Sultan Selim I.
Höchste Liebe
Fürwahr, es ist so weit mit mir gekommen,
Daß, wenn es nicht verruchter Frevel wär,
Ich zu ihr spräche, voller Anbetung:
„Wo Gott ist? Hier bei dir. Du bist es selbst.“
Hans Bethge: Das türkische Liederbuch. Kelkheim: YinYang Medie Verlag 2002, S. 17 (Erstausgabe Berlin 1913)
Wikipedia weiß:
Selim I., genannt Yavuz („der Gestrenge“), osm. سليم الأول بن بايزيد الثاني بن محمد الفات; * 10. Oktober 1470 in Amasya; † 21. September 1520 bei Edirne) war vom 24. April 1512 bis 1520 Sultan des Osmanischen Reiches. Nach der osmanischen Geschichtsschreibung war Selim als erster osmanischer Sultan seit 1517 zugleich auch Kalif.
Mnemosyne*
Reif sind, in Feuer getaucht, gekochet
Die Frücht und auf der Erde geprüfet und ein Gesetz ist,
Daß alles hineingeht, Schlangen gleich,
Prophetisch, träumend auf
Den Hügeln des Himmels. Und vieles
Wie auf den Schultern eine
Last von Scheitern ist
Zu behalten. Aber bös sind
Die Pfade. Nämlich unrecht
Wie Rosse, gehn die gefangenen
Element und alten
Gesetze der Erd. Und immer
Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht. Vieles aber ist
Zu behalten. Und not die Treue.
Vorwärts aber und rückwärts wollen wir
Nicht sehn. Uns wiegen lassen, wie
Auf schwankem Kahne der See.
Wie aber Liebes? Sonnenschein
Am Boden sehen wir und trockenen Staub
Und heimatlich die Schatten der Wälder und es blühet
An Dächern der Rauch, bei alter Krone
Der Türme, friedsam; gut sind nämlich,
Hat gegenredend die Seele
Ein Himmlisches verwundet, die Tageszeichen.
Denn Schnee, wie Maienblumen
Das Edelmütige, wo
Es seie, bedeutend, glänzend auf
Der grünen Wiese
Der Alpen, hälftig, da, vom Kreuze redend, das
Gesetzt ist unterwegs einmal
Gestorbenen, auf hoher Straß
Ein Wandersmann geht zornig,
Fern ahnend mit
Dem andern, aber was ist dies?
Am Feigenbaum ist mein
Achilles mir gestorben,
Und Ajax liegt
An den Grotten der See,
An Bächen, benachbart dem Skamandros.
An Schläfen Sausen einst, nach
Der unbewegten Salamis steter
Gewohnheit, in der Fremd, ist groß
Ajax gestorben,
Patroklos aber in des Königes Harnisch. Und es starben
Noch andere viel. Am Kithäron aber lag
Elevtherä, der Mnemosyne Stadt. Der auch, als
Ablegte den Mantel Gott, das Abendliche nachher löste
Die Locken. Himmlische nämlich sind
Unwillig, wenn einer nicht die Seele schonend sich
Zusammengenommen, aber er muß doch; dem
Gleich fehlet die Trauer. **
Aus der „LyrikMail“ von http://www.textgalerie.de/, 20.4.2000
*) gr.: Gedächtnis, Erinnerung; die Mutter der 9 Musen
**) dem /eben Beschriebenen/ gleich fehlet (verfehlt das Gebotene) die Trauer: der Trauernde begeht denselben Fehler wie derjenige, der „nicht die Seele schonend sich zusammengenommen“.
Laut Beißner „Hölderlins letzte Hymne“ (dat. Herbst 1803); nach neuerer Ansicht keineswegs die „letzte“, sondern lediglich der letzte (fast) vollendete Entwurf, und in wesentlich spätere Zeit zu datieren (Spätherbst 1805 – 1806).
