46. Imaginäre Dichter

„Der Poet als Maskenball. Über imaginäre Dichter“, lautete das Thema der 63. Poetikdozentur, die Jan Wagner am Mittwoch an der Universität mit seinem Vortrag präsentierte. (…) Wagner behauptet, dass man mit all den imaginären Dichtern, die von verschiedenen Schriftstellern geschaffen wurden, „ein Festival feiern könne“, so viele gäbe es davon. Ein Beispiel dafür wäre die von den Autoren Ferdinand Schmatz und Franz Josef Czernin im Jahre 1986 erschaffene „Irene Schwaighofer“, unter deren Namen sie zeitgenössische Lyrik veröffentlichen wollten. „Die Reisen. In achtzig Gedichten um die ganze Welt“ hieß der Gedichtband, der letzten Endes unter dem Namen von Czernin publiziert wurde, obwohl er und Schmatz sich eigentlich einen Spaß daraus machen wollten, besonders schlechte Gedichte zu schreiben.

Die Rezeption war enorm – und als der Bluff aufgedeckt wurde, war der Skandal in Österreich groß. / Wiesbadener Kurier

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