Marke Dichter

Wie entstehen Dichterbilder in den Medien? Wie prägt das öffentliche Bild eines Schriftstellers die Wahrnehmung seiner Werke?

Podiumsgespräch mit: Mara Genschel, Clemens Schittko, Thomas Podhostnik, Moderation: Bertram Reinecke

Texte von Schriftstellern haben individuelle Merkmale, sind aber auch vom Zeitgeist beeinflusst. Leser nähern sich Texten mit individuellen Bedürfnissen. Aber auch sie haben gemeinsame Merkmale und Bildungsgeschichten. Was passiert an der Interferenzstelle? Wie findet die je individuelle und gleichzeitig oft typische Begegnung von Leser und Text einen Niederschlag in der Öffentlichkeit? Ein Schriftsteller gewinnt z.B. einen Ruf. Für diesen Ruf spielt jedoch nicht nur das konkrete So-sein seiner Texte eine Rolle, sondern auch sein Habitus oder die Zufälle seiner Entdeckung. Teils mag so ein Ruf immer neu an den Texten überprüft werden. Er wird aber auch unabhängig davon tradiert. Was passiert, wenn ein Schriftsteller seinen Stil oder sein Themenfeld ändert? Wie geht die Öffentlichkeit mit der entstehenden Informationslücke um? Der Ruf eines Schriftstellers ist oft ein doppelter. Neben dem offiziellen gibt es oftmals ein inoffizielles, nur hinter vorgehaltener Hand weitergereichtes Bild des Schriftstellers. Wir wollen explorative Schnitte legen in dieses Problemfeld der Schriftsteller-Rolle zwischen dem Autor als Texthersteller, als Bühnengestalt und natürliche Person, zwischen Text und öffentlicher Debatte.

am 18. Dezember 2016, 19 Uhr, Hole of Fame, Königsbrücker Straße 39, 01197 Dresden, eine Veranstaltung des arts up e.V.

Für Rosenlöcher und Zander

Der Lyriker Thomas Rosenlöcher erhält die Ehrengabe 2017 der Deutschen Schillerstiftung. Der Anke Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis 2017 geht an Judith Zander, meldet das Deutsche Literaturarchiv Marbach. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. / Börsenblatt

Neue Erfolgstitel

Von Johannes Bobrowski

Unter geteiltem Himmel tritt Ole Bienkopp die Spur der
Steine im Herbstrauch, er ist (denkt er sich) Staub nicht im Wind.
Aber was ist er dann? Oben eiert der Große Wagen,
unten der Kabelkran steht, – nämlich der Peter ist blau.

Dieses Epigramm – „ganz neue Xenien, doppelte Ausführung“, also Doppeldistichen, erschien 1977 in dem Band „Literarisches Klima“. Bobrowski war da schon 12 Jahre tot. In der Rückschau wundert man sich, daß so manche freche Xenien in der DDR druckbar waren. Dieses hier erschien sogar 10 Jahre früher, als es fast noch aktuell war, in der Wochenzeitung „Sonntag“. Es verarbeitet die Titel von sieben preis“gekrönten“ DDR-Büchern der Jahre 1961-1963, es sind:

  • Christa Wolf, Der geteilte Himmel (Heinrich-Mann-Preis, Nationalpreis)
  • Erwin Strittmatter, Ole Bienkopp (Nationalpreis)
  • Erik Neutsch, Spur der Steine (Nationalpreis)
  • Bernhard Seeger, Herbstrauch (Heinrich-Mann-Preis)
  • Max Walter Schulz, Wir sind nicht Staub im Wind (Literaturpreis des Gewerkschaftsbundes FDGB, Nationalpreis)
  • Herbert Nachbar, Oben fährt der Große Wagen (Heinrich-Mann-Preis für einen früheren Roman)
  • Franz Fühmann, Kabelkran und Blauer Peter (Literaturpreis des FDGB)

Text in: J.B., Gesammelte Werke Bd. I, Berlin: Union Verlag, 1987, S. 237

Ich wünschte, wir hätten solche Epigramme für unsere aktuellen Siegertitel. Wenn man heute einen lorbeerisierten Titel kritisiert, spricht ja die halbe Gemeinde von „Neiddebatte“. Und hält es für unstatthaft.

