Schlagwort: Paul Celan

100. Den Krummnasigen das grade Gedicht

Welcher Gemeinschaft wollte sich Paul Celan zugehörig fühlen? Noch in Czernowitz übersetzte er zwei Gedichte von Jehuda Halevi aus dem Hebräischen. „Im Osten weilt mein Herz, ich selbst im fernen West“, lautet ein Vers aus dessen berühmter „Zionide“, einem Gedicht der Zionsliebe. (,,,) Es… Continue Reading „100. Den Krummnasigen das grade Gedicht“

95. Schuttkarren*

Kassel: Da stellt sich nun die Frage nach dem Bezug des Werks von Paul Celan der Gedichte zur Realität. Sie sagen auch noch mal in Ihrem Buch an einer Stelle, dass Sie jetzt noch stärker als jemals zuvor wirklich auch gemerkt hätten, wie sehr man… Continue Reading „95. Schuttkarren*“

87. Celan 90

1956 wird für die Filmfestspiele Cannes Alain Resnais’ Streifen über die NS-Vernichtungslager »Nacht und Nebel« nominiert, den Filmtext hatte Celan ins Deutsche übertragen – daraufhin bewirkt die Bundesregierung eine Absetzung des Streifens, weil er »Hass auf das deutsche Volk in seiner Gesamtheit« erzeuge. /… Continue Reading „87. Celan 90“

72. Lange Nacht über Paul Celan

DLR 19.11. 23:05 – 02:00 Uhr DLF 20.11.2010 · 23:05 – 02:00 Uhr Autor: Helmut Böttiger Paul Celan, am 23. November 1920 geboren, gilt allgemein als der bedeutendste deutschsprachige Lyriker nach 1945. Seine „Todesfuge“ über das Leben in den Konzentrationslagern der Nazis ist zu einem… Continue Reading „72. Lange Nacht über Paul Celan“

69. Porzellan-Engel

Die vielleicht schönste Definition dafür, was konkrete Kunst kann und will, hat der Begründer der konkreten Poesie einst selbst geliefert: „Es ist kein Abbilden mehr, sondern ein Umdenken der Welt in Kunst.“ Die Rede ist von Eugen Gomringer (85), der in den frühen 50er-Jahren, von… Continue Reading „69. Porzellan-Engel“

53. Meine Anthologie 59: David Rokeah, Paul Celan

Paul Celan Als Paul Celan nach Jerusalem kam verstreuten sich die Schlüsselworte seiner Gedichte zwischen dem Tor des Erbarmens und dem Tor der Löwen und kehrten nicht zurück zu ihm bis zum Tag seines Todes   Manchmal, in Jerusalem, sehe ich ihn streicheln das… Continue Reading „53. Meine Anthologie 59: David Rokeah, Paul Celan“

117. Aus dem Lyrikschlachthof

Die große, umfassende Anthologie schwedischer Lyrik, die Enzensberger und Nelly Sachs planten, ist an einem vernichtenden Gutachten gescheitert, das Peter Rühmkorf 1961 in seiner bewährten, aus dem „Lyrikschlachthof“ der Zeitschrift „Konkret“ bekannten Leslie-Meier-Manier (Leslie Meier war Rühmkorfs Pseudonym) verfasst hat. Damit hatte Rühmkorf schon… Continue Reading „117. Aus dem Lyrikschlachthof“

39. Keine Metaphern

Die „Todesfuge“ habe er, so erinnert sich Paul Celan im Herbst 1960, im Mai 1945 geschrieben, nach der Lektüre von Berichten über das Lemberger Ghetto in der „Izvestija“. Dem Hinweis nachzugehen ist schon deshalb eine Herausforderung, weil Celans Angaben irreführend sind. Nicht erst im… Continue Reading „39. Keine Metaphern“

123. Fundgrube

Sonett 66 „Tyr’d with all these for restfull death I cry“, Shakespeares verzweifelter Aufschrei der Welterkenntnis, wurde unter anderem übersetzt von Wolf Biermann, Volker Braun, Paul Celan, Lion Feuchtwanger, Stefan George, Stephan Hermlin, Karl Kraus, Gustav Landauer, Florens Christian Rang, Herbert Rosendorfer, Johannes Schlaf,… Continue Reading „123. Fundgrube“

100. Meridian Czernowitz

Zum neunzigsten Geburtstag des großen Celan veranstaltet seine Vaterstadt erstmals ein Poesiefestival, hat Dichter aus halb Europa, vor allem aus den deutschsprachigen Ländern, dorthin geladen, wo zwischen 1880 und 1940 eine der unerhörtesten Explosionen von Kreativität stattfand, die es in Europas Kultur je gegeben… Continue Reading „100. Meridian Czernowitz“

65. Datenschreiber IV: Nemesis Divina – Marc Bolans Bein

Den vierten Teil der Lettrétage-Datenschreiber-Serie widmen Ann Cotten und Bert Papenfuß dem Superstar des Glamrock, Marc Bolan an dessen 33. Todestag. Aber auch Carl von Linné könnte eine gewisse Rolle spielen. Neugierig? Weiteren Aufschluss erhalten Sie – vielleicht – unter http://www.datenschreiber.net. Auch ein Besuch… Continue Reading „65. Datenschreiber IV: Nemesis Divina – Marc Bolans Bein“

47. Adolf Endler 80

Endler sudelte, er schrieb Tagebuchblätter, ätzend scharf, mit Genuss kauzig, mit Freude vertrackt, ehrgeizig bedacht auf das Sammeln jedweden Widersinns und Unsinns; mit wonnigem Fiber quirlte er Sprache, collagierte Zeitungsdeutsch mit seiner beißenden Poesie (»Tarzan vom Prenzlauer Berg«, »Der Pudding der Apokalypse«, »Nebbich. Eine… Continue Reading „47. Adolf Endler 80“

30. Hand des Dichters

Oft ist es auch die Hand des Dichters, die einen sinnlichen Kontakt mit den Dingen herstellt und die orientierenden Zeichen entwirft, die es für einige Augenblicke ermöglichen, mit der Welt in Berührung zu kommen: „Eine Hand winkt flattert flackert / eine Stille blickt mich… Continue Reading „30. Hand des Dichters“

2. Mehr als Lyrik

MAZ: Frau Cotten, Sie sind eine erfolgreiche Lyrikerin, bezeichnen sich aber selbst nicht als Lyrikerin! Warum? Ann Cotten: Ich bezeichne mich als gar nichts. Den Begriff Lyrik finde ich irreführend, er kommt eigentlich von einer lieblichen Unterabteilung der Dichtung. Es gibt einen gewissen Stil… Continue Reading „2. Mehr als Lyrik“

78. Gestorben

Der Schriftsteller Roger Munier, Übersetzer von Martin Heidegger und Octavio Paz und Rimbaudspezialist, starb am Dienstag im Alter von 87 Jahren. Außer mit René Char, der ein Vorwort zu einem seiner Bücher schrieb, unterhielt er auch freundschaftliche Beziehungen zu Paul Celan, der ihm eins… Continue Reading „78. Gestorben“