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L&Poe Journal #02 – Tabu Genese einer Edition, 2008-2022 (Vereinfachte Fassung) textteil-16-12-08 textteil-16-12-08ax.pdf Schwarz.doc Sibylla Schwarz Ausgabe.doc Sibylla Schwarz Ausgabe Kopie.doc Sibylla Schwarz Ausgabe_0rig.doc Sibylla Schwarz Ausgabe 2.doc Schwarz.txt.doc Sibyllaexport.txt Sibylla Schwarz WA Reinecke & Voß.docx Sibylla Schwarz WA Reinecke & Voß 2.docx Sibylla… Continue Reading „Editionstabu“
Lothar Klünner (* 3. April 1922 in Berlin; † 19. Oktober 2012 ebenda) Lyriklesung im Rathaus Schöneberg Kein anarchistischer Gewalttäter, nur die Dezemberlangeweile hat den Hintertreppen des Inselrathauses die Luft herausgelassen. Und während du noch den Ausweg suchst aus der Ratlosigkeit der Bannmeilenstiefel, gibt, Marshelm… Continue Reading „Lothar Klünner 100“
L&Poe Journal #02 – Tabu In antiquarischen Büchern findet man oft Spuren, entweder als Randnotizen (auch Besitzvermerke, Anstreichungen usw. sowie als Sonderform eingeklebte Exlibris) oder als eingelegte Zettel, Briefe, Geldscheine, Manuskripte, Zeitungsartikel und dergleichen. Adligaten ist ein Fachbegriff dafür. Heute schlage ich auf: Das… Continue Reading „Lesetabu 1. Spuren“
Heinz Winfried Sabais (* 1. April 1922 in Breslau; † 11. März 1981 in Darmstadt) Brief von Breslau nach Wrocław Lieber Tadeusz Różewicz, Sie leben in Wrocław, ich bin in Breslau geboren. Die Samenflüge, die Flockenfälle, die Jahreszeiten, die ehrwürdigen Steine begegnen uns, den Passanten, freundlich. Aber die Stadt nennt uns Kinder.… Continue Reading „Heinz Winfried Sabais 100“
Heute vor 108 Jahren starb Christian Morgenstern (zu seinem 150. Geburtstag im vorigen Jahr gab es hier ein Jubelfest als L&Poe Journal #01). Zum heutigen Todestag jubeln wir nicht, doch darf man bei einem 151jährigen wohl auch mal scherzen. Hier die erste Ode von… Continue Reading „Travestierter Horaz“
Lettisches Volkslied Bittre Tränen weint der Mond 1 Leute gruben mir ein Grab, Auf dem Grabe blühn mir Rosen; Sitze da im Grab und flechte Mir aus Rosen einen Kranz. 2 Denen, die mich tadeln, wünscht’ ich Garnicht allzu sehr viel Schlimmes: Teufelherz und… Continue Reading „Bittre Tränen weint der Mond“
Konstanty Ildefons Gałczyński (* 23. Januar 1905 in Warschau; † 6. Dezember 1953 in Warschau) Das Kleintheater »Grüne Gans« gibt sich die Ehre zu präsentieren »Das Weltende« HErr GOtt: Rrrrrrr. Ich verkünde das Weltende. Rrrrrrr. Die ganze kosmische Kombination beginnt sich zu demontieren. Bürokrat: Rrrrrrr. Sehr gut. Rrrrrrr. Aber wo ist… Continue Reading „Das Weltende“
Asmus Trautsch dies interpellat Die Sommerzeit zieht einen Arbeitsschritt nach vorne. Es dämmert, Lerchen locken von den Apps zum Neugefühl. Das bunte Straßennetz entkleidet sich zum ersten Pflichttermin. In rauen Saum nähst Du die Uhr, stellst uns die Nacht auf los. Aus: Asmus Trautsch,… Continue Reading „Auf los“
Novalis (* 2. Mai 1772 auf Schloss Oberwiederstedt; † 25. März 1801 in Weißenfels) Einige Mädchen brachten dem alten Schwaning einen frischen Kranz. Er setzte ihn auf, küßte sie, und sagte: Auch unserm Freund Klingsohr müßt ihr einen bringen, wir wollen beyde zum Dank… Continue Reading „Mädchenlied“
Bertram Reinecke Preisgetichte auf der verständigen und tugendhaften Jungfrauen Sibylla Schwarzen fruchtbar fortzeugendes Wercke Es muß doch jede Kunst einst mit der Zeit vergehen Eß sey nuhr Gauckel=werk / eß sey ein bloßer Tant So sagt der Aberwitz, so schliesset der Verstand Was andern… Continue Reading „Preisgetichte“
Serhij Zhadan (auch Schadan mit stimmhaftem Sch-, ukrainisch Сергій Вікторович Жадан, * 23. August 1974 in Starobilsk, Oblast Luhansk, lebt in Charkiw) Dynamo Charkiv Der Winter scheint länger als nötig zu sein. Du zeichnest mit der Sohle so arbeitsam Die Grenzen des Tauwetters, das so straff Nach den Grenzbezirken unseres… Continue Reading „Dynamo Charkiv“
Zuzanna Ginczanka (22. März 1917 in Kiew – Dezember 1944 in Krakau) Über Zentauren Es reiben die Verse sich, Reim an Reim rasselnd geschliffen, vertraue nicht klaren Gedanken, laß dich durch sie nicht betören, vertrau nicht wie Blinde den Fingern, nicht den Augen, wie handlose Eulen. Ich predige… Continue Reading „Über Zentauren“
Albert Ehrenstein (* 23. Dezember 1886 in Ottakring, Österreich-Ungarn; † 8. April 1950 in New York) Stimme über Barbaropa O ihr sonnengoldenen Abende, Dämmerung – wo ist die Brücke des Stroms? Nebel dräut Grau-Straße unter der Übermacht Verschüttete Gleise, verschwemmt Die Furten im Überschwall aller Fluten! Wir taumeln einher im Blutregenmeer, Säumen im… Continue Reading „Stimme über Barbaropa“
Zwei Geburtstagskinder in einem Beitrag: Die ukrainische Autorin Emma Andijewska (ukrainisch Емма Андієвська; * 19. März 1931 in Donezk, damals Stalino, Ukrainische SSR, lebt in München), übersetzt von Joachim Sartorius (* 19. März 1946 in Fürth). *** Ferne zwischen nahsten Gegenständen Zwei weiße Laib Brot, zwei Länder, ein halber Blick. Die Zeit wird mit ein… Continue Reading „Und in der Luft das Pferd mit dem Infusorienrumpf“
erschien in der Zeitschrift Der Sturm Alfred Lichtensteins Gedicht »Die Dämmerung«. Die Dämmerung Ein dicker Junge spielt mit einem Teich. Der Wind hat sich in einem Baum gefangen. Der Himmel sieht verbummelt aus und bleich, Als wäre ihm die Schminke ausgegangen. Auf lange Krücken schief herabgebückt… Continue Reading „Heute vor 111 Jahren“
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