101. Gestorben

Der portugiesische Dichter António Ramos Rosa starb am 23.9. in Lissabon im Alter von 88 Jahren. 1990 bekam er den Großen Lyrikpreis (Grand prix de poésie). In diesem Frühjahr erschien sein letzter Gedichtband. Als Übersetzer vermittelte er das Wort französischer Dichter, darunter René Char und Henri Michaux. Während der Salazardiktatur leistete er Widerstand und kam dafür ins Gefängnis. / Cécile Mazin, Actualitté

Diesem Nachruf übernehme ich ein Gedicht Portugiesisch und Französisch

Uma voz
Quero pertencer à abóbada escura como um amante inerme
e ser o alento do silêncio sobre os ombros das nuvens.
Quero aderir à sombra das palavras da folhagem
e compreender a terra na selvagem seda do desejo.

Une voix
Je veux appartenir à la voûte obscure comme un amant désarmé,
devenir le souffle du silence sur les épaules des nuages.
Je veux adhérer à l’ombre des paroles du feuillage
et comprendre la terre dans la soie farouche du désir.

(Animal Regard, Ed. Unes, 1988)

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