Unterscheidungen

Laut Saúl Yurkiévich ist Lezama Lima zusammen mit César Vallejo, Vicente Huidobro, Pablo Neruda, Jorge Luis Borges und Octavio Paz einer der Gründungsväter der lateinamerikanischen Poesie des 20. Jahrhunderts. Und das zugleich als „Gleicher“ und „deutlich Anderer“, weil sich sein schöpferischer Impuls ebensosehr mit dem der anderen trifft wie er sich unterscheidet. Lezama ist ein „Barocker“, wie auch, jeweils auf ihre Weise, Vallejo und Borges, wobei diese beiden sich auf Quevedo stützen, Lezama auf Góngora, aber einen von Mallarmé gelesenen Góngora. Was ihn mit Huidobro verbindet, wie sein offenbarer Automatismus, bringt ihn auch den surrealistischen Koloraturen von Neruda und Paz nahe. Sein „Tod des Narziss“ (1937) ist anfangs sehr gongorinisch, aber im weiteren Verlauf mischen sich wie es scheint barocke Strophenpalimpseste mit Versen, in denen sich trotz ihrer Länge die Echos des Reims halten. / Jaime Siles, ABC

Khan Abdul Ghani Khan

KHAN Abdul Ghani Khan (1914-1996) is commonly known as the ‘mad philosopher’ in Pashto literary circles because of his unique style and poetic expression. Despite being the elder son of Khan Abdul Ghaffar Khan (also known as Bacha Khan), leader of the Khudai Khidmatgar Movement, he kept a low profile and engaged mainly in literary and artistic pursuits. He was a multifaceted personality: a poet, sculptor, painter and a philosopher in a league of his own, and has influenced almost four generations of Pakhtun youth through his vibrant and revolutionary poetry. / Dawn

Gestorben

Der nordirische Schriftsteller John Montague ist tot. Er starb [am 9.] im Alter von 87 Jahren in einem Krankenhaus in Nizza. Das berichtete die irische Zeitung „Irish Times“ unter Berufung auf Angehörige.

Montague hatte den ersten Lehrstuhl für Poesie in der Republik Irland inne und erhielt mehrere Preise für sein Lebenswerk. Irlands Präsident Michael D. Higgins bezeichnete Montague in einer Würdigung als „einen unserer hervorragendsten Dichter“. In seinem Werk seien „alle Themen des vergangenen Jahrhunderts präsent – Trennung, Exil, Konflikt“, schrieb Higgins.

Montague wurde 1929 in New York geboren, und wuchs in der nordirischen Grafschaft Tyrone auf. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Gedichtepos „The Rough Field“ aus dem Jahr 1972, in dem es um die wechselvolle Geschichte Nordirlands geht. / ORF

Paul Muldoon, Eavan Boland, sein Verleger Peter Fallon u.a. zum Tod des Dichters, Irish Times

Das Lyrische Quartett: In neuer Besetzung ab 2017

Im neuen Jahr wird nach einjähriger Pause das Lyrische Quartett im Lyrik Kabinett München wieder aufgenommen. Am 22. Februar 2017 startet das Quartett in neuer Besetzung mit Hubert Spiegel und Florian Kessler, mit Kristina Maidt-Zinke als Moderatorin und einem zu jeder Veranstaltung wechselnden Gast. Besprochen werden drei lyrische Neuerscheinungen, ein älteres Werk wird einem ‚Haltbarkeitstest‘ unterzogen. Gast der Runde bei diesem Neuauftakt ist die Schriftstellerin Nora Bossong. Künftig findet das Quartett dann wieder dreimal im Jahr statt.

