Kategorie: Deutschland

55. Preis für Rothmann und Camenisch

Ralf Rothmann erhält den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich Hölderlin-Preis 2013 der Stadt Bad Homburg. Der Förderpreis in der Höhe von 7.500 Euro geht an den Schweizer Arno Camenisch. Die Jury ehrt Rothmann „für sein literarisches Werk, das sich in Gedichten, Erzählungen und Romanen durch atmosphärische… Continue Reading „55. Preis für Rothmann und Camenisch“

52. Das Raue

Das Raue – Aufbrüche auf ungebahnte Wege Autoren: Angelika Janz, Jürgen Buchmann, Robert Wohlleben Moderator: Bertram  Reinecke Ein barocker Dichterwettstreit, die Dichtergruppe um Arno Holz, Fragmenttexte von Angelika Janz Marino griff bewusst über den verbindlichen stilistischen Kanon hinaus und befreite die Zeichen von Ihrer… Continue Reading „52. Das Raue“

51. Leipzig liest wieder

Artikel zu lang? Über Lyrik ganz unten Feuerwerk der Literatur: Von ”Esti” bis ”Hola Chicas!” Europas größtes Literaturfest ”Leipzig liest” vereint vom 14. bis 17. März 2013 rund 2.900 Autoren und Mitwirkende, 2.800 Veranstaltungen und mehr als 365 Leseorte. Das Lesefestival präsentiert hohe Literatur… Continue Reading „51. Leipzig liest wieder“

49. Formbewusste Kollektivgedichte

Trotz Google-Word-Dokumenten und aller technischen Finesse, die das Herz der Kollektive höher schlagen ließe: Es gibt gar nicht so viele Autoren, die ernstzunehmend in literarischen Arbeitsgemeinschaften produzieren. Dabei hat das italienische Kollektiv Wu Ming, eine Nachfolgegruppierung der anarchischen Luther-Blissett-Bewegung, vorgeführt, wie solche Formationen Literaturgeschichte… Continue Reading „49. Formbewusste Kollektivgedichte“

48. Nicht zweideutig

Lieber Ton, die Doppeldeutigkeit ist nicht vorsätzlich, sondern natürlich, nicht listig. Sie ergibt sich beim Schreiben, in der Schreib-Energie selbst und wirkt miteinander, gleichzeitig. Die Vielfach-Ladung von hält es an ist mir vor Deiner Frage gar nicht aufgefallen. Sie wirkt ja im Text auch nicht preziös,… Continue Reading „48. Nicht zweideutig“

45. Test

„Der Text als Test“ hat der neue Poetikdozent seine Vorlesung überschrieben. Und er lässt seine Zuhörer an seinem Prozess des Dichtens teilnehmen. Was fällt mir ein, wenn ich dieses oder jenes Wort höre? fragt er. Und warum überhaupt „ich“? Hans Thill hat einen Band… Continue Reading „45. Test“

44. Was das Netz weiß

€ 331 + 32 Cent ist die Lyrikzeitung wert. Ein „urlspion“ hat das errechnet. Noch höher ist die Rangzahl: 6.141.035 Platzierung in Deutschland Wenig vertrauenswürdig scheinen dagegen diese Zahlen: Monatliche Seitenimpressionen < 300 Monatliche Besuche < 300 Wert pro Besucher — Geschätzter Wert €… Continue Reading „44. Was das Netz weiß“

43. Dichtung / Dichter

Die Kunst ist mir ein so Hohes und Erhabenes, sie ist mir, wie ich schon einmal an einem anderen Orte gesagt habe, nach der Religion das Höchste auf Erden, so daß ich meine Schriften nie für Dichtungen gehalten habe, noch mich je vermessen werde,… Continue Reading „43. Dichtung / Dichter“

36. Postpoetry

Bereits zum dritten Mal wurden im PostPoetry-Wettbewerb fünf Lyriker und fünf Nachwuchsautoren aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Am Anfang des Folgejahres gehen die Preisträger auf Lesereise durch NRW.  Am Sonntag, den 17. Februar gastieren zwei der Preisträgerinnen in der Bürgerwache und stellen ihre Lyrik vor: Bärbel… Continue Reading „36. Postpoetry“

35. Poetopie

der leise dumpfe Aufprall, wenn der Schnee vom Dach rutscht – der Schnee schmilzt, sein Geräusch bleibt dir im Ohr Hansjürgen Bulkowski

34. Ludens

Die endgültige Würdigung des graphischen und poetischen Werks bleibt späteren Generationen vorbehalten. Der kritischen Ausgabe geht stets eine noch kritischere voran – genau dies zu leisten ist meine Absicht. Und so sage ich heute – während HELs Werkprozess ja noch andauert – mit aller… Continue Reading „34. Ludens“

33. Umstürzende Omnibusse

Die Ahnung von „Weltende“ (so der Titel des berühmten Gedichts von Jakob van Hoddis), von Weltzerschleuderung, mit sprachlicher Zerschleuderung im Gefolge, muss damals die Köpfe dieser Dichter besetzt und für Hochdruck gesorgt haben. Doch wer verdüstert uns den Himmelsklumpen so dramatisch wie Lichtenstein? Wer… Continue Reading „33. Umstürzende Omnibusse“

32. Kein Kompromiß

1946 hineingeboren in die Sowjetische Besatzungszone geriet Ullmann aufgrund seines Gerechtigkeitssinnes und seines kritischen Verstandes schon früh in Konflikt mit den Vertretern der SED-Diktatur. Bereits als Jugendlicher beginnt er zu schreiben, wird Schlagzeuger, Komponist und Sänger in einer Beat-Gruppe, die prompt wegen ’sozialismusfremden, englischen… Continue Reading „32. Kein Kompromiß“

29. Abgründe der Sprache

Wer irrtümlich oder zu spät den Hörsaal betrat, wie das ja gelegentlich in der Universität mal passiert, der musste einen großen Schreck bekommen: Da lief vorne ein glatzköpfiger Hüne rastlos hin und her und brüllte unaufhörlich die gleichen Silben ins Mikrofon, so dass die… Continue Reading „29. Abgründe der Sprache“

28. Verfluchung

Die Verächter der Lyrik sind zahlreich. Es gibt sie unter Politikern und Journalisten ebenso wie unter Literaturprofessoren und Verlegern. In der Regel zeichnen sie sich dadurch aus, dass sie keine Gedichte lesen, aber schlecht über sie sprechen. Lyrik ist ihnen ein Schimpfwort. Wenn sie… Continue Reading „28. Verfluchung“