Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Tages- und Zeitungsgedichte von Marina D’Oro und Ursula Teicher-Maier „ich ist eine / andere ein spiel / der sinne und ideen“ (Marina D’Oro) „das Wort ist ein Hohlraum, bewohnbar im Fallen“ (Ursula Teicher-Maier) Die Wirklichkeit ist ein alter Hut. Dass jeder sich eine Welt… Continue Reading „37. Erfundene Wirklichkeiten“
Über den Start der Aktion „Poesie in die Stadt“ mit Beteiligung verschiedener Literaturhäuser berichtet mvregio und die Schweriner Volkszeitung. Auf Plakaten werden u.a. in Rostock chinesische Gedichte gezeigt.
Unbeachtet hätten sie viele Jahre lang in seinen Tagebüchern gesteckt, die Gedichte, die der Poet (und Maler) Bruno Epple aus dem Brunnen der Vergangenheit ans Licht gefördert hat und nun bescheiden „Gedichte nebenbei“ nennt. / Walter Neumann, Südkurier Bruno Epple: „Gedichte nebenbei“. Im Auftrage… Continue Reading „32. Gedichte nebenbei“
Martina Weber erhält für ihre Lyrik das erste Frankfurter Autorenstipendium. In der Begründung der ersten Jury des Stipendiums heißt es: „Ihre Gedichte leben von einer hohen sprachlichen Präzision und Anschaulichkeit. Sie greift die lange Tradition der Naturlyrik auf und führt sie selbstbewusst fort zu… Continue Reading „30. Frankfurter Autorenstipendium an Martina Weber“
Die Darmstädter Jury wählte Anna Louisa Karschs Liebesgedichte „Die Sapphischen Lieder“ (Wallstein-Verlag) zum Buch des Monats August. Seit 1952 vergibt in Darmstadt eine unabhängige Jury aus Schriftstellern, Journalisten und Literaturkritikern regelmäßig den Titel „Buch des Monats“ an ein neu erschienenes Werk, mit dem Ziel,… Continue Reading „29. „Sapphische Lieder“ der Karschin sind Buch des Monats“
Das Bieler Tagblatt bringt eine gute Nachricht (für mich): Eugen Gomringer, der als Vater der konkreten Poesie gilt, hat den ersten Preis des Lyrikwettbewerbs des Rilke-Festivals Siders erhalten. Insgesamt wurden neun Preise und zwei lobende Erwähnungen vergeben. Im Text ist dann allerdings vor allem… Continue Reading „28. Lyrikwettbewerb des Rilke-Festivals Siders“
MDR FIGARO | 06.08.2009 | Diskutieren Sie mit! Wieviel DDR-Realität steckt in der DDR-Literatur? Der Lyriker Adolf Endler provozierte kurz vor seinem Tod mit der Aussage, vom literarischen Erbe der DDR werde nichts übrig bleiben. Der Grund: Sie spiegelte nicht die Realität wieder. MDR… Continue Reading „27. Letzte Endler-Debatte“
Alexander Krohn schreibt: Stefan Döring (geb. 1954), neben Bert Papenfuß, Jan Faktor und Sascha Anderson einer der wichtigsten Vertreter der späten DDR-Untergrund-Literatur, veröffentlichte in den 80ern ein Buch und in den 90ern noch eins. Zum Ausklang dieses Jahrzehnts erscheint nun «Drei Etüden». Distillery 33… Continue Reading „26. Döring-Etüden“
Als Leit-Lautung fiepte und kicherte ein Lachen Rabelaisscher und Chlebnikowscher Abkunft, das sich in scharfen Endreimschlägen und schrillen Lautballungen zum Hohnlachen steigerte und Grotesken hervortrieb. All dies wurde in der Lyrik zusammengestichelt in Reimketten, vernäht mit Polemikspitzen und intertextuellen Fäden zu Nahverwandten wie Paul… Continue Reading „25. Endlers Schrägsicht von außen-unten“
Schlappe sechsundvierzig Jahre, nachdem Hans J. König die ursprüngliche Version der 1924 verfassten [Schalke-]Hymne „Blau und weiß, wie lieb’ ich dich“ um zwei weitere Strophen ergänzt hatte, echauffieren sich Muslime nun über den kuriosen dritten Abschnitt dieses Schlagers, in dem es heißt: Mohammed war… Continue Reading „23. Falsche Farben“
«Ich werde etwas mit der Sprache machen» heißt ein Gedicht von Nora Gomringer. Das ist schamlos untertrieben, wie sich bei der Parklesung vor idyllischer Kulisse herausstellt. Im Prinzip erfindet die sympathische junge Frau mit den Locken das Medium Sprache ganz einfach neu. Ihre Mittel… Continue Reading „22. «Etwas mit der Sprache machen»“
Er verstehe seine Gedichte als «Gegenwehr wider die Übermacht jenes Seienden, das wir Realität nennen», schreibt Friedrich Dieckmann im Nachwort zu seinen «Meldungen vom Tage». Diese «lyrischen Notate» sind zwischen 1975 und 2008 entstanden und verzeichnen journalhaft die Befindlichkeit innerhalb einer schleichend zerfallenden DDR,… Continue Reading „21. Lyrische Notate“
Erschienen sind die Bände 2007 und 2008 des russisch-deutschen Almanachs „Dominante“ mit Lyrik und Prosa von Elke Erb, Elena Kazuba, Alla Kigel, Irena Lein, Rut Kohn, Oxana Medwid, Maja Plissetskaja, Katrin de Vries, Alexander Andreew, Boris Chasanov, Hans M. Enzensberger, Eitan Finkelstein, Vladimir Genin,… Continue Reading „20. Russisch-deutscher Almanach“
Als meiner Dissertation über DDR-Lyrik vom Wissenschaftlichen Rat aus ideologischen Gründen („bürgerlicher Objektivismus“ etc.) die Annahme verweigert wurde, sagte ein Kollege, um Erklärung bemüht: Du zitierst zu oft Adolf Endler. Ja, und wie denn nicht? Er war der beste Kenner dieser Literatur. Mein Doktorvater… Continue Reading „19. Erinnerung“
Seine Sudelblätter „Tarzan vom Prenzlauer Berg“ waren sein erfolgreichstes Werk; die Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1981 bis 1983 vergnügten die Leser und machten ihn nach der Wende einem breiteren Publikum bekannt; „Nebbich. Eine deutsche Karriere“ hieß sein jüngster Band mit autobiographischen Texten und Prosafragmenten,… Continue Reading „18. Zum Tod von Adolf Endler“
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