A limited number of free copies of the April 2011 issue of Poetry magazine will be available to book clubs and reading groups that request them by February 20. Issues will ship in late March, and reading groups will receive their copies for consideration during National Poetry Month. Reading communities can discuss thought-provoking Poetry content—both commentary and poems—or simply read the issue aloud.
Requests, including only one mailing address per reading group, will be accepted online. Because of the cost of shipping and handling, each group is limited to 10 free copies. In return, the magazine will ask for a brief account of your group’s experience.
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About Poetry
Founded in Chicago by Harriet Monroe in 1912, Poetry is the oldest monthly devoted to verse in the English-speaking world. Monroe’s “Open Door” policy, set forth in Volume 1 of the magazine, remains the most succinct statement of Poetry’s mission: to print the best poetry written today, in whatever style, genre, or approach. The magazine established its reputation early by publishing the first important poems of T.S. Eliot, Ezra Pound, Marianne Moore, Wallace Stevens, H.D., William Carlos Williams, Carl Sandburg, and other now-classic authors. In succeeding decades it has presented—often for the first time—works by virtually every major contemporary poet.
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Wenigstens herrschten geordnete Verhältnisse. Meistersang ist später in Verschiß geraten. Immerhin weiß Goethe über Hans Sachs: „In Froschpfuhl all das Volk verbannt, das seinen Meister je verkannt.“
Ich zitiere aus einer Darstellung des 19. Jahrhunderts:
Der Fehler, die zu vermeiden waren und bestraft wurden, waren 32 verzeichnet. Darunter gehörten: Einmischung lateinischer Wörter in Reimzeilen; Verstöße gegen die Prosodie; blinde Worte (unrichtige Bezeichnungen); Halbworte (verstümmelte); Anhänge (wenn aus einsylbigen Wörtern zweisylbige), Klebsylben (wenn aus mehrsylbigen einsylbige gemacht wurden), Milben (des Reims wegen abgebrochene Wörter, z.B. von dem Dinge will ich singe); linde und harte Reime, wie: Knaben – Kappen, Laden – Thaten, Gott – Tod etc., hießen Laster. Undeutlich ausgedrückte Gedanken hießen blinde Meinungen, verkehrte, abergläubische, schwärmerische, unsittliche und unchristliche Ansichten falsche Meinungen. Wer nun solche Hauptfehler gegen Reinheit der Sprache, des Metrums und der Gesinnung sich zuschulden kommen ließ, hatte sich versungen und konnte von den Merkern, selbst mit Ausschließung, gestraft werden. Das höchst zu Leistende war die Erfindung eines neuen Tons.
Aus: Karl Eitner: Synchronistische Tabellen zur vergleichenden Uebersicht der Geschichte der deutschen National-Literatur: von der frühesten Zeit bis zum Jahre 1832 : für Freunde der Literatur und zum Gebrauche beim Unterricht in höhern Lehrenstalten. Joh. Urban Kern, 1856
(hier als pdf)
„Liebe, Lust und Leidenschaft“ ist das Thema der neuen Ausgabe der Literatur-Zeitschrift „Allmende“ (…)
Der Herausgeber der Zeitschrift, der Karlsruher Literatur-Professor und Vorsitzende der Literarischen Gesellschaft, Hansgeorg Schmidt-Bergmann, und sein Mitarbeiter Matthias Walz verdeutlichten im engagierten Gespräch zum einen, wie schwierig es ist, eine Zeitschrift mit einer Auflage von 1000 Stück – von denen 400 an Abonnenten gehen – zu finanzieren und zu unterhalten (…) Lebendiges Zeugnis davon, wie wichtig eine solche Publikationsplattform besonders für Autoren ist, legte Christoph W. Bauer, Stipendiat im vergangenen Hausacher Leselenz, ab, der aufgrund einer Erstveröffentlichung von drei Gedichten in „Allmende“ eine Gesamtpublikation des in Hausach fertiggestellten gesamten von dem römisch-antiken Dichter Catull inspirierten Gedichtzyklus „Mein lieben, mein hassen, mein mittendrin du“ für den nächsten Herbst in Aussicht hat. Aus diesem insgesamt 37 Gedichte umfassenden, Epochen übergreifenden Zyklus trug er einige Verse vor in einer, wie Walz hervorhob, „alltagstauglichen und leichten Sprache“.
