Kategorie: Litauen

115. Fotos und Gedichte aus Litauen in Münster

Die eindringlichen Schwarz-Weiß-Fotografien aus Litauen sind zugleich Dokumente auch der jüngsten Zeitgeschichte des baltischen Staates. Am Mittwoch, 25. August, bietet das Stadtmuseum um 16 Uhr einen besonderen Rundgang durch diese Foto-Ausstellung an. Die Aufnahmen werden kontrastiert durch Gedichte litauischer Autoren wie Antanas Venclova, Sigitas…

114. Venclova Brodsky Miłosz

Der Litauer Venclova war eine Schlüsselfigur des literarischen Untergrundes der sowjetischen Repressionsjahre. Im Vortrag versucht er, dem Erwachen seiner Dichtergeneration nach dem niedergewalzten Ungarnaufstand 1956 durch präzise Gedichtanalysen beizukommen. Seine spontanen Einschübe aber führen vor Augen, dass Venclovas Zeitrechnung seither nicht weitergerückt ist. Venclova…

87. Tomas Venclova in Münster

Bescheiden und zurückhaltend bedankte sich einer der wichtigsten osteuropäischen Lyriker des 20. Jahrhunderts am Montagabend bei seinem Publikum im münsterschen Stadtmuseum. Unter dem Titel „Camera obscura“ las der 1937 geborene Autor knapp eineinhalb Stunden aus seiner Lyrik und gab Einblicke in sein Leben. /…

11. Barbara Köhler bei Europe … a poem

Lange Zeit haben sie es geheim gehalten, doch nun ist die Katze aus dem Sack: Der deutsche Beitrag für die Ausstellung „Europe … a poem“ stammt von der im Ruhrgebiet ansässigen, vielfach ausgezeichneten Dichterin Barbara Köhler. „Ihre Poesie, ihr experimentelles Spiel mit der Sprache…

99. Zum Tod des jiddischen Dichters Abraham Sutzkever

Von Uwe Wittstock, Die Welt 22. Januar 2010: Der große jiddische Dichter Abraham Sutzkever ist im Alter von 97 Jahren in Tel Aviv gestorben. Er zählte zu den jüdischen Schriftstellern des 20.Jahrhunderts, deren Leben durch Vertreibung und Verfolgung in kaum vorstellbarem Maße gezeichnet war…

33. Minenfeld

Die besten Gedichte habe er im Getto geschrieben, sagte Abraham Sutzkever. Der jiddische Dichter, der heute 96-jährig in Israel lebt, war 27 Jahre alt, als die Wehrmacht Litauen besetzte. In Wilna, dem heutigen Vilnius, errichteten die Deutschen ein Getto und erschossen Tausende von Juden…

112. «Wilne schtot fun gajst un tmimes»

«Wilne schtot fun gajst un tmimes», Wilna, Stadt des Geistes und der Vollkommenheit – so beginnt ein jiddisches Gedicht aus dem 18. Jahrhundert, das, zu einem Lied umgearbeitet, den Beginn einer Theaterveranstaltung im Ghetto markierte. Dass die Juden sogar unter den existenziell dramatischen Umständen…

81. Vilnius – Minsk

In diesem Herbst nun wollten 13 Autorinnen und Autoren, vornehmlich Lyriker, eine Verbindung zwischen dem baltischen Vilnius und dem slawischen Minsk schaffen. Von deutschsprachiger Seite nahmen Ilma Rakusa (die soeben den Schweizer Buchpreis gewonnen hat) und Marcel Beyer teil. Der Danziger Lyriker Tadeusz Dąbrowski,…

5. Dantes Allegorie und die wirkliche Hölle

Ein lang verborgener, auch aus politischem Kalkül versteckter und durch Zensur beschädigter Epitaph ist geborgen, ein Monument jiddischer Literatur, in das die Namen der Opfer eingemeißelt sind. Hubert Witt, dem aus Breslau stammenden Leipziger Germanisten und Übersetzer mittelhochdeutscher und jiddischer Dichtung, sowie dem Schweizer…

31. Poesie aus der Hölle

Endlich wird der «jiddische Dante» mit seinem erschütternden Bericht vom Wilnaer Ghetto auf Deutsch vorgestellt. Mit grosser Genauigkeit schildert er, wie eine Bevölkerung zu überleben versucht. Wer Vilnius (Wilna), die diesjährige Kulturhauptstadt Europas, besucht, findet ausser einem winzigen, abgelegenen Holocaust-Museum keine Spur mehr von…

Prominenz bei den Frauenfelder Lyriktagen

Es lesen Yoko Tawada (Deutschland/Japan), Wolfgang Hilbig (Deutschland), Pierre Imhasly (Schweiz), Judith Herzberg (Holland), Paul Muldoon (Irland/USA) und Tomas Venclova (Litauen/USA). Unter dem Motto «Arabische Welt» werden zudem die Lyriker Fuad Rifka (Libanon), Iman Mersal (Ägypten/CAN) und Abdellatif Laâbi (Marokko/Paris) auftreten, musikalisch begleitet von…

Vilnius,

die gütig-paranoide, ist seine Heimat, Litauisch seine Muttersprache. Eine kleine, alte, dem Sanskrit sehr nahe Sprache, die weiche Konsonanten und klingende Vokale, dazu eine Vielzahl von Flexionsformen kennt und überdies reich ist an Wörtern zum Beschreiben von Wahrnehmungen. Eine schöne Sprache für Poeten. Antanas…

Schicksal Litauens

Über Probleme des Übersetzens aus dem Litauischen schreibt Michael Braun anhand einer verdienstvollen, trotzdem hochproblematischen Venclova-Ausgabe: Das Schicksal der litauischen Dichtung wird aber wohl weiterhin Tomas Venclova repräsentieren, der Emigrant, der während der ersten 40 Jahre seines Lebens mit dem Paradox konfrontiert war, in…

Venclova entdeckt

An allen Orten und in vielen Gattungen, vom lyrischen über den historischen bis zum politischen Diskurs, konnte man – und dies war die dritte Entdeckung –, Litauens bedeutendstem literarischen Botschafter, dem Dichter, Essayisten und amerikanischen Literaturprofessor Tomas Venclova begegnen. Auf der Messe diskutierte er…

„Vor der Tür das Ende der Welt“

heißt die einzige in deutscher Übertragung greifbare Sammlung von Gedichten des international bedeutendsten litauischen Lyrikers und Essayisten. Sie war schon einmal, vor zwei Jahren und beinahe unbemerkt, in dem kleinen Hamburger Rospo Verlag erschienen, den es inzwischen nicht mehr gibt. Jetzt hat der Hanser…