Kategorie: Deutsch

133. Junge Literatur in Österreich

Überzeugend verknüpft Hanno Millesi (Jg. 1966) Momentaufnahmen aus dem Leben seines Erzählers mit dem Tod von Künstlern, die durch Unfälle starben oder freiwillig aus dem Leben schieden. Lisa Spalt setzt sich in ihrem spielerischen und gleichzeitig dichten Text Loop mit der „Poetik der Reproduktion“… Continue Reading „133. Junge Literatur in Österreich“

131. Qualtig

Pastiors sprachspielerische Gedichte sind keine Leselyrik. Ihr Sinn oder Unsinn erfüllt sich erst im Vortrag: Befreit von korsettierender Grammatik und Semantik und im Fluss von Wortmalereien, Silben- und Lautvertauschungen verliert sich mehr und mehr der Bedeutungsgehalt der Worte, werden Buchstaben zu reinem Klang. Das… Continue Reading „131. Qualtig“

129. „Gegenwartsliteratur…

… halte ich für uninteressant“ erklärt  Marcel Reich-Ranicki allen Cicero-Lesern. Ich gehörte bisher nicht dazu, und warum sollte sich das ändern? Wer es aber genauer wissen will, erhält folgende Information: Professor Marcel Reich-Ranicki ist Deutschlands Literaturpapst. 2006 legt er den vollständigen Kanon der Deutschen… Continue Reading „129. „Gegenwartsliteratur…“

128. Gedicht

WIR REDEN NICHT MEHR VIEL, WIR ZÄHLEN ZÜGE Am Telefon, du chattest nebenbei, Die Gegenseite hat die Hände frei, Ich wiederhole mich dabei, ich lüge, Daß es mir gar nichts ausmacht, dich zu hören, Wie du dich aufteilst zwischen zwei Systemen, Mir zuhörst, schreibst,… Continue Reading „128. Gedicht“

127. Neu: „manuskripte“ und „Lichtungen“

Ein gewohnt breites, literarisches Spektrum decken die „manuskripte“ in Nummer 185 ab. So findet sich etwa „das Alpland und feine Ohr“, eine in Arbeit befindliche Prosaschrift von Friederike Mayröcker. Günter Brus steuerte neben Lyrik auch das Titelbild der aktuellen Ausgabe bei. Die bulgarische Dichterin… Continue Reading „127. Neu: „manuskripte“ und „Lichtungen““

125. Viel zu hören

war bisher nicht; aber dank Facebook konnte ich wenigstens den Namen des Siegers erfahren. Den preis für politische lyrik der Zeitschrift lauter niemand hat gewonnen, wie verlautet: HEL. L&Poe gratuliert herzlich und hofft auf genauere Nachricht in Kürze.

122. Nobelgekrönte Lyrik

In der Huffington Post oder eher einem Blog derselben nutzt John Lundberg die Verleihung des Nobelpreises an Herta Müller, um an „the last poet to win the nobel prize“ zu erinnern: Ich habe nach englischen Übersetzungen der Gedichte von Herta Müller gesucht, aber es… Continue Reading „122. Nobelgekrönte Lyrik“

121. Büchertische

bei Lesungen sind eine gute Erfindung – wessen auch immer, es gibt sie. Einmal gelang es mir, vom Büchertisch in einem Raum der Universität Greifswald fast das – bis dahin veröffentlichte – Gesamtwerk der Autorin und Künstlerin Angelika Janz zu erwerben, die es im… Continue Reading „121. Büchertische“

120. Friederike Mayröckers Projekt

ENTGRENZTER TRAUM Michael Hammerschmid : “ich schreibe jetzt figural” – Zur Ästhetik von Friederike Mayröckers “Und ich schüttelte einen Liebling” Ausschnitt (komplett bei in|ad|ae|qu|at) Friederike Mayröcker schreibt an einem literarischen Projekt, von dem sie verschiedentlich angedeutet hat, es bräuchte eine Lebensdauer von mindestens 150… Continue Reading „120. Friederike Mayröckers Projekt“

119. Gegengabe

Felix Philipp Ingolds „Gegengabe“ – Folgeband zu seinem Werk „Wortnahme“ (2005) – ist ein literarisches Kompendium, gleichermaßen geeignet zum Nachlesen, Nachdenken und Nachschlagen, ein vielfältiges Buch, das Gaben aus der Dreifelderwirtschaft des Autors bereithält: Kritisches in Form von Essays, Rezensionen und Traktaten, Poetisches in… Continue Reading „119. Gegengabe“

118. Dadaistische Sprachperformance

Zu spät, um hinzugehen (für den Diagonalbewohner auch zu weit), aber nie zu spät zur Kenntnisnahme: Karlsruhe  – Anlässlich des 80. Dammerstock-Geburtstags präsentiert die Literarische Gesellschaft am Mittwoch, 7. Oktober, den holländischen Dichter und Komponisten Blonk in einer abenteuerlichen Lesung. Zwischen 26. September und… Continue Reading „118. Dadaistische Sprachperformance“

117. Für mündige Leser

Manchmal führt uns Poesie in das Geburtsstadium des Sprechens zurück, wo Wort und Klang, Laut und Bedeutung noch ungeschieden sind. Zu diesen radikal experimentellen Dichtern, die uns mit den Urszenen des Sprechens konfrontieren möchten, gehört die 1973 geborene Anja Utler. Ihr neues Gedichtbuch „jana,… Continue Reading „117. Für mündige Leser“

116. Nahezu indifferentes Ich

Wenn es jemand unter den Dichtern der jungen Generation versteht, sein künstlerisches Material kalt zu halten – dann ist es der 1977 geborene Daniel Falb. Sein Debütbuch „die räumung dieser parks“ präludierte 2003 einen neuen Typ junger Großstadtpoesie. Kühl, ironisch, gelassen, ja fast ungerührt… Continue Reading „116. Nahezu indifferentes Ich“

114. „Poesiealbum neu“

Im Rahmen des Literaturfestivals „textenet“ wird die 8. Ausgabe des Poesiealbums neu* „Deutschland. Gedichte“ am Donnerstag, 22. Oktober in der Stadtbibliothek vorgestellt. Das Heft spannt einen weiten Bogen über 70 Jahre deutsche Geschichte. Im Fokus steht die BRD ebenso wie die DDR und das… Continue Reading „114. „Poesiealbum neu““

113. Ostragehege

Die viermal jährlich erscheinende Publikation „Ostragehege – Zeitschrift für Literatur und Kunst“ ist eine feste Größe in der deutschsprachigen Literaturlandschaft. Autoren von Rang veröffentlichen seit 15 Jahren hier ihre Texte. Neben Prosa und Lyrik finden sich in jeder Ausgabe Übersetzungen und Nachdichtungen. Im Jubiläumsheft,… Continue Reading „113. Ostragehege“