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Veröffentlicht am 2. Februar 2019 von lyrikzeitung
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Ich meinte, alles meistre mein Verstand,
er löse glatt des letzten Rätsels Band.
Doch nun im harten Licht der Wirklichkeit
erkenne klar ich, daß ich nichts erkannt!
Aus: ‚Omar Chajjām und seine Vierzeiler nach den ältesten Handschriften aus dem Persischen verdeutscht von Christian Herrnhold Rempis. Tübingen: Verlag der deutschen Chajjam-Gesellschaft, 1935, S. 70
Ich sprach: Mein Herz ward nicht vom Wissen ausgeschlossen,
wenige der Rätsel blieben, die nicht begriffen wurden.
Trotzdem, wenn ich’s mit Verstand betrachte, (seh ich):
mein Leben schwand und nichts ward mir bekannt.
Ebd. S. 120
Ich sprach: mein Herz soll Wissenschaft verstehen;
Und wenig war, was ich nicht eingesehen:
Doch wenn ich’s schaue reiferen Gesicht’s:
Das Leben ist vorbei – und ich weiss nichts.
Joseph von Hammer-Purgstall, aus: Der poetische Orient. Leipzig 1856, S. 500
Kategorie: Iran, PersischSchlagworte: Christian Herrnhold Rempis, Joseph von Hammer-Purgstall, Omar Khayyam
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ich habe noch die Nachdichtung von Joseph von Hammer-Purgstall hinzugefügt. Ob Fitzgerald diesen Vierzeiler übersetzt hat, habe ich noch nicht herausgefunden.
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