Kategorie: Europa

15. Hausdurchsuchung

Do 6. Januar 20.00 Uhr, Mzin, Paul Gruner Straße 64, Leipzig Johanna Schwedes liest aus ihrem Band: „Den Mond unterm Arm“. Außerdem stellen StudentInnen des deutschen Literaturinstitutes neue Texte vor.

14. Ausmaß an Unkenntnis

Beim Celan-Kolloquium sprach er davon, dass „parallel zum jüdischen Leiden in Transnistrien“, wo Celans Eltern starben, die nach 130000 Menschen zählende deutsche Minderheit zuerst vom Moskauer Kommunismus dezimiert und danach von der Polizei-SS Himmlers wegen ihrer Glaubenstreue rücksichtslos schikaniert wurde. „Wer hat das Recht“,… Continue Reading „14. Ausmaß an Unkenntnis“

12. „liebe in text verwandelt“

Nicht nur den Verlag, sondern auch den Übersetzer hat Nora Iuga gewechselt: Der neue Roman der bekannten rumänischen Lyrikerin und Übersetzerin „Die Sechzigjährige und der junge Mann“ erschien bei Matthes & Seitz in der gelungenen Übersetzung von Eva Ruth Wemme. Darin erzählt eine alternde… Continue Reading „12. „liebe in text verwandelt““

7. Anführungszeichen-Literatur

Allein der Auftakt zur schließlich publizierten 100-Seiten-Schrumpffassung aus Braschs Monsterprojekt ‚Mädchenmörder Bruhnke‘ hat eine exzentrische poetische Dichte, nach der man in der Gegenwartsliteratur suchen kann: ‚Als falle eine Zeit, die mir schon für immer vergangen schien, plötzlich wieder über mich her, wie ein großes… Continue Reading „7. Anführungszeichen-Literatur“

6. Bewegungsmelder

Die 41 Gedichte in Leopardis gesammelten „Canti“ sind charakteristisch und schön darin, daß sie sich auf der Grenze zwischen Gefühl und Gedanken bewegen, zwischen Gegenwärtigkeit und Abwesenheit. Wie kein anderer Dichter fängt Leopardi die feinsten Gefühlsregungen kurz bevor sie erlöschen. Es ist seine Sprache,… Continue Reading „6. Bewegungsmelder“

5. [eigentlich: 1.] ZEHN JAHRE LYRIKZEITUNG

heute mache ich von meiner posterlaubnis für eine herzensangelegenheit gebrauch: lieber michael gratz, herzliche gratulation zum zehnten jahrestag der lyrikzeitung  einfach großartig. bitte fortsetzen. im namen vieler /àxel sanjosé

4. Alsohäute / deCHIFFRage

Liedertafel mit Konstantin Ames und Harald Muenz Dienstag, 25. Januar 2011, 21 Uhr Villa Elisabeth, Invalidenstr. 3, Berlin “Vom Haartausend was mir gefällt: da muss was faul sein.” Konstantin Ames, “ein saarländisch-verschmitzter Fein-, Feuer- und lyrischer Poltergeist“ (DRadio), stellt seine vom Hören und Verhören, von kleinsten Lautverschiebungen… Continue Reading „4. Alsohäute / deCHIFFRage“

2. Morgenrot! Klabund!

Er war einer der bekanntesten und wohl auch meistgelesenen Autoren seiner Zeit. Die Nationalsozialisten haben seine Bücher, seine Lyrik, die Chansons, Romane und Theaterstücke verboten. Sie löschten die Erinnerung an ihn und sein überbordendes Œuvre gründlich aus. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Klabunds… Continue Reading „2. Morgenrot! Klabund!“

1. Listen · Zahlen ∙ Mut zur Lücke?

Lyrikgedanken zwischen den Jahren Von Theo Breuer Ich habe vorhin in der Lyrikzeitung den Olson-Hinweis gesehen und anschließend den Aufsatz gelesen. Nun habe ich die Gedichte von Charles Olson aus dem Lyrikschrank genommen – und auch Echos von Robert Creeley, um wieder einmal in… Continue Reading „1. Listen · Zahlen ∙ Mut zur Lücke?“

116. und letztens 2010: No comment

Eine Meldung, die ich nicht unkommentiert durchlassen mag, und es im kurzen Jahrrest nicht mehr schaffe: der Deutschlandfunk stellt den Lyrikkalender ein. Das ist für sich traurig, aber sie tuns auch noch mit der dümmsten aller Begründungen. Nach 5 Jahren und 1800 Gedichten müsse… Continue Reading „116. und letztens 2010: No comment“

115. Sandburg / Auf Katzenfüßen

Heute wird der Dichter Rolf Haufs 75 Jahre alt und schenkt uns zum Geburtstag eine „Tanzstunde auf See“. … Er hält bis heute seine Gedichte frei von Effekten, Pointen und, zumal, von Botschaften und Meinungen. Seine Gedichte, auch und gerade die neuen „Tanzstunde auf See“… Continue Reading „115. Sandburg / Auf Katzenfüßen“

114. Locker

Ein Berliner Fachblatt berichtet unter der Überschrift „LOVE-NEWS GEDICHTE ÜBER NUTTEN ++ OHNE RAT VON OMA ++ FRAUEN WOLLEN’S ÖFTER“: Der Berliner Autor Peter Wiese hat einen Lyrik-Roman geschrieben, in dem er aus dem Leben von Prostituierten erzählt. Schwermütige Geschichten in lockeren Versen. „Die… Continue Reading „114. Locker“

113. Vorlaß

Der Lyriker Wulf Kirsten fühlte sich schon früh vom schwäbischen Parnass angezogen. Er durfte bereits zu DDR-Zeiten aus Weimar an den Neckar reisen, um dort über Hölderlin zu forschen. Den damaligen Bibliotheksleiter Paul Raabe habe er sehr geschätzt, erinnert sich Kirsten, und schon damals… Continue Reading „113. Vorlaß“

112. Pöbel

Noch ein Zitat aus dem Artikel aus Stuttgart, #112: „Weißt du“, sagt Nikita, „im Slam hat der Pöbel die Macht, und seine Entscheidungen sind nun mal dumm und ungerecht. Manchmal gewinnt einer nur, weil er richtig angezogen ist.“ / Stuttgarter Nachrichten

111. Stimme

Das ist wohl der Traum eines jeden unbekannten Poeten: Die eigenen Verse mal von einer allseits bekannten Stimme gesprochen zu hören. Von einer Stimme, die man auch noch blind erkennt. Diesen Traum hat sich der hallesche Dichter Marschel Schöne gerade erfüllt. Dem 34-Jährigen ist… Continue Reading „111. Stimme“