„Nicht drohender Verlust des Gedächtnisses ist also das zentrale Thema des Gedichts, sondern die vom Dichter kraft der Erinnerung gestiftete Unsterblichkeit.“ Friedrich Hölderlin, „Bevestigter Gesang“. Die neu zu entdeckende hymnische Spätdichtung bis 1806 (hg. Dietrich Uffhausen). Stuttgart: Metzler 1989, S. 261.
© (Für Auswahl und Kommentar) Michael Gratz 2000.
A honeymoon. How often does one happen according to the dreams that preceded it? In this poem, Wesley McNair, a poet from Maine, describes a first night of marriage in a tawdry place. But all’s well that ends well.
For My Wife
How were we to know, leaving your two kids
behind in New Hampshire for our honeymoon
at twenty-one, that it was a trick of cheap
hotels in New York City to draw customers
like us inside by displaying a fancy lobby?
Arriving in our fourth-floor room, we found
a bed, a scarred bureau, and a bathroom door
with a cut on one side the exact shape
of the toilet bowl that was in its way
when I closed it. I opened and shut the door,
admiring the fit and despairing of it. You
discovered the initials of lovers carved
on the bureau’s top in a zigzag, breaking heart.
How wrong the place was to us then,
unable to see the portents of our future
that seem so clear now in the naiveté
of the arrangements we made, the hotel’s
disdain for those with little money,
the carving of pain and love. Yet in that room
we pulled the covers over ourselves and lay
our love down, and in this way began our unwise
and persistent and lucky life together.
American Life in Poetry is made possible by The Poetry Foundation (www.poetryfoundation.org), publisher of Poetry magazine. It is also supported by the Department of English at the University of Nebraska-Lincoln. Poem copyright ©2009 by Wesley McNair, whose most recent book of poems is Lovers of the Lost: New and Selected Poems, Godine, 2010. Poem reprinted from Five Points, Vol. 12, no. 3, by permission of Wesley McNair and the publisher.
Introduction copyright © 2009 by The Poetry Foundation. The introduction’s author, Ted Kooser, served as United States Poet Laureate Consultant in Poetry to the Library of Congress from 2004-2006. We do not accept unsolicited manuscripts.
Der Premio Nacional de Literatura (Nationaler Literaturpreis) der Dominikanischen Republik 2010 geht an den Dichter Mateo Morrison, wurde in Santo Domingo mitgeteilt. Morrison ist ein Vertreter der Nachkriegsgeneration. Die Jury besteht aus Universitätsrektoren und Kulturfunktionären. Die Preissumme beträgt eine Million Pesos (zur Zeit gibt es 1 Dollar für ca. 35 Pesos). Der Preis wird am 17.2. im Nationaltheater verliehen.
Mateo Morrison (1947) ist Lyriker, Publizist und kultureller Aktivist und gründete die Gruppe La Antorcha (Die Fackel) und die Literaturwerkstatt „César Vallejo“. / Listín Diario / La República 9.2.
Texte in der Zeitschrift Arquitrave Juni 2009 (Pdf)
[SIC], das ist keine Sippe, keine Sinnzentrale. [SIC], das sind Sichtweisen. Tastend geht es wieder und weiter voran auf dem Seilakt literarischer Qualitätsurteile und Expeditionen. Neu ist dieses Mal ein kleiner Blick über die Grenzen hinaus mit den Gedichten von Tonnus Oosterhoff, die Jürgen Nendza aus dem Niederländischen übersetzt hat, und der wahnwitzigen Prosa von Kerry Shawn Keys in der Übertragung von Ron Winkler. Zudem gibt es Lyrik und Prosa von Guy Helminger, Adrian Kasnitz, Alexander Gumz, Cornelia Schmerle, Jan Skudlarek, Simone Kornappel, Martin Lechner, Przemek Zybowski uvm.
Zu beziehen ist die Zeitschrift für 6 EUR (zzgl. Versand) über die Internetseite www.siconline.de.
