Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Das poetologische Grundprinzip all dieser unentwegten Verwandlungen fand Raeber früh in Ovids „Metamorphosen“. Ein ausgedehnter Italien-Aufenthalt – in den Jahren 1951 und 1952 leitete Raeber die Schweizer Schule in Rom – vermittelte ihm die unmittelbare Anschauung der mediterranen Lebenswelt, die er seitdem in seinen… Continue Reading „Raebers Verwandlungen“
„Die Welt“ erinnert am 7.1.04 an den Dichter der DDR-Nationalhymne, Johannes R. Becher. – Der auch hunderte Sonette und gar eine Sonettlehre verfaßte, unter den Sonetten viele schlechte – was er selber besser wußte als seine Leser und Kritiker, wie jener Herr, der das… Continue Reading „Gedenkblatt“
«Er ist ein merkwürdiger Kopf, halb genial und halb dilettantisch, echter Dichter, sobald er parasitische Dichtung schreibt, ein falscher Dichter, sobald er sie aus dem eigenen Inneren schöpft, der wahre Alexandriner, der fremde Bildung mit grösserer Intensität und mit grösserer Reinheit empfindet als die… Continue Reading „Echter falscher Dichter“
Doch auch wenn es um lebende Schriftsteller geht, scheinen diesmal die älteren Jahrgänge die Hauptakteure des literarischen Herbstes zu sein. Etwa der Dichter und Literaturwissenschafter Jaroslaw Marek Rymkiewicz (Jg. 1935), der den diesjährigen «Nike»-Preis, die mittlerweile wichtigste literarische Auszeichnung Polens, erhielt. In den letzten… Continue Reading „Lyrik siegt … in Polen“
These are the bosses of Rome; take a good look. They know how to deal with scum like us. They learn To cook us on both sides as no other cook Could cook us, turned out perfectly, done to a turn. First comes the… Continue Reading „The Bosses of Rome“
Durs Grünbein, bedeutendster deutscher Lyriker der Gegenwart, kämpft Tag und Nacht mit Versen / schreibt Susanne Kunckel, Die Welt 4.1.04
Gotthold Ephraim Lessing: Der Eintritt des Jahres 1754 in Berlin, in Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Morgenpost 4.1.04 – Mit diesem Beitrag endet die Serie – „vorerst“.
Fast vierzig Jahre sind seit dem Erscheinen von Höllerers Geschichte der Poetik in Fragmenten vergangen; sie war – wie übrigens auch Enzensbergers unlängst neu aufgelegtes «Museum der modernen Poesie» – stark renovationsbedürftig. Norbert Miller und Harald Hartung haben das Werk nun neu herausgebracht und… Continue Reading „Renovierte Moderne“
Anlässlich des Revolutionsfeiertags am 7. November 1938 erhielten die Gefangenen des Wladiwostoker Besserungs- und Arbeitslagers die Erlaubnis, auf einem Fetzen Packpapier einen Gruß nach Hause zu schreiben. „Bin außerordentlich erschöpft. Abgemagert, fast nicht wiederzuerkennen. Aber Kleider zu schicken, Essen und Geld – weiß nicht,… Continue Reading „Revolutionsfeier“
Porträt des Jahres 1914 in Gedichttiteln Autor Vorname Titel Titel Ady Endre appel aux veilleurs] L´Europe des Poètes. anthologie multilingue Aiken Conrad [Potter] discordants Poet´s Corner Aiken Conrad [Potter] bread and music Poet´s Corner Akins Zoë i am the wind Poet´s Corner Akins Zoë the… Continue Reading „Vor 90 Jahren“
Ab Januar 2004 sind zwei brandneue Gedichtzyklen (NZ+HAG) der beiden Herren in der G&GN-Edition „doPPelsondAdruck“ erhältlich – Online-Vertrieb: http://www.linkesbuch.de/index46084.htm Signierte Exemplare direkt bei: poemie@GGN.de (incl. BONUSTRACK: „SILVESTA“, das programmatische Gedicht vom 31.12.96 aus dem vergriffenen Band „für immer wach“) Lese- bzw. Mutprobe hier.
Der Independent berichtet in seiner ersten Ausgabe 2004 über eine serbische Roma-Schule: Falteringly at first, Marija begins to recite the poem. The unfamiliar words come in staccato bursts and tell the story of a cold winter. „There’s no wheat in the house any more./… Continue Reading „The Continent´s Outcasts´ unique poetry“
Warum Martin Walser Bob Dylan nicht mag Spät entdeckt – aber es ändert vieles. Nämlich ich gehörte zu denen, die den Tod eines Kritikers nicht für antisemitisch hielten, halten. Aber nun: Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit dem Werk Bob Dylans und dessen… Continue Reading „Dylanesque 1:“
Das Land ist immer noch unheimlich. Neulich, als ich mit jungen Leuten aus der Dramaturgie nach Buckow fuhr, saß ich abends im Pavillion, während sie in ihren Zimmern arbeiteten oder sich unterhielten. Vor zehn Jahren, fiel mir plötzlich ein, hätten alle drei, was immer… Continue Reading „7.7.54“
They wrote in the English language, but they thought and expressed themselves in idioms insidiously, hauntingly Welsh. So it was with Thomas, whose Carmarthenshire forebears could hardly have been more utterly Welsh, and most recognisably perhaps in his very last poem of all, the… Continue Reading „Dylanesque 2: Dylan Thomas´ last poem“
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