Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der vom Literaturbüro vergebene Lyrikpreis München zeichnet sich durch sanfte Gründlichkeit aus, wenn über das Jahr verteilt gleich zwei Vorrunden stattfinden, bei denen ebenfalls klug besetzte Jurys öffentlich über die vorgetragenen Gedichte nachdenken. Beim Finale im Kulturzentrum Gasteig gastierten jetzt Dichter, die in den… Continue Reading „64. Augenzeugenbericht“
Beim Finale zum Lyrikpreis München 2014 lasen am 18.10. um 19 Uhr im Vortragssaal der Bibliothek des Gasteig: Konstantin Ames, Berlin Kathrin Bach, Berlin Markus Hallinger, Irschenberg Tobias Roth, Berlin Walter Fabian Schmid, Solothurn, CH Sebastian Unger, Berlin Die Jury entschied wie folgt: Gewonnen hat… Continue Reading „63. Lyrikpreis München 2014“
ob Utopie oder Apokalypse – rückkehrend aus der Zukunft kommen wir nach und nach in der Gegenwart an Hansjürgen Bulkowski
Der GWK-Literaturpreis 2014 geht zu gleichen Teilen an den Lyriker Georg Leß und die Romanautorin Susan Kreller. Die renommierte Auszeichnung für herausragende junge Schriftsteller aus Westfalen-Lippe ist 2014 mit 3.000 Euro pro Preisträger und der Aufnahme in ein Förderprogramm der GWK dotiert. Susan Kreller… Continue Reading „60. GWK-Literaturpreis für Georg Leß und Susan Kreller“
Von brennender Aktualität erscheinen mir diese Sätze Volker Brauns. Er schrieb sie 1993, die ersten Sätze verweisen auf die frühen 90er Jahre – aber 2014 sind sie aktueller denn je. Deutschland, nicht nur das offizielle, das auch, sondern die vielen Leute in ihren vielen… Continue Reading „58. Beschränkt“
Dichtkunst, sie ist schlicht (über-)lebensnotwendig, heißt es da von [Peter] Hub, der gerade mit dem Sprachbewahrerpreis 2014 gewürdigt worden ist. Schließlich hatte die Poesie ursprünglich mal den Sinn, das andere Geschlecht rumzukriegen. Was Wunder, dass Hubs Einsatz für die Lyrik vor allem bei der… Continue Reading „55. Poesie hat Sinn“
Im Jahr 1976 erschien Karin Kiwus’ erster Gedichtband «Von beiden Seiten der Gegenwart». Der Band wurde von der Kritik einhellig gelobt und erlebte vier Auflagen. Es waren unruhige Zeiten damals auch für die Lyrik, aber Gedichte wurden ernst genommen, über sie wurde gestritten. Die… Continue Reading „51. Es war eine Zeitenwende“
Auf der Frankfurter Buchmesse ist die Lyrik noch nicht einmal Nischenprodukt, sondern quasi nicht existent. Mit Gedichten lässt sich kein Geld machen, auf der Frankfurter Messe geht es aber genau darum. Das Fachpublikum interessiert sich nur für die Businessclass der Literatur. Ein paar finnische… Continue Reading „47. Außerhalb der Messe“
Das Gedicht heißt „Timide, timide“ und kombiniert Religion, Landschaft und Linguistik, kontrastiert Bastarda (eine spätgotische Schriftart) und Frühstücksflocken, Pilgerschaft und Autobahn – über Mangel an Vielseitigkeit kann sich kein Leser beklagen. Eher schon gerät er ins Grübeln über der Frage: Muss ich all diese… Continue Reading „46. Nur geduldig und offen“
im Hunde- und Menschenauslaufgebiet setzt ein Terrier die Vorderpfoten auf meinen Oberschenkel und schaut mir argwöhnisch ins Notizbuch Hansjürgen Bulkowski
Das Tier- und Pflanzenreich ist seit je ein bevorzugter Motivkreis des Lyrikers Jan Wagner. Im neuen Gedichtband könnte der Leser geradezu den Eindruck gewinnen, versehentlich in ein Naturkundebuch – freilich eines in Versen – geraten zu sein. Zoologie und Botanik dominieren, allein die ersten… Continue Reading „44. Schlehe und Morchel, Elch und Grottenolm“
Als die Lyrikerin Eva Strittmatter ihren Gedichtband „Ich mach ein Lied aus Stille“ herausbrachte (oder eigentlich der Verlag; denn es war ihr erster Band, sie war nicht mehr ganz jung; die Entscheider des Lands DDR hatten lange gezögert, ob man solche Lyrik in einer… Continue Reading „43. Stille (2)“
Nächste Woche erhält Gerhard Falkner den Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken. Die Hersbrucker Zeitung sprach mit dem Lyriker, Dramatiker, Essayist und literarischen Übersetzer im Vorfeld über seine Inspirationsquellen, sein Leben zwischen dem fränkischen Weigendorf sowie Berlin. (…) Zu der Verleihung des Wolfram-von-Eschenbach-Preises verrät er trocken: „Es… Continue Reading „42. Preis für Gerhard Falkner“
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