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Veröffentlicht am 3. März 2013 von lyrikzeitung
Der 1980 im nordrhein-westfälischen Meerbusch geborene und heute in der Schweiz lebende Westermann ist eine Ausnahmegestalt unter den jüngeren Lyrikern, die meist eine sprachexperimentelle Neuausrichtung ihrer Gattung anstreben. Westermann dagegen bekennt sich zu einer Poesie der „Dringlichkeit“, die primär die unsichere Kontur und Selbstwahrnehmung des Ich in den Blick nimmt, seinen Standort in der Verborgenheit „abseits der Dinge“. Damit hat er 2010 den „open mike“-Wettbewerb der Berliner Literaturwerkstatt in der Sparte Lyrik gewönnen.
Seine Gedichte geben sich narrativ, dabei wird das Erzählerische stets eingebunden in trancehafte Monologe, die vom Weltgefühl der Verlorenheit sprechen. Immer wieder sucht das an sich selbst zweifelnde und verzweifelnde Ich nach einer Verankerung – doch im „Kammerflimmern“ ist kein Halt zu finden. / Michael Braun, Tagesspiegel
Levin Westermann: unbekannt verzogen. Gedichte. Luxbooks Verlag, Wiesbaden 2013. 114 Seiten, 22 €.
Kategorie: Deutsch, Deutschland, SchweizSchlagworte: Levin Westermann, Michael Braun
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