In den Sechzigern, als Poesie noch gefährlich war, titelte der österreichische „Express“: „Opernmord: Wiener Mundartdichter muss wegen seiner Verse Alibi erbringen!“ Das ihm zur Last gelegte Lustverbrechen an einem Ballettmädchen hat der österreichische Schriftsteller Gerhard Rühm definitiv nicht begangen, denn er selbst war nicht ganz so finster wie seine Lyrik. Die poetischen Valeurs des Makabren hat Rühm mit den Kollegen der so genannten Wiener Gruppe erforscht, er hat in „imaginären Dialektgedichten“ das Wienerische lautlich abstrahiert, was ihn rasch in die Nähe der Konkreten Poesie brachte. Anders allerdings und um vieles sinnlicher als manche Hüter der Avantgarde hat Gerhard Rühm seither sein Werk vorangetrieben. / Paul Jandl, Die Welt 12.2.
Bei Matthes & Seitz erscheint dieser Tage mit „theaterstücke“ der 5. Band der Werkausgabe von Gerhard Rühm.
Er musste sich zunächst eine Zeit im Ausland aufhalten, ich glaube, in Italien, ließ sich aber dann in der Ortschaft Staufen nieder. Wir haben dort stundenlange Spaziergänge gemacht. Die Gespräche mit Huchel waren für mich sehr interessant. Sie betrafen ein einziges Thema: Huchel sprach über sich. So ungewöhnlich war das nicht. Wenn einer nicht egozentrisch ist, dann wird er nicht Dichter. So waren sie alle, von Goethe bis Brecht. Nur vermochten Goethe oder Brecht diese Egozentrik einigermaßen zu verbergen. Huchel plante damals ein autobiographisches Buch. Es sollte vor allem die Geschichte einer Zeitschrift werden – es sollte natürlich die Zeitschrift „Sinn und Form“ sein. Das war für ihn das Zentrum der Welt. Aber aus „Sinn und Form“ ist nichts geworden. / Fragen Sie Reich-Ranicki, FAS
Am 12. Februar um 19 Uhr wird das neue Buch „Totenmaske“ (Corvinus Presse Berlin, 2010) im Festsaal des Berliner Schlosses Britz präsentiert. (Alt-Britz 73,12359 Berlin, Tel: 030 / 609 79 23-0).
Der Verleger Hendrik Liersch ist anwesend, der Künstler Zoppe Voskuhl und natürlich die Übersetzerin Catherine Hales und die Autorin Anna Hoffmann.
Außerdem lesen die Autorinnen Anna Hoffmann und Catherine Hales (auf englisch) Lyrik.
TOTENMASKE
Das Buch liegt in einem schlanken Hochformat vor, die Gedichte in deutsch und englisch umkreisen das Thema Sterben und Tod.
Umschlag, Frontispiz und 2 Innengrafiken von Zoppe Voskuhl.
Im Buchdruck hergestellt und gebunden von Hendrik Liersch, der für seine buchkünstlerischen Leistungen 2009 den V. O. Stomps Preis der Stadt Mainz erhielt.
Samstag, 13. Februar 2010, 19:30 Uhr, Eintritt: 5,- Euro
Lettrétage
Methfesselstraße 23-25
Telefon 030 692 453 8
10965 Berlin
Ein Autoren-Leseabend, zusammengestellt von Lutz Steinbrück
Mit Tobias Roth, Birgit Kreipe, Simone Kornappel, Magdalena Jagelke, Silke Peters und Jinn Pogy
Während der Fluss noch die Traumperspektive probt, sorgt die Blindenschrift der tümpelnden Enten für Gänsehaut. Die Schatten der Bäume: zusammengerollt in der Aussicht – als Kulisse für Erika Mustermann, der Ikone des Personalausweismusters. Inmitten der Altlasten ihres faltigen Heims übt sie sich in deutscher Suppe, bis die Landschaft überfließt und die Innenbrände sich an der Himmelskante spiegeln. Kaurismäki schaut im Pyjama vorbei. Er hat karelische Piroggen im Gepäck. Frau Mustermann denkt scharf nach. Zwei Salmiakschnäpse später schwimmen die Piroggen oben.
