Kategorie: Deutsch

95. Helga M. Novak †

Die Schriftstellerin Helga M. Novak ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Novak sei an Heiligabend in Rüdersdorf bei Berlin einem langen Leiden erlegen, teilte der Verlag Schöffling in Frankfurt mit. Für ihre Werke erhielt Novak, die in der DDR aufwuchs und später nach… Continue Reading „95. Helga M. Novak †“

94. Die Nacht

24. Dezember 1828: Der fünfzehnjährige Georg Büchner widmet seinen «guten Eltern» das Gedicht «Die Nacht». Sein «kleines Weihnachtsgeschenk» in Schülerschönschrift hat Trennungsschnörkel zwischen den Strophen. Es beginnt mit den Zeilen: «Niedersinkt des Tages goldner Wagen, / Und die stille Nacht schwebt leis‘ herauf, /… Continue Reading „94. Die Nacht“

89. Schönheit des Wassers

Nicht von ungefähr scheint die elementare Gewalt des Wassers gleich im ersten Zyklus auf. Und zugleich taucht mit der Namensgebung des Zyklus (Opheliate) auch das Motiv der Opheliengestalt auf, die seit ihrem Auftritt in Shakespeares Hamlet zu einem Mythos verklärt worden ist, auf den sich insbesondere… Continue Reading „89. Schönheit des Wassers“

87. Poetopie

wer’s auch immer gezeugt, von wem auch für sich beansprucht – am Dienstagabend, wenn die Marktplage vorbei ist, freuen wir uns doch über unser gemeinsames Kind Hansjürgen Bulkowski

86. „Lyriker“

Schöne Stellen aus dem und über das 19. Jahrhundert zum (verächtlichen)  Status von Lyrik, Lyrikern oder Literaten hat Florian Voß ausgegraben: Verbotene Zone Blog von Florian Voß Anders stand es bei der Lyrik – sie war auch für Leihbüchereien kein attraktiver Geschäftsgegenstand, und es… Continue Reading „86. „Lyriker““

85. Hüter

DIE JOURNALISTEN spotten gern über DIE DICHTER. Wahrscheinlich nach dem Motto: Wer im Glashaus sitzt, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Auf der der Wahrheit verpflichtetsten (sic) Seite der taz räsoniert Peter Köhler: Die Dichter sind die Hüter der Sprache, die Schatzmeister des… Continue Reading „85. Hüter“

83. Erwartbarkeit

Die größte Achtung, die ein Autor für sein Publikum haben kann, ist, daß er niemals bringt, was man erwartet, sondern was er selbst auf der jedesmaligen Stufe eigner und fremder Bildung für recht und nützlich hält. Goethe: Maximen und Reflexionen. Dritten Bandes erstes Heft (1821). Eigenes und Angeeignetes… Continue Reading „83. Erwartbarkeit“

80. Ausgepackt

und das Prüfen kann beginnen! Poesiealbum 309: Hilde Domin. Auswahl Klaus Siblewski, Grafik Cy Twombly. 32 S., 4€. Mehr Poesiealbum 310: Friederike Mayröcker. Auswahl Sonja Harter. Grafik Max Ernst. 32 S., 4€. Mara Genschel: Referenzfläche 3# 8/50 Mara Genschel: Referenzfläche 3# 10/50 (Foto s. unten) Lettre… Continue Reading „80. Ausgepackt“

79. Klavki am Telefon

An der Jahreswende 2013/2014 präsentiert das Kieler Literaturtelefon unter 0431/901-1156 und http://www.literaturtelefon-online.de den lyrischen Prosatext „Letzte Fragen an das Jahr – oder: In der Atemlosigkeit des Denkens“ des Kieler Dichters Klavki, dessen 5. Todestag wir am 4.4.2014 begehen. Klavki, aka Oliver Eufinger, geb. Fischer,… Continue Reading „79. Klavki am Telefon“

78. Ehrengaben

Preisträger der Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung ist Werner Fritsch. Der 1960 in Waldsassen in der Oberpfalz geborene Gegenwartsschriftsteller arbeitet seit frühester Jugend über Genregrenzen hinweg an einem rhizomartigen Gesamtkunstwerk. Grundfigur und Auslöser dieses mittlerweile groß angewachsenen Werks ist Wenzel, der sein ganzes Leben als… Continue Reading „78. Ehrengaben“

77. Das lyrische Jahr

Marie-Luise Knott betreut für den Perlentaucher eine neue Lyrik-Kolumne.  In loser Folge soll sie Beiträge versammeln zu poetischen Neuerscheinungen. Sie beginnt stark (natürlich nicht ohne Lücken – namentlich bei den jüngeren Jahrgängen) mit einem Streifzug von ihr durch das lyrische Jahr 2013. Der Eingang… Continue Reading „77. Das lyrische Jahr“

76. Bericht vom Lyrikpreis München

Auszüge aus dem Bericht von der Diskussion am dritten Abend des Lyrikpreises München am 13.12.: Bettina Hohoff hatte den Eindruck gewonnen, etwas Rätselhaftes solle in Gumz‘ Gedichten bleiben. Sie führte die Wendung „speere (…) / wiegen sich im wind“ an. Àxel Sanjosé meinte, die… Continue Reading „76. Bericht vom Lyrikpreis München“

74. Elektrosmog

Skudlareks Gedichte treffen einen Ton, den man in der deutschen Gegenwartslyrik vermisst: erzählend, gänzlich unangestrengt, mit einer halsbrecherischen Sicherheit für das richtige Bild: „im gras die leere fassung eines / außenspiegels : halt sie dir ans ohr und du hörst / die autobahn rauschen“,… Continue Reading „74. Elektrosmog“

73. Drogen in der DDR

Zonic 20 Zelebration continua mit Ronald Galenza (Berlin): Ronald Galenza ist als Mit-Herausgeber und Autor von Büchern wie „Wir wollen immer artig sein … Punk, New Wave, HipHop und Independent-Szene in der DDR 1980–1990“ (das gerade in 4.Auflage wieder erschien und bereits als Klassiker… Continue Reading „73. Drogen in der DDR“

72. Junge Lyrik anno 1840

Theodor Fontane Lebenswege. Fünfzig Jahre werden es ehstens sein, Da trat ich in meinen ersten „Verein“. Natürlich Dichter. Blutjunge Waare: Studenten, Leutnants, Refrendare. Rang gab’s nicht, den verlieh das „Gedicht“, Und ich war ein kleines Kirchenlicht. So stand es, als Anno 40 wir schrieben,… Continue Reading „72. Junge Lyrik anno 1840“