Das Lyrische Quartett wurde 2011 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Stiftung Lyrik Kabinett ins Leben gerufen, um die Stimmenvielfalt der Poesie ins öffentliche Gespräch zu bringen. Bis 2015 diskutierten Heinrich Detering, Harald Hartung und Kristina Maidt-Zinke jeweils dreimal im Jahr mit wechselnden Gästen. Die Veranstaltungen haben sich mit großem Erfolg als ‚jour fixe‘ der Münchner Kulturinteressierten etabliert. Bisherige Gäste waren: Nico Bleutge, Joachim Sartorius, Michael Krüger, Anja Utler, Albert von Schirnding, Nora Gomringer, Ijoma Mangold, Felicitas von Lovenberg, Hans Pleschinski u.v.a.

Mittwoch, den 22. Februar 2017, 20 Uhr

Das Lyrische Quartett

Mit Kristina Maidt-ZinkeFlorian Kessler und Hubert Spiegel und als Gast Nora Bossong

Eine Kooperation der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Stiftung Lyrik Kabinett

Veranstaltungsort: Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83a, 80799 München

Eintritt: €7,- / € 5,-; Mitglieder: freier Eintritt; Abendkasse, freie Platzwahl

Weiterführende Informationen: https://www.lyrik-kabinett.de/veranstaltungen/reihen/das-lyrische-quartett/

Aleš Šteger, der Europäer

Der slowenische Dichter Aleš Šteger, Jahrgang 1973, wurde Mittwoch mit dem Horst Bienek-Preis für Lyrik ausgezeichnet. (…)

Grenzenlos leben, jederzeit – wenigstens innerhalb der EU – in ein anderes Land fahren können, um dort jemanden zu treffen, etwas zu betrachten oder Arbeit zu suchen und sich gleich anzusiedeln: Diese Möglichkeit war Realität geworden für den 1973 in Ptuj/ Slowenien geborenen Aleš Šteger, der seit geraumer Zeit seinen Wohnsitz, seine Freunde und Arbeiten in Ljubljana hat. Seit Ungarn und Kroatien wegen der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 ihre Grenzen dicht gemacht haben und Grenzkontrollen im ganzen Schengenraum wieder an der Tagesordnung sind, trauert Aleš Šteger dem Verlust dieser Möglichkeit, seiner Freiheit nach. „Die EU starb, aber kein Hahn krähte.“ Das konstatiert der slowenische Dichter, Verleger und Essayist Aleš Šteger bereits Anfang 2016, Monate vor dem BREXIT-Votum. Er beschwört die verlorenen Freiheiten und sucht nach Ursachen des Endes und geht dabei auch immer sehr selbstkritisch ins Gericht. / Mehr beim BR

Poetopie

das Buch auf dem Regal lässt nur ahnen, was in ihm steckt – das Bild an der Wand zeigt sofort, was es zu bieten hat

Hansjürgen Bulkowski

What is poetry?

‘WHAT IS POETRY?’—the first session of the first day begins with a sucker punch. It is an unanswerable question and the German poet Jan Wagner, of whom this has been asked, knows it. He demurs, talks about how lifetimes are spent writing essays on it and then attempts an answer: “Expression of the greatest possible freedom in the smallest possible space.” Neat and amorphous, but not really a definition. What if the poet uses more than the smallest space? The next day in another session, as a young writer, Shubhangi Swarup, who edits India’s only Virtual Reality magazine, talks about poetry in the digital age, she asks: “Are words necessary for poetry?” / Madhavankutty Pillai, Open

„versfest berlin“

Vom 20. bis 22. März 2017 findet in Berlin ein neues internationales Literaturfestival statt. Das versfest berlin (vfb) richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche und will bemerkenswerte Gegenwartspoesie in den Blick nehmen. Das Programm besteht aus 25 Veranstaltungen, bei denen acht Bücher als Premierenlesungen vorgestellt werden.