Mit dabei:
Magdalena Jagelke (Köln), 1974 in Polen geboren. 1986 Auswanderung nach Norddeutschland. Studierte Anglistik, Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften, u.a. macondo (13/2005), minima (2/2006), außer.dem (16/2009). 2008 Teilnahme an der Autorenwerkstatt der Stiftung Lyrik Kabinett in München. Lesungen bei der Lesebühne Köln.
Silke Peters (Stralsund), die gebürtige Rostockerin (Jahrgang 1967) arbeitet als Lehrerin sowie in Naturschutz- und Kunstprojekten. 2009 wurde sie Zweite beim Feldkircher Lyrikpreis; 2008 lud man sie zum Christine-Lavant-Preis in Wolfsberg/Österreich ein. Sie schreibt seit 1998 literarisch, veröffentlicht und liest seit 2000. Ab 2004 Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen. Texte für Künstlerbücher, Kataloge und Ausstellungseröffnungen. 2006 Teilnahme am Künstlerinnenprojekt „Medea“. 2007 Konzeption der Ausstellung „Mutterverrat“ im Literaturzentrum Vorpommern im Koeppenhaus Greifswald mit der Künstlerinnengruppe „Medea“. Porträttexte für die beteiligten Künstlerinnen. Arbeit und Fertigstellung des großflächigen Textildrucks „Parnassias Herzblattstörung“. 2009 Gründung der Autorinnengruppe „Textrabatt“ und Aufbau einer Lesebühne in Stralsund unter gleichem Namen. Mitarbeit und Organisation von verschiedenen Kunstprojekten in Mecklenburg-Vorpommern. Veröffentlichungen: Gedichtbände Wassernüsse vermisst (Wiecker Bote, 2000) und Parnassia (Wiecker Bote, 2008) sowie in den Zeitschriften außer.dem, Wiecker Bote u.a.
Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2010 geht an die Journalistin und Literaturkritikerin Dorothea von Törne. Sie schreibt regelmäßig über deutschsprachige und internationale Lyrik und Prosa in Tages- und Wochenzeitungen, in jüngster Vergangenheit vor allem für „Die Literarische Welt“. / Tagesspiegel / 11.2.
– so höre ich den deutschen Außenminister im Radio – würde jetzt über Leistungen für Hartz-IV-Empfänger diskutiert, statt über Steuererleichterungen für Leistungsträger. Allein für dieses Wort gehört der Typ öffentlich geohrfeigt, was hiermit geschehen ist. (Und die seiner Wähler, die nicht Hotelbesitzer sind, gleich mit!)
von Gerhard Roth kann man in der Wiener Zeitung Die Presse nachblättern, mit Titeln wie Krähenspuren im Schnee oder Punktschrift-Schreibmaschine aus dem Museum des Blindenwesens.
Der Verlag Beltz & Gelberg und die Stadt Weinheim laden wieder Autorinnen und Autoren ein, sich mit einem bisher unveröffentlichten Text um den Peter-Härtling-Preis 2011 zu bewerben. Gesucht werden laut einer Mitteilung des Verlags Manuskripte für ein Kinder- oder Jugendbuch in deutscher Sprache für Leserinnen und Leser im Alter von 10 bis 15 Jahren. … Bilderbuchtexte, Gedichte und ähnliche Kurztexte könnten nicht berücksichtigt werden. / Mannheimer Morgen 11.2.
(Härtling selber hat zwar auch solche Kurztexte geschrieben)
Dies zB:
Peter Härtling
Christian Wagner in seinem Haus
Die Stube geweißnet,
die Sätze ausgeschickt, alle,
die Geiß gemolken,
den Himmel übers Haus gespannt,
jetzt
kann er die Antworten
einsammeln
und unter die Türschwelle
legen:
Ihr seid alle
willkommen.
