Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Jede Lyrikbibliothek ohne Kookbooks ist eine traurige Sache. (literaturwerkstatt berlin)
Gerhard Falkners Gedicht beginnt mit dem Vorsatz, über das Nicht-Erinnern zu sprechen: „Es gibt hier nichts/was an dich erinnert“. Das ist ganz offensichtlich ein Widerspruch in sich selbst. Denn schon mit dieser Aussage zeigt das in einem sommerlichen Straßencafé sitzende Ich, wie intensiv es… Continue Reading „7. Unzuverlässiges Ich“
Der 1980 im nordrhein-westfälischen Meerbusch geborene und heute in der Schweiz lebende Westermann ist eine Ausnahmegestalt unter den jüngeren Lyrikern, die meist eine sprachexperimentelle Neuausrichtung ihrer Gattung anstreben. Westermann dagegen bekennt sich zu einer Poesie der „Dringlichkeit“, die primär die unsichere Kontur und Selbstwahrnehmung… Continue Reading „6. Dringlichkeit“
Der Lyriker Andre Rudolph erhält das Stadtschreiberstipendium 2013 der Universitätsstadt Tübingen. Wie seine Vorgängerinnen und Vorgänger wird Andre Rudolph für drei Monate im ehemaligen Aufseherhäuschen am Stadtfriedhof leben. Von April bis Juni 2013 bekommt er ein Stipendium, um in Ruhe an aktuellen Projekten zu… Continue Reading „103. Andre Rudolph Stadtschreiber“
Das gefällt mir: Lyrik im Gesindehaus! (Aber nein; leider trifft sich auch da nur der Kunstverein. Eintritt 8 Euro, 1 Getränk im Preis enthalten.)
Er pokert hoch im Einsatz von Wahrnehmungen und handwerklichen Mitteln, und meist gewinnt er – und manchmal wunderbar. (…) «Wer sehen kann, kann sehen», kommentiert die Zeile und sagt, dass das Gedicht im guten Fall Dinge zeigt, die eben noch nicht gesehen worden sind.… Continue Reading „101. Bilder hören“
Ich bin mit meiner Angst allein Der Brecht-Schüler Martin Pohl in den Zeiten des Kalten Krieges Von Stephan Suschke Am 22. Februar 1953 wurde ein 22-jähriger Mann in seiner Wohnung, Breite Straße 4 B in Berlin-Pankow, von der Staatssicherheit verhaftet. Er hieß Martin Pohl,… Continue Reading „100. Mit meiner Angst allein“
Viele Denkzettel haben allerdings – im Gegensatz zu den Gedichten – eine relativ kurze Halbwertszeit. Das mag vor allem an der unverblümten Freizügigkeit liegen, mit der Hensel immer wieder zum Kalauer greift. Eine Marotte, die so manchen Denkzettel zäh werden lässt: „Das Ur-Laub: von… Continue Reading „99. Gedichte und Denkzettel“
Aus der Rede von Lydia Mischkulnig zur Premiere der Lyrikreihe „Nadelstiche“ Die Theodor Kramer Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Lyrik-Reihe zu eröffnen, die jährlich 2 bis 4 Bände ins Licht der Öffentlichkeit rücken soll. Damit werden Zugänge zu Lebenswerken ermöglicht und… Continue Reading „98. Nadelstiche“
Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden Sie herzlich ein, am Samstag, den 9.3.2013 um 17 Uhr in die Literaturwerkstatt Berlin zu kommen. Nehmen Sie teil, wenn wir die Kampagne „Für ein Deutsches Zentrum für Poesie“ starten. Was steckt dahinter? Es ist an der… Continue Reading „96. Deutsches Zentrum für Poesie“
Dozent: André Rudolph Kompaktseminar: 19.-21.04.2013, Fr 15-20 Uhr, Sa 10-13 Uhr und 15-18 Uhr, So 10-13 Uhr Ort: Wilhelmstraße 19-23, Raum -1.19 (Untergeschoss) Beginn: 19.04.2013, c.t. Gedichte machen – oder zunichte machen? (im Ausgang von Reinhard Priessnitz) Wenn man nicht völlig selbstvergessen ist, bedeutet das Schreiben von Gedichten… Continue Reading „95. Werkstatt Lyrik, Gedichte machen – oder zunichte machen?“
Doch nicht das Wiedergeben von Stimmungen, sondern das durchdachte Spiel mit den Lyriktraditionen sei seine Herangehensweise, wie er am Beispiel seiner „Antiliebesgedichte“, wie er es nennt, erläutert. „Ich möchte mit so einem Gedicht das Liebesgedicht in Frage stellen.“ Nicht um das Anbeten, sondern um… Continue Reading „94. Antiliebesgedichte“
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