Bauer, der auch Schreibwerkstätten in Schulen anbietet und die Erfahrung gemacht hat, dass lateinische Hexameter den Schülern heute wie Rap-Gesang vorkommen, bekannte sich ausdrücklich zu einer Lyrik, in der die Form – Sonett oder Terzine, Reimschema oder Versmaß – eine wichtige Rolle spielt. / Susanne Ramm-Weber, Badische Zeitung 31.1.
Polen feiert in diesem Jahr zwei große Intellektuelle, Marie Curie-Skłodowska und Czesław Miłosz. Das Parlament des Landes erklärte 2011 zum Curie- und Miłosz-Jahr. Die Physikerin stellte als erste eine Theorie der Radioaktivität auf und erhielt zweimal den Nobelpreis für ihre bahnbrechenden Arbeiten, 1903 für Physik und 1911 für Chemie. Miłosz ist Lyriker, im Westen aber am bekanntesten für seine Abrechnung mit dem Stalinismus, die 1953 unter dem englischen Titel „The Captive Mind“ erschien (deutsch: „Verführtes Denken“). 1980 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, 1989 kehrte er nach Krakau zurück.
/ Krakow Post http://www.krakowpost.com/article/2497
Siehe auch NZZ 25.1. , Marta Kijowska: Polen wartet auf die erste Milosz-Biografie
1958 schrieb das Mitglied der Darmstädter Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Literaturkritiker, Übersetzer, Herausgeber und Cheflektor Walter Boehlich, namens des Suhrkamp Verlages an Ernst Jandl: „Wir erlauben uns, Ihnen Ihre Gedichte wieder zurückzuschicken, da wir uns ausser Stande sehen, in diesen puren Wortspielereien irgendeinen lyrischen Gehalt zu entdecken. Man kann vieles als Gedicht bezeichnen, diese Stücke aber ganz gewiss nicht.“ Und acht Jahre später lehnte Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld die Publikation der Gedichte Jandls mit dem Hinweis ab, Jandl sei „der traurige Fall eines Lyrikers ohne eigene Sprache“. / ORF
Sie lesen alle selbst. Auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch, Schweizer Mundart, Jiddisch, Spanisch und Englisch. Die beeindruckende Gedicht-Sammlung „Wenn ich Schweiz sage…“ offenbart die ganze Vielfalt und Buntheit des Landes. Von Kurt Aebli bis Albin Zollinger lesen 87 Dichter aus ihrem Werk. …
Unter den mehr als 200 Gedichten sind auch Hans Arps „Kaspar ist tot“, Blaise Cendrars „Iles“, Walter Gross‘ „Die Mutter“, Remo Fasanis „Il fiume“, Kurt Martis „wie geit’s?“, Elisabeth Meylans „Liebesgedicht 2“, Beat Sterchis „Gring“ und Nora Gomringers „Ursprungsalphabet“. Das Titel-Gedicht „Wenn ich Schweiz sage…“ stammt von Dragica Rajcic. Sie erzählt darin von ihren Erfahrungen und von ihren Gefühlen als Ausländerin in der Schweiz. / relevant.at
„Wenn ich Schweiz sage… Schweizer Lyrik im Originalton von 1937 bis heute“, Hörbuch, Steinbach Sprechende Bücher/Merian Verlag 2010, 154 Minuten, 25,00 Euro, ISBN 978-3-85616-429-4.
Ein Akrostichon ist ein im Text verborgenes Gedicht. Bekannt wurde ein Akrostichon Uwe Kolbes in DDR-Jahren, der nach seinem starken Debütband „Hineingeboren“ für einen Almanach ein Gedicht mit dem Titel „Kern meines Romans“ einreichte, bei dem die Anfangsbuchstaben aller Wörter einen neuen Text ergaben, in der letzten Strophe: „Euch mächtige Greise zerfetze die tägliche Revolution“. Irgendwann merkten es die Greise, aber was solls, wenige Jahre später waren sie weg vom Fenster.
Das können auch Nicht-Dichter, lese ich:
Im Oktober 2009 legte Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein Veto gegen einen Gesetzesvorschlag (Bill 1167) des Demokraten Tom Ammiano ein. Die sieben Zeilen in Schwarzeneggers Schreiben begannen mit:
For some time now…
unnecessary bills come to me…
care are major issues…
kicks the can down the alley.
Yet another legislative year…
overwhelmingly deserve…
unnecessary to sign this measure…
Ich überlasse es Ihnen, den verborgenen Text herauszufinden. „Reiner Zufall“ war übrigens die Entschuldigung.
/ Die Presse 29.1.
