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Veröffentlicht am 12. Februar 2010 von lyrikzeitung
In den Sechzigern, als Poesie noch gefährlich war, titelte der österreichische „Express“: „Opernmord: Wiener Mundartdichter muss wegen seiner Verse Alibi erbringen!“ Das ihm zur Last gelegte Lustverbrechen an einem Ballettmädchen hat der österreichische Schriftsteller Gerhard Rühm definitiv nicht begangen, denn er selbst war nicht ganz so finster wie seine Lyrik. Die poetischen Valeurs des Makabren hat Rühm mit den Kollegen der so genannten Wiener Gruppe erforscht, er hat in „imaginären Dialektgedichten“ das Wienerische lautlich abstrahiert, was ihn rasch in die Nähe der Konkreten Poesie brachte. Anders allerdings und um vieles sinnlicher als manche Hüter der Avantgarde hat Gerhard Rühm seither sein Werk vorangetrieben. / Paul Jandl, Die Welt 12.2.
Bei Matthes & Seitz erscheint dieser Tage mit „theaterstücke“ der 5. Band der Werkausgabe von Gerhard Rühm.
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Gerhard Rühm, Paul Jandl, Wiener Gruppe
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Mein Gott, was ist Paul Jandl passiert? Er schreibt für Die Welt. Ist er bei der NZZ in Ungnade gefallen? Das täte mir leid, wenn er so abgerutscht wäre.
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