Eingeladen sind zehn Lyriker aus zehn Ländern und von vier Kontinenten: Sarah Crossan (Irland/Großbritannien), Carol Ann Duffy (Großbritannien), Uwe-Michael Gutzschhahn (Deutschland), Steven Herrick (Australien), Franz Hohler (Schweiz), Lan Lan (China), Synne Lea (Norwegen), Anushka Ravishankar (Indien), Edward van de Vendel (Niederlande) und Jacqueline Woodson (USA). / Buchmarkt

Teufelsdreck

„Ja wie Leid ists mir ietzt, daß ich nicht mehr Poeten und Historien gelesen habe,  und mich auch dieselben niemand gelehret hat. Habe dafür müssen lesen des Teufels Dreck, die Philosophos und Sophisten mit grosser Kost, Arbeit und Schaden, daß ich gnug habe dran auszufegen.“

Martin Luther (1524)
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Grundkonflikt

Frank Milautzcki bei Fixpoetry:

(…) Und Ames ist alles andere harmlos! Er springt uns an aus seinen Texten, übt Verrisspraktiken und spielt (Vor-)Urteilssysteme durch. Er wechselt oft in eine Pseudounterwürfigkeit und bespielt Amtssituationen, also hierarchische Setups. Dabei zeigt er, wie viel Freiheit für uns verloren geht im alltäglichen Ja-Und-Amen. Ich vermute, er ist ein Anarchist, der die Herrschaft nicht akzeptieren kann, weil für ihn etwas anderes vorherrscht, also vor jeder Herrschaft kommt: die Freiheit der Sprache.

Was ich verstanden habe und auch immer noch verstehe, ist, dass all das z.B. von der Jury des Darmstädter März 2015 NICHT gesehen wurde, und also eine so renommiert besetzte und überwiegend routinierte Jury (mit einem vorneweg reitenden Drawert an der Spitze) absolut unfähig war, solche Zusammenhänge herauszuschmecken. Das ist einem Festhalten geschuldet, das gar nicht so sehr mit Sprache zu tun hat, sondern damit, ob ich dem Pathos Definitionshoheiten in meinem Leben zugestehe oder nicht. Vergleicht man (nur zum Beispiel) Ames‘sche Texte mit den Krauseschen Siegertexten, tritt dieser Grundkonflikt offen zu tage. Während Ames weg will von den alten Tränen („Zetert nicht – zerrt!“), suhlt sich Krause im Blues – und so wurde die Darmstädter Veranstaltung eine Verteidigung der großen alten Gefühle gegen den Ansturm der Offenheit, die auch wund macht. Man hat nicht Krause erwählt, sondern Pathos verteidigt, um Anderes, Aufbrechendes zu verhindern; man ist starr geblieben und sollte doch im Vitalen fischen, da es um die Kollision der Zeit mit dem Prinzip Wort geht.

Mir jedenfalls haben die Kollisionslektüren in Ames‘ Buch ausnahmslos sehr viel Freude gemacht und Lust auf Nichtstille, Beat, Sprache, Spiel – und wer weiß, wo das hinführt?

( … da seh‘ ich ein Wortspiel: Wenn ich das Fragezeichen weglasse, und zwei Buchstaben tausche, bin ich nicht mehr bei Ames, sondern bei Drawert: Der weiß wo was hinführt. Das ist der fühlbarste Unterschied: trotz – und manchmal gerade wegen – aller ichigen Erzählung ist Ames bewusst ein Frager geblieben. Drawert tut sich als schwergewichtiger Wisser dar. Mir persönlich gefällt das spielerische Hier weitaus besser als das Gebet in der persönlichen Kirche und der seraphine Ton, den bereits Benn als Kennzeichen des unzeitgemäßen Gedichtes ausmacht und wie man ihn in David Krauses Lyrik reichlich findet. (…)

Das Schöne ist immer bizarr

sagt Baudelaire in einem Essay zur Weltausstellung 1855.

