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Das heutige Gedicht ist keins, zumindest hat es keinen Verfassernamen. Es steht in einem Lesebuch für Chinesischlernende: Erste chinesische Lesestücke. Ausgewählt und übersetzt von Susanne Hornfeck und Nelly Ma. München: DTV, 2009. 2. Aufl., 2011, S. 53. Nun, es heißt Lied, es ist gereimt… Continue Reading „Verkehrte Welt“
Ein frühes Beispiel aus der japanischen Lyrik. Prinz Ariwara no Narihira (825-880) war einer der sechs „göttlichen Dichter“ oder auch „Dichterweisen“ des 9. Jahrhunderts. An die Austernfischer Ihr Hauptstadtvögel, Seid wert Ihr Eures Namens, Wohlan, so laßt mich Eins fragen: Die Ersehnte,… Continue Reading „Poesie der Tiernamen“
Zum Geburtstag des Dichters Issa zwei Haiku über dasselbe Tier Der Regenschauer – Ob er wohl glücklich machte Die Weinbergschnecke? Aus: Haiku. Japanische Dreizeiler. Neue Folge Ausgewählt und aus dem Urtext übersetzt von Jan Ulenbrook. Stuttgart: Reclam, 1998, S. 59 Zum Abendmondschein Ach, schreien… Continue Reading „Weinbergschnecke“
Basho Mondnacht Hito koe wa – Tsuki ga naita ka? Hototogisu! Annähernd wörtliche Übersetzung: Horch, ein Rufen – Ruft nicht der Mond? Nein, nur der Kuckuck! Aus: Frühling Schwerter Frauen. Umdichtungen japanischer Lyrik mit einer Einführung in Geist und Geschichte der japanischen Literatur von… Continue Reading „Nur der Kuckuck“
Matsuo Bashō (jap. 松尾 芭蕉, Matsuo Bashō; * 1644 in Akasaka, Provinz Iga, heute: Akasaka, Ueno, Iga, Präfektur Mie; † 28. November 1694 in Osaka) Sein letzter Vers: Der Weg zählt meinen Schritt nicht mehr. Auf dürrer Heide Irrt mein Traum. Aus: Werner Helwig:… Continue Reading „Bashos letzter Vers“
Omar Khayyam (Ghiyath al-Din Abu l-Fath Omar ibn Ibrahim Jayyam Nishapurí, pers.: غیاث الدین ابو الفتح عمر بن ابراهیم خیام نیشاپوری ) auch Chayyām, Chajjam, Jayam, al-Jayyamu Omar ibn al-Jayyam, DMG ʿOmar-e Ḫayyām oder ʿUmar-i Ḫayyām; arabisch عمر الخيام, DMG ʿUmar al-Ḫayyām, * 18. Mai 1048 in… Continue Reading „Man sagt Wein sei verboten“
Fuad Rifka (* 28. Dezember 1930 in Kafroun bei Tartus, Syrien; † 14. Mai 2011 in Beirut) 13. MAI 1983 Welch ein Fieber am Himmel von New York! Fleisch siedet in Fleisch, Schatten gleich irren die Menschen in Kellern und stürzen ineinander wie Buchstaben,… Continue Reading „Himmel von New York“
Erste Strophe eines nepalesischen Gedichts, übersetzt von Erika Khatri, Studentin am Studienkolleg der Universität Greifswald. Das Gedicht trägt den Titel „Pagal“, „Verrückt“. E. Khatri gehört zum letzten Immatrikulationsjahrgang am Studienkolleg der Universität Greifswald. Die Universität schließt ihre internationalste Einrichtung im Rahmen eines „neuen Internationalisierungskonzepts“,… Continue Reading „Verrückt“
Daniel Waruzhan (* 20. April 1884 Brgnik, Westarmenien; in der Nacht vom 23. zum 24. April 1915 in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, verhaftet, am 26. August auf dem Weg in die „Verbannung“ in einer Schlucht bei der Stadt Çankırı ermordet) Der Acker Ich wünschte,… Continue Reading „Zum Gedenktag des Genozids an den Armeniern“
Zahiruddin Muhammad, auch Babur der Tiger genannt, Ur-Ur-Urenkel von Tamerlan, Begründer der Moguldynastie und erster Grossmogul von Indien, der auch ein bedeutender Dichter war (wenn auch hierzulande kaum bekannt). Er wurde im gleichen Jahr wie Luther geboren, die digitalen Quellen vermelden unterschiedliche Daten *… Continue Reading „Babur“
Howhannes Tumanjan (* 19. Februar 1869 in Dsegh, Russisches Kaiserreich, heute Armenien; † 23. März 1923 in Moskau) Die Bäche im Sommer, sie rauschen und schwinden dahin. Die Armen, die Dürstenden stöhnen und schwinden dahin. Imaginierte Quellen, die wonnevollen, im Sinn, Verschmachten die Dichter… Continue Reading „Schwinden dahin“
Aus der agadischen Dichtung, „meist in vulgär-aramäischer Sprache verfassten Dichtungen“, „die kolossalen jüdisch-nationalen Schriften der Talmude und Midraschim aus der Zeit von 200 v. Chr. bis 800 n. Chr.“. „Sie heisst Hagada, Agada (Gesagtes), weil sie von dem, der sie verkündet, nicht brauchte recipirt, gehört… Continue Reading „Es genügt, dass es gesagt wurde“
72 Ich meinte, alles meistre mein Verstand, er löse glatt des letzten Rätsels Band. Doch nun im harten Licht der Wirklichkeit erkenne klar ich, daß ich nichts erkannt! Aus: ‚Omar Chajjām und seine Vierzeiler nach den ältesten Handschriften aus dem Persischen verdeutscht von Christian… Continue Reading „Nachdichtung und wörtliche Übersetzung“
Chaim Nachman Bialik (חיים נחמן ביאליק, * 9. Januar 1873 im Dorf Radi, in der Nähe von Schitomir, Russisches Kaiserreich; gestorben 4. Juli 1934 in Wien) Aus: Chaïm Nachman Bialik: Gedichte. Aus dem Hebräischen übertragen von Louis Weinberg. Berlin: Welt-Verlag, 1920
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