Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Anlässlich dieses wunderbaren Jubiläums am 3. November 2011, 18 Uhr, im Musikgymnasium Belvedere Weimar, freuen wir uns besonders, so außergewöhnliche und vielfältige lyrische Stimmen präsentieren zu können. Neben Jayne-Ann Igel, Marlen Pelny, Steffen Popp und Olaf Weber können wir auch den diesjährigen Thüringen-Preisträger Jürgen… Continue Reading „110. X. Mitteldeutsche Lyriknacht“
Endlich kommt Niveau in der Debatte: Axel Kutsch hielt sich in seinem zornigen Kommentar bewusst mit der Nennung von Namen zurück. Sein kleiner Kunstgriff erwies sich als wahrer Kunstkniff, da sich etliche vermeintlich Betroffene – die ersten von ihnen schon wenige Minuten nach der Publizierung des… Continue Reading „107. „Aufgescheuchte Kinder“ (achgott leitn#)“
Und wieder einmal war es Wilhelm Müller, der ewig Unterschätzte, der eine genuin moderne Problematik auf den Punkt gebracht und deutlich gemacht hat: noch zu Lebzeiten Goethes: der stach im Divan, mit füchsisch ziselierten Gedichten wie Phänomen, durch schiere Spracharbeit schon Quellen an, die in das… Continue Reading „105. Der unterschätzte Müller“
Feliu Formosa liest aus seinen Gedichten (katalanisch). Moderation, Übersetzungen und Lesung der deutschen Texte: Àxel Sanjosé Montag, den 7. November 2011, um 20 Uhr Lyrik Kabinett München Eintritt: €7,- / € 5,-; Mitglieder: freier Eintritt Feliu Formosa, geb. 1934 in Sabadell, Katalonien, erhielt 2011… Continue Reading „104. Com si res – Als ob nichts wäre“
Exemplarisch für viele Häfner-Texte werden hier mehrere Signalketten verknüpft: eine astronomische („sternhagelvoll“, „Milchstraße“, „schwarzes Loch“), eine sexuell konnotierte („Nagel“, „schwarzes Loch“), eine mythologisch-geschichtliche („Engel“, „Hieroglyphen“) und eine computertechnische („Portal“, „runtergeladen“). Das Wort Sehnsucht rahmt in der ersten und letzten Zeile das Geschehen, und auf… Continue Reading „103. Eberhard Häfner 70“
Am 21. Oktober tagte im Rahmen des Wettbewerbs postpoetry.2011 die Jury/ Kategorie „Lyrikerinnen und Lyriker NRW“. Aus den fast 300 anonymisierten Gedichten wählte die Jury folgende als Preisträgertexte aus: als Herr Bauer schon gestorben war von Marius Hulpe (Soest) fièvre marrakechien von Christoph Wenzel… Continue Reading „102. Postpoetry2011 Lyrik-Wettbewerb“
Das Schnepfenfeld Ich habe alle aufgestellt Die einen ganz nach rechts gestellt Die andern ganz nach links gestellt Die übrigen erst mal zurückgestellt Die Polen habe ich zurückgestellt Franzosen habe ich zurückgestellt Die Deutschen habe ich zurückgestellt Hab meine Engel herbestellt Und… Continue Reading „101. Meine Anthologie 77: Dmitri Prigow, Das Schnepfenfeld“
Es gibt Stimmen, die sagen, Sprache wäre entstanden aus sich berührenden Gebärden. Wenn zwei Personen voreinanderstehen und die Phase der langsamen Annäherung geschafft ist, mag es dazu kommen, dass eine flache Hand auf die Brust des anderen gelegt wird. Oder, ein starkes Ding, die… Continue Reading „100. Schreiben“
Sogar Gedichte könne man Kindern schmackhaft machen, sie zum Beispiel zum Nachdichten animieren. / Wiesbadener Kurier In der Tat. Der Berliner Literaturwissenschaftler Remigius Bunia sagte neulich in einem anderen Zusammenhang, „da brauchte man Germanisten, die sich für irgendwas ernsthaft interessieren“, fand ich süß (und… Continue Reading „98. Sogar Gedichte“
Pech für die Stiftung Weimarer Klassik und die Öffentlichkeit: Die überraschend aufgetauchte Reinschrift von Friedrich Schillers berühmter «Ode an die Freude» gelangt in Privatbesitz. Bei der zweitägigen Autografen-Auktion, welche die Antiquariate Moirandat (Basel) und Stargardt (Berlin) am Freitag im grossen Saal von Basels Schmiedenhof… Continue Reading „97. Zu teuer für öffentlich“
A C H T U N G Thou shalt be-Nothing.- OMAR KHAYYAM Tombless, with no remembrance.-SHAKESPEARE Dead thou shalt lie; and nought Be told of thee or thought, For thou hast plucked not of the Muses´ tree: And even in Hades´ halls Amidst thy… Continue Reading „96. Meine Anthologie 76: Sappho, A C H T U N G“
Von Kai Pohl Ann Cotten ist etwas kleiner als Bertolt Brecht, aber etwas größer als Bert Papenfuß. Bertram Reinecke ist größer als Dorothea von Törne. Durs Grünbein ist kleiner als Elke Erb. Ernst Jandl ist kleiner als Friederike Mayröcker. Gottfried Benn ist etwas größer… Continue Reading „95. Von der Größe großer Namen“
„Matthias“ BAADER Holst (1962 Quedlinburg – 1990 Berlin) sackratte als lyrikfreak ich liebe dichter weil sie saufen ficken und kaputt sind und einer konnte sprechen ich habs selbst gehört der lebt von mongolei und vorhaut wie du von cad cam … Continue Reading „94. Meine Anthologie: sackratte als lyrikfreak“
So interessant und wichtig das lyrische Werk des Prager Dichters Rainer (ursprünglich René) Maria Rilke für die Nachwelt geworden ist – seine politischen Ansichten sind mit großen Vorbehalten zu betrachten. So feierte er Benito Mussolini und Italiens Weg in den Faschismus, den er trotz… Continue Reading „91. Prager Dichter?“
Wer es ausprobiert hat, wie es sich anfühlt, vom Gedichteschreiben zu leben, kann ermessen, wie glücklich – und begabt – Kate Clanchy sein muß, wenn sie einen Verleger für ihren ersten Gedichtband fand und den bedeutendsten britischen Lyrikpreis, den Forward, im Alter von erst… Continue Reading „90. Citypoetin“
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