Das versiegelte Codewort meiner Intimität ist nicht Fastnacht

sagt Konstantin Ames. Und der Pastor drawert in der Girche: Passte mal auf! Dem Pathos heiligt die Middel.

 

Konstantin Ames
sTil.e(zwi) Schenspiele
Saarländisches Künstlerhaus
2016  ·  108 Seiten  ·  12,00 Euro
ISBN: 978-3-945126-30-1

Vermahnung‘ an alle menschen

Ein langes Gedicht von Johannes Plavius (Um 1600 – nach 1630)

Jhr erd’/ auß erd’/ auff erd’/ jhr irrdischen gefässe
Voll erde wust vnd koth/ jhr sterblich-wurm-gefrässe/
Der mörderischen zeit/ jhr todes-sichelgraß/
Jhr faulen madensäck’/ jhr lebendiges aaß
Vnd stäte würmenkost/ wie seyd jhr so verstarret
In irrdischer begier? wie seyd jhr so vernarret
Auff eitel ehr vnd geld/ den tewren erden-koth/
Die jhr doch heute lebt/ vnd seyt auff morgen todt.
Jhr menschen es gilt euch! habt jhr denn nie gesehen/
Der zarten blumen schaar in voller blüthe stehen/
In solcher zierd‘ vnd schmuck/ in kleidern die da weit
Der pracht des Salomons inn seiner herrlichkeit
Zuvoren können gehn/ den doch die süssen blüthen
Der sawre wind zersteubt/ wenn er begint zuwüten
Mit vnverhofftem sturm? habt jhr denn nie betracht
Der stoltzen blasen donst? habt jhr denn nie geacht
Auff jhren wasser-leib/ den/ in dem er entstehet/
Zugleich die linde lufft bestreitet vnd verwehet
Vnd zwingt jhn sterblich seyn. denckt jr nit an den wind/

Welch brausen machet er/ der leichten dünste kind/
Vnd fährt doch schnell‘ hinweg? seht/ wie der rauch entstehet
Vnd steiget himmelan/ der doch als bald vergehet/
Merckt/ wie der mertzen-schnee die frülings-sonne fleucht
Wenn jhr vergöldtes haar sein weisses kleid erreicht/
|Vnd schawet dann auff euch/ vnd seht auff ewres gleichen/
Denckt an des fleisches weg/ vnd an die blassen leichen/
Seht an den schwachen leib vnd gläserne gestalt/
Denckt an das schwartze grab/ den todes auffenthalt/
Denckt an den grossen tag/ da erde von der erden
Wird müssen aufferstehn/ vnd dann vervrtelt werden
Weh/ weh der erden dann/ die an der erden klebt
Die himlisch todt gewest/ vnd irrdisch hat gelebt!
Denckt an die flüchtigkeit vnd nichtigkeit der erden/
Weil jhr auff erden seyd/ so werdt jhr inne werden/
Daß alles eitel sey/ worauff ein mensche trawt
Der jhm seyn himmelreich mit erd‘ auf erden bawt/
Vnd wird eine hölle brand. Weil weder auf der erde
Noch in der wüsten see was kan gefunden werden/
(Vnd siht es gleich sein ziel mit helden-augen an)
Das durch das veste netz des todes reissen kan.
Drumb jhr/ die jhr mit lust auff eitelkeiten schawet/
Vnd ewrer augen weid‘ auff üppikeiten bawet/

Bedencket/ wie der tod so vnbarmhertzig bricht
(Das doch hertzbrechend‘ ist) der hellen augen licht.
Jhr/ die jhr ohne zwang vnd willig‘ ohren leyet/
Der vngeschlachten zung‘ vnd euch zur vnzucht neiget/
Bedencket/ wie der tod auff seiner marterbanck/
Die zunge starrend macht/ vnd reckt sie noch so lang.
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To pay the poets

We need to figure out a better way to pay the poets: Amanda Nadelberg has some ideas. | Literary Hub