Nicht nur das Bild war ungewohnt, auch der Ton. Hunderttausende Männer und Frauen erstürmen seit Ende Dezember die Straßen Tunesiens und singen das Gedicht eines 1934 mit 25 Jahren verstorbenen Dichters namens Abu Al-Qassem Al-Shabbi: »Wenn das Volk zum Leben erwacht, beugt sich sogar das Schicksal.« Es war tatsächlich eine Ironie des Schicksals, dass ein anderer tunesischer junger Mann 76 Jahre nach dem Tod des Dichters die lang ersehnte Veränderung in der arabischen Welt einleiten würde. Mohammad Al Bouzizi, ein 26-jähriger Arbeitsloser, der sich mit dem Verkauf von Obst und Gemüse durch das Leben schlug, zündete sich Ende 2010 mitten auf dem Rathausplatz in Sidi Bouzid an, nachdem die Polizei seine Gemüsekarre beschlagnahmt hatte und seine Proteste kein Gehör fanden. Das war die Initialzündung eines Aufstandes, der in der Flucht des Präsidenten Zain al Abideen Bin Ali seinen Gipfel fand und auf andere arabische Staaten überschwappte.
Schon während die Präsidentenmaschine im Luftraum über dem Mittelmeer herumirrte, bevor sie endlich im saudi-arabischen Jeddah landen durfte, verbreitete sich in den arabischen Internetforen der Witz, die Maschine soll in dieser oder jener arabischen Hauptstadt gelandet sein, um weitere Passagiere mitzunehmen. / Aktham Suliman, ND 29.1.
Compiled by the Poetry Foundation’s Harriet Monroe Poetry Institute in collaboration with American University’s Center for Social Media and Washington College of Law
CHICAGO — The Poetry Foundation, publisher of Poetrymagazine, is pleased to announce the publication of “Code of Best Practices in Fair Use for Poetry.” The code, which aims to better facilitate poetic innovation and distribution by both clarifying fair use and anticipating potential clearance issues, was facilitated by Katharine Coles of the Harriet Monroe Poetry Institute, Patricia Aufderheide and Peter Jaszi of American University, and Jennifer Urban of the University of California, Berkeley School of Law.
Devised specifically by and for the poetry community, this best practices code will serve as a guide to reasonable and appropriate uses of copyrighted materials in new and old media. The document instructs poets, teachers, scholars, and others about the opportunities and limitations of fair use for assistance in preventing permissions conflicts. It is available for free download at www.poetryfoundation.org/fairuse and www.centerforsocialmedia.org/fair-use.
“This document,” says project advisor Lewis Hyde, “brings wonderful clarity to the otherwise opaque world of poetry permissions. It is a useful tool that should serve poets, critics, and publishers alike.” It also brings poets and poetry into the larger ongoing discussion about intellectual property and fair use. Like scholars, musicians, and other artists, poets are concerned both about protecting ownership of their work and about their ability to build on the works of others. “Anxiety and confusion over these issues are actually inhibiting both creative and scholarly work,” says the inaugural director of the Harriet Monroe Poetry Institute, Katharine Coles. “There is actually significant consensus within the community over what constitutes fair use in a number of different situations. We hope this document will help poets, scholars, and teachers feel more confident in their exercise of fair use rights.”
Poets and writers will find the free document a useful reference when confronted with questions about how to present new work derived from “found” material, such as erasures; how websites should go about sharing poetry online; and whether or not a performance of a poet’s work is permissible. Other issues, such as epigraphs, quotations in criticism, and cases of parody or satire, are also addressed in the document.
The document joins other codes—including those directed at the documentary filmmaking community and online video creators—on the Center for Social Media’s website at American University. “It is inspiring to see such a prestigious creative community assert their fair use rights,” says CSM director Patricia Aufderheide. Legal scholar Peter Jaszi, at the Washington College of Law at American University, notes: “The path to making the most of fair use in poetry has never looked so straightforward.” Jennifer Urban, of the University of California, Berkeley School of Law, says, “Poets’ thoughtful contribution to the family of community-based best practices is beneficial to us all.”
The code provides documentation of common understanding about best practices in fair use according to the poetry community and as supported by legal analysis. Work on this document resulted from research that the Harriet Monroe Poetry Institute’s working group did on copyright and fair use for its publication Poetry and New Media: A Users’ Guide, which was released in February 2010 and is also available for free download at www.poetryfoundation.org/newmediaproject.
Katharine Coles and Lewis Hyde are available for interviews about this project. Please call 312.799.8016 to schedule a time to speak with them.
