Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Jury für den 17. open mike ist benannt: Die Autoren Ursula Krechel, Kathrin Röggla und Jens Sparschuh werden in diesem Jahr die besten deutschsprachigen Nachwuchsautoren küren. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 EUR dotiert, wobei ein Preis für Lyrik vergeben wird. In diesem… Continue Reading „17. open mike: Die Jury steht fest“
Er hat den Marktplatz eher gescheut: Carlfriedrich Claus, Annabergs berühmtester Bürger – nach den weitaus populäreren Adam Ries und Barbara Uthmann. Dies mag auch ein Anlass für den mutigen Versuch eines ersten Literatur- und Kunstfestivals namens Anna Blume zu Ehren des Ehrenbürgers der Bergstadt… Continue Reading „16. Anna Blume und neue Poesie“
„Der Hecht, die Träume und das Portuguiesische Café“ ist das Manifest einer Entschlossenheit zur Kunst, die sich der Verwandschaft mit der Frühromantik, also etwa Wilhelm Heinrich Wackenroders „Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders“ nicht schämt, wobei hier ein kleines Ensemble von Menschen in einer Stadt an… Continue Reading „15. „Entschlossenheit zur Kunst““
Tom de Toys, 30.7.2009 (8-11 Uhr), inspiriert durch http://www.Lyrikzeitung.de SLASH ‚N‘ SMiLE (iNTRAWEHNÖSE VERCLiCKERUNGSMAßNAHME) iCH VERGÖTTERE DAS KLEiNE i GENAUSO WiE DAS SCHARFE ß ALS GROßBUCHSTABE JA DOCH RiESENGROß WiE DAS SAGBARE UND TRAGBARE T DAS ALLEN MENSCHEN ZUR VERFÜGUNG STEHT UM POESiE ZU… Continue Reading „12. SLASH ‚N‘ SMiLE“
»Pop«iges von Sternmut, das wäre auch mal was – aber nein, Schluss gleich zu Beginn mit versuchten Wortspielereien, die wird der Autor (Jg. 1958) substanzieller liefern. Ungewöhnlich ist, dass zum Titel ein Titelgedicht gleich zum Einstieg präsentiert wird. Aber hoffe niemand auf eine sofort… Continue Reading „9. Fadenwürde“
… schreibt Julian Hofer, Die Welt 30.7.: Hätte er doch einfach geschwiegen. Hätte die (vertonten) Gedichte der Selma Meerbaum-Eisinger beim Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals in der Musikhalle für sich stehen lassen: Jene berührenden, ja ergreifenden Poeme, die das jüdische Mädchen ihrer ersten großen… Continue Reading „8. Berührende Poeme in pathetischer Saxofonsoße“
Über die Komposita und Schlüsselworte bei Paul Celan wie über den „Unsinn“ bei Günter Eich hat Peter Horst Neumann Bleibendes geschrieben. Seine eigenen Gedichte (beispielsweise „Pfingsten in Babylon“ 1996), waren aber bewusst nicht nur in ihrer Epoche angesiedelt. Zum Echoraum auch seiner Gedichte gehörten… Continue Reading „7. Peter Horst Neumann gestorben“
Arthur Rimbaud erlebt im November 1878 den verschneiten Gotthard im Nebel. In einem Brief, einem unvergleichlichen Stück Alpenprosa, schildert er, wie da kein Schatten mehr sei, obwohl man sich mitten unter ungeheuren Dingen befinde: «. . . keine Strasse mehr, kein Abgrund, keine Schlucht,… Continue Reading „6. Alpenwüste“
99 Prozent dessen, was man in der DDR halt Kunst nannte, taugt natürlich nichts. Das ist immer so und ist nirgends anders. Aber die DDR hatte so eine Weise, in diesen 99 Prozent ganz besonderen Mist zu bieten, denn es kam dort zum künstlerischen… Continue Reading „4. Mist & Güte“
André Müller im Gespräch mit Günter Grass, FR 31.7. In Ihrem jüngsten Gedichtband „Letzte Tänze“ feiern Sie Ihre sexuelle Potenz. Ein Gedicht trägt den Titel „Heftige Stöße“. In einem anderen heißt es: „Komm, lieg bei mir, solang mein Einundalles steht …“ Darin drückt sich… Continue Reading „3. Einundalles“
Die Betrachtung der Dinge in Endlosschleife Ein ganzer Wald aus Mädchen, ein Dickicht [undurchschaubar], sogar nackt. || Mein Blick geht von einem schräg gestellten Schreibtisch schräg durch zwei Fenstertüren in einen Ausschnitt Grün und Himmel. || Akustisch ist im Hinterhof alles präsent: Alle Fenster… Continue Reading „1. cut: Mara Genschel“
Den Beschluss traf das Internationale Komitee des Programms „Memory of the World“ (Gedächtnis der Welt), wie die Deutsche Unesco-Kommission am Donnerstag in Bonn berichtete. Die Dichtung um den Drachentöter Siegfried und seine Liebe zur burgundischen Königstochter Kriemhild gilt als herausragendes Beispiel der europäischen Heldenepik… Continue Reading „101. Nibelungenlied wird Unesco-Weltdokumentenerbe“
29. ERLANGER POETENFEST – 27. BIS 30. AUGUST 2009 PROGRAMMINFORMATION Traditionell trifft sich die Literaturszene am letzten August-Wochenende in Erlangen, um einen ersten Blick auf den deutschen Bücherherbst zu werfen: Zum 29. Erlanger Poetenfest – 27. bis 30. August 2009 – werden über 80… Continue Reading „100. MIT DER GESCHWINDIGKEIT DES SOMMERS“
Unter dieser Überschrift schreibt Richard Wagner im Blog „Die Achse des Guten“ über die Arbeit der Securitatespitzel vor und nach der Ausreise aus Rumänien – und bis heute: Nicht wenige meiner Landsleute fuhren seinerzeit schon bald nach ihrer Ausreise als Besucher zurück ins Banat.… Continue Reading „99. Ostprodukte (4): Die Leserbriefschreiber und die Securitate“
Kerckhoff, die 1950 Selbstmord beging, ist nicht die einzige der Autorinnen, die den Freitod wählte. Andere flüchteten in den Alkohol. Die ungewöhnlichste Dichterin ist Eveline Kuffel, die mitten in der DDR als Vagantin lebte und 1978 wie Ingeborg Bachmann durch einen Brand im Bett… Continue Reading „98. Verfolgte DDR-Autorinnen“
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