöner Nacht und Stille und Ketten ohne Anbeginn, Kugelründung, Vollbringen, siegt sich zum Stern, Neugottesgründung und ähnlichen Allgefühlen, ist das meistens eine billige Spekulation auf… Continue Reading „Benns viertes Symptom“
Karoline von Günderrode (* 11. Februar 1780 in Karlsruhe; † 26. Juli 1806 in Winkel) HOCHROTH Du innig Roth, Bis an den Tod Soll meine Lieb Dir gleichen, Soll nimmer bleichen, Bis an den Tod, Du glühend Roth, Soll sie Dir gleichen.
Annette von Droste-Hülshoff (* 12. Januar 1797, nach anderen Quellen 10. Januar 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster; † 24. Mai 1848 auf der Burg Meersburg in Meersburg)
Hadayatullah Hübsch (* 8. Januar 1946 in Chemnitz als Paul-Gerhard Hübsch; † 4. Januar 2011 in Frankfurt am Main) Aus: hadayatullah hübsch: liebe. gedichte. Originalminiaturen von Anne-Kristin Schaller. Düsseldorf: Eremiten, 1983, S. 11
Christiane Grosz Absage Nimm deine Hand von meinem Kleidersaum und geh. Verbiete deinen Augen, so mich anzusehn. Sonst bekomme ich Lust, deinen Ofen zu heizen, deine Hemden zu waschen und dein Kind zu wıegen in meinem Schoß. Aus: Erotische Gedichte von Frauen. Hrsg. Aldona… Continue Reading „Absage“
Sarah Kirsch (* 16. April 1935 in Limlingerode, Kreis Nordhausen; † 5. Mai 2013 in Heide (Holstein)) Zu Zweit Lieber zu Zweit verhungern als Einzeln In goldenen Wagen spazieren fahren: Gefahren Gefahren überall für unsere Treuen unbescholtenen Seelen Mein Freund bis hierher und nicht… Continue Reading „Zu Zweit“
Kurt Schwitters (* 20. Juni 1887 in Hannover; † 8. Januar 1948 in Kendal, Cumbria, England) Seit 1.1.19 ist das Werk von Kurt Schwitters in Deutschland gemeinfrei Banalitäten aus dem Chinesischen Fliegen haben kurze Beine. Eile ist des Witzes Weile. Rote Himbeeren sind rot.… Continue Reading „Banalitäten aus dem Chinesischen“
Der von Kürenberg (12. Jahrhundert) Der abendstern verbirgt sich schnell frau, wie du’s sollst, wenn du mich siehst, zum anderen mann wirf blicke hell dann weiß auch keiner, wie du mich liebst. Übertragung: Florian Voß Der tunkel sterne der birget sich, als tuo du,… Continue Reading „Der tunkel sterne“
John Höxter (* 2. Januar 1884 in Hannover, † 15. November 1938 in Berlin) Ich sitze auf der Banke Und drehe meine Daumen; Im Hirn keimt kein Gedanke, Vertrocknet dorrt mein Gaumen. Mir schmerzen alle Glieder, Mich zerrt des Windes Wehen – Fast möchte… Continue Reading „Ich seh’ auch nicht den Zweck ein“
Johann Friedrich Hahn (* 28. Dezember 1753 in Gießen; † 30. Mai 1779 in Zweibrücken) Klopstock A. Hinaufgeschwebt ist er durch alle Sonnenhöhen, Und schwebt, und strahlt durch seine Himmel licht! B. Wie? Wo? Ich kann ihn nirgens sehen! A. Nein, Männchen, nein! du… Continue Reading „Klopstock“
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