Der Costa Book Award (früher Whitbread-Preis) wird in 2 Stufen vergeben: zuerst in den Einzelsparten Roman, Debüt, Biographie, Gedichtband und Kinderbuch, dann wird daraus ein Gesamtsieger gewählt. Selten, nur siebenmal in 40 Jahren, ist das der Gedichtband, in diesem Jahr trat der Fall zum zweitenmal in Folge ein. Die Lyrikerin Jo Shapcott gewann den Lyrikpreis und diese Woche auch den Gesamtpreis für ihren Band „Of Mutability“, in dem sie u.a. ihren Kampf gegen Brustkrebs verarbeitet.
Den Buchhandel erfreuts eher nicht. buchreport kommentiert:
So wie die Jury des Man Booker Prize for Fiction nur selten auf die Buchmacher hört, war auch die Verleihung des Costa Book of the Year Award 2011 eine riesengroße Überraschung: Nicht der hohe Favorit Edmund de Waal und seine Bestseller-Memoiren „The Hare With Amber Eyes“, sondern die Lyrikerin Jo Shapcott hatte am Dienstagabend in London die Nase mit einer klaren Mehrheit vorn.
… Die bei Faber erschienene Gedichtsammlung „Of Mutability“ ist Shapcotts erstes Buch seit zehn Jahren. Während der Jubel am Faber-Tisch groß war, zieht der britische Buchhandel, der de Waal favorisiert hatte, lange Gesichter. Zwar gilt der Costa ähnlich wie der Booker generell als „Königsmacher“, aber Lyrik hat auch auf der Insel keinen großen Markt.
Mehr: cbcnews /
»Das einzige, was ich noch wusste, war, du musst
um jeden Preis jetzt hellwach bleiben.«
Ann Cotten
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Montag, 31. Januar, 21 Uhr, Rumbalotte continua:
Schock Edition
Fünf mal zwölf Gedichte, herausgegeben von Kai Pohl.
Vorstellung der ersten Serie:
Die Autoren sind anwesend, lesen vor und spielen auf.
Für eine wunderbare (ursprünglich deutsche) Erfindung wurde schon vor 134 Jahren mit einem flotten Gedicht geworben: „Wenn dich ein Unbehagen quält / Und dir dein Wohlbefinden schmält, / So rat ich dir: Greif in die Tasche, / und kauf dir eine Wärmeflasche!“ / Main-Post
Der Verein „lauter niemand“ bietet mit einer jährlich erscheinenden Zeitschrift Nachwuchsdichtern die Möglichkeit, sich einem ersten Publikum zu präsentieren: „Wir wollen unbekannten Autoren eine Chance geben“, sagt der Vorsitzende Clemens Kuhnert (45), „aber auch Möglichkeiten schaffen, sich zu vernetzen.“Dafür gibt es neben der Zeitschrift das wöchentlich stattfindende „Literaturlabor“ (sonntags, 21 Uhr im Rumbalotte continua, Metzer Str. 9). Doch durch Miete, Druckkosten und einen Umzug des Büros sind Schulden aufgelaufen. Deshalb ruft der Verein heute zur Benefizveranstaltung. Renommierte Schriftsteller lesen zugunsten des Dichter-Nachwuchses. Neben Dückers unter anderem dabei: Torsten Schulz („Boxhagener Platz“), Kathrin Röggla („Wir schlafen nicht“) und Volker Braun („Hinze und Kunze“). / B.Z.
Mittwoch (!), 20.30 Uhr, „Max und Moritz“, Oranienstraße 162, Eintritt: 7 Euro.
Mit seinem Debüt „Das Boot“ (1935) wurde Luzi als Vertreter der jüngeren Generation sofort zum Repräsentanten des florentinischen Hermetismus ausgerufen – eine Etikettierung, die ihm selbst eher unrecht war.
Mit seinem preziösen Vokabular, den Latinismen, der Verankerung in der europäischen Tradition und einer tiefen Spiritualität unterlief Luzi, zunächst Lehrer und später Professor für französische Literatur, die hohlen Pathosformeln des Faschismus. Der Übersetzer Guido Schmidlin legt mit der Sammlung „Auf unsichtbarem Grunde“ jetzt erstmals eine Auswahl aus dem mittleren und späten Werk Luzis vor, die fünf verschiedenen, zwischen 1971 und 1995 entstandenen Bänden entnommen ist. / Maike Albath, DLR
Mario Luzi: „Auf unsichtbarem Grunde“, aus dem Italienischen übersetzt von Guido Schmidlin, Carl Hanser Verlag München 2010, 328 Seiten, 19,90 Euro
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