Kategorie: Österreich

31. Österreichische Literatur

Im selben Jahr, da Nicolai das aufgeklärte Deutschland vom jammervollen Zustand der Literatur in Österreich unterrichtete, schrieb Aloys Blumauer, der bekannteste österreichische Lyriker dieser Zeit: «Wenn die deutsche Literatur, wie sie jetzt ist, noch weiter rücken soll, so muss sie von Wien aus weiter… Continue Reading „31. Österreichische Literatur“

28. David Schalko

Der Standard sprach mit dem Schriftsteller David Schalko: Standard: Warum schreiben Sie keine Gedichte mehr, so wie 1995 in „Bluterguss und Herzinfarkt“? Schalko: Mir sind jetzt die großen Erzählbögen wichtiger. Zur Lyrik werde ich im Alter zurückkehren, wenn ich dann zu müde bin für lange Geschichten. (…)… Continue Reading „28. David Schalko“

107. Unebene Wahrnehmung

Ihre autobiografische Poesie, in der sie die Traumata ihrer Kindheit verarbeitet, wurde im Nachkriegsdeutschland als Zumutung empfunden. (…) „Ich wollte eigentlich Lyrikerin werden“, gibt die Germanistikprofessorin zu. „Gedichte sind haltbarer“, weiß die preisgekrönte Literaturwissenschafterin. „Ich wollte sie jetzt ins Licht rücken.“ Gleichzeitig ist sich… Continue Reading „107. Unebene Wahrnehmung“

67. Simone Hirth

Der Schwarzwälder Bote sprach mit der Autorin: Wien ist mir eher „passiert“, ohne, dass ich wusste, warum genau ich hier hergekommen bin. Ich habe davor lange Zeit in Leipzig gelebt, wo ich ja auch schon studiert habe. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich… Continue Reading „67. Simone Hirth“

60. Spätwort

Ausgehend vom Begriff „Spätwort“, den Paul Celan, einer der wichtigsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit geprägt hatte, haben Repräsentanten der deutschen, österreichischen und chinesischen Lyrik sowie Literaturliebhaber gestern Nachmittag in der Bibliothek des Goethe-Instituts Beijing den historischen Kontext sowie die Schreibstile der zeitgenössischen Lyrik untersucht.… Continue Reading „60. Spätwort“

50. Warum sind die Gedichtzeilen so kurz?

Das sind alles verschiedene Mechanismen, die im Gedicht angetippt werden, die aber nicht – und das ist ein ganz wichtiger Punkt – die aber nicht auf die Lyrik beschränkt sind. Das heißt, unsere Alltagssprache inkorporiert, benützt all die Möglichkeiten, die die Poesie – in… Continue Reading „50. Warum sind die Gedichtzeilen so kurz?“

48. Kräftner-Nachlaß

Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) hat vor kurzem den Nachlass von Hertha Kräftner erworben. Das nun übernommene und bisherige Bestände gut ergänzende Konvolut, für das 7.500 Euro gezahlt wurde, stammt aus Privatbesitz und umfasst neben Tagebüchern, Briefen und Vorlesungsmitschriften alle literarischen Texte der Autorin. Kräftners… Continue Reading „48. Kräftner-Nachlaß“

30. Gut gehende Dichterei

„Hereinspaziert! Das ist der Eingang zu einer kleinen, aber gut gehenden Dichterei!“ So charmant begrüßt Heinz Rudolf Unger Besucher seiner Webseite. Literarisch kann der Dichter und Dramatiker aber auch zulangen, was er mit Theaterstücken wie „Zwölfeläuten“ und Liedtexten für die Schmetterlinge unter Beweis stellte.… Continue Reading „30. Gut gehende Dichterei“

10. Lyrik führt ORF-Bestenliste an

Zwei Neuheiten unter den ersten drei finden sich auf der ORF-Bestenliste im August. Mit Fernando Pessoas Gedichtband „Mein Blick ist offen wie eine Sonnenblume“ belegt einer der bedeutendsten Lyriker Portugals aus dem 20. Jahrhundert Platz eins. Der Erzählband „Die kleinen Widrigkeiten des Lebens“ der… Continue Reading „10. Lyrik führt ORF-Bestenliste an“

119. Eigenbrötler

Gute Gedichte provozieren immer erneut die Frage: Was also ist Lyrik, hier und jetzt, im Augenblick des Gedichts? Gedichte, wenn sie gut sind, entwickeln ein Eigensein, das Zuordnungsgewohnheiten sprengt, ästhetische Gewissheiten entwertet. Die 100 Gedichte in E. A. Richters neuem Band Schreibzimmer sind solche Eigenbrötler: Sie… Continue Reading „119. Eigenbrötler“

90. Knackpunkt

Wer über Lyrik redet, muss auf den Einwand gefasst sein, dass das Reden und Interpretieren den Sinn(es)genuss beeinträchtigt. Andere Wirkungen erzielt das Beschreiben von auftauchenden Bildern zum Erkennen von bildhaften Zusammenhängen. Ein gutes Gedicht /ein guter Gedichtband zielt auf d i e Stelle(n) im… Continue Reading „90. Knackpunkt“

74. Gedichte wie Frauen

Mit Gedichten ist es ein wenig wie mit dem weiblichen Geschlecht, von dem man früher gerne sagte, Frauen sollten einfach, in ihrer ganzen Schönheit „da sein“; nicht ihr Handeln und ihr Denken mache ihre Anziehung und ihren Wert aus, sondern ihre Existenz als solche… Continue Reading „74. Gedichte wie Frauen“

66. Sprachsalz

Die Internationalen Literaturtage Sprachsalz in Hall in Tirol bieten vom 13.–15. September 2013 einmal mehr Begegnungen und Empfehlungen der besonderen Art, wenn drei Tage lang das Parkhotel Hall zur Literaturbühne wird. Ein Schwerpunkt gilt in diesem Jahr verstärkt der Lyrik: Zu Gast sind die… Continue Reading „66. Sprachsalz“

46. Imaginäre Dichter

„Der Poet als Maskenball. Über imaginäre Dichter“, lautete das Thema der 63. Poetikdozentur, die Jan Wagner am Mittwoch an der Universität mit seinem Vortrag präsentierte. (…) Wagner behauptet, dass man mit all den imaginären Dichtern, die von verschiedenen Schriftstellern geschaffen wurden, „ein Festival feiern könne“,… Continue Reading „46. Imaginäre Dichter“

31. Gezirpte Zeit

Jede Dichtung spricht über die Situation ihrer Herkunft. Das Schreiben wird durch das schreibende Analysieren gebrochen. Wie jeder Lyriker erschafft Sophie Reyer eine ganz eigene Wahrnehmung, eine Beobachtung, die sich sowohl aus dem kollektivem wie auch individuellem Bewußtsein speist. Sie bricht die Idee vom… Continue Reading „31. Gezirpte Zeit“