(Michael Buselmeier hat das Gedicht in der Freitag-textgalerie kommentiert, nachzulesen in: Der gelbe Akrobat. Poetenladen 2009)
Im österreichischen Schloß Wartholz in Reichenau an der Rax gibt es auch ein öffentliches Wettlesen, das von einem in Gartenbaubetrieb initiiert wurde. Anders als in Klagenfurt lesen dort auch Lyriker, und einer gewann heuer:
Der Hauptpreis (10.000 Euro) ging an den 1960 geborenen oberösterreichischen Autor Christian Steinbacher, der sich abseits des Scheinwerferlichts seit vielen Jahren in seiner experimentellen Lyrik und seinen Arbeiten zur Poesie mit den Möglichkeiten von Sprache auseinandersetzt. Steinbacher ist einer, der es dem Leser oft nicht leicht macht. Auch sein Siegertext, das Langgedicht Kaum konzertante Konzentrate, schaffe sich seine Regeln selbst, so die Jury. Und weiter: Es handle sich um ein versiertes Spiel mit lyrischen Elementen, das in jedem Vers Sinnkonzentrate in den Raum stellt, um sie im nächsten zu zerstören. Zweckfreiheit ist ein Wort, das in diesem Zusammenhang wichtig ist. / Stefan Gmünder, Der Standard 9.2.
Jehuda Halevi ist vor allem als Dichter bekannt, eine der Leuchtgestalten des sogenannten Goldenen Zeitalters des jüdischen Spanien im 11. und 12. Jahrhundert. Aber wenn man Hillel Halkins neues Buch „Jehuda Halevi “ gelesen hat, wird klar, daß Halevi noch bedeutender ist, als seine Lyrik ahnen läßt.
Halevi, der um das Jahr 1070 geboren wurde, war vielleicht der beste hebräische Autor zwischen Bibel und Bialik*; der Schlüssel zu seinem Erfolg war die Einführung arabischer und islamischer Formen in einen hebräischen und jüdischen Kontext. Er lebte in einer Zeit, die man immer noch gern – und wie Halkin zeigt, ungenau – als ein Paradies des Miteinanderlebens in Erinnerung hat, in dem Christen, Moslems und Juden miteinander in Harmonie lebten. Im Gegenteil, seine Lebenszeit war geprägt von ständigen Kämpfen zwischen christlichen und islamischen Führern und regelmäßigen Judenverfolgungen von beiden Seiten. Sein klassischer Prosatext Kuzari plädiert für die Überlegenheit des Judentums über Christentum, Islam und die rationalistische Philosophie, aber er tut das in einer Weise, die manchen zeitgenössischen Juden unverzeihlich chauvinistisch, ja rassistisch vorkam. / Adam Kirsch, Tablet 9.2.
*) Chaim Nachman Bialik (1873-1934, Wolhynien/ Rußland, 1924 Israel)
1903 schockten die Pogrome von Kischinew die zivilisierte Welt. Nachdem Bialik mit einigen Ueberlebenden des Massakers gesprochen hatte, schrieb er das Gedicht „Al haSchechitah“ („Auf der Schlachtbank“), in dem er den Himmel aufruft, entweder sofort Gerechtigkeit zu ueben oder die Welt zu zerstoeren, denn Vergeltung allein ist nicht genug.
Verflucht sei der, der sagt „Rache!“
Vergeltung fuer das Blut eines kleinen Kindes
Hat sich Satan noch nicht ausgedacht.
1904 entstand das Gedicht „Be Ir HaHaregah“ („In der Stadt des Schlachtens“), in dem Bialik die laue Verurteilung des Massakers anprangert. Er ist erbittert wegen der fehlenden Gerechtigkeit und erschlagen durch die Gleichgueltigkeit der Natur: „Die Sonne schien, die Akazien bluehten, und die Schlaechter schlachteten.“ / jafi.org
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