Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Sie wollte immer ein Apfelbaum sein Nicht weil Äpfel gut schmecken! Nein Nur damit jemand kommt und sagt, Da bist du Nehal Fekri Ershad (iranischer Maler und Dichter) In diesem Gedicht spricht Nehal über die Freiheit des Ausdrucks in Iran, wo jeder Probleme bekommt,… Continue Reading „119. Poetree“
Meine neueste Übersetzung eines längeren persischen Gedichts ist Gorganis „Wīs und Rāmīn“, das ich in Paarreimen übersetzte (400 Seiten Paarreime!). Meiner Meinung nach ist Gorganis Gedicht eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten der Weltliteratur, wenn nicht gar die herausragendste. Ich ziehe sie sogar Nisamis Werk vor,… Continue Reading „106. Persische Literatur in westlicher Sicht“
Der israelische Historiker Shlomo Sand hat mit „Die Erfindung des jüdischen Volkes“ einen Verkaufsschlager geschrieben, der in Israel monatelang auf den Bestsellerlisten stand. In seiner Heimat löste das Buch ebenso heftige Debatten aus wie in Frankreich, England oder den USA. Seine Kritiker beschimpften ihn… Continue Reading „81. Erfindung des jüdischen Volkes“
In einer Welt, die ihr zuwider war, versuchte Else Lasker-Schüler sich unsichtbar zu machen. In Deutschland kam man ihr darin entgegen. 1933 floh sie vor Hitler, bis 1939 führte sie ein mühseliges Emigrantendasein in der Schweiz, die Nazis löschten ihren Namen aus – und… Continue Reading „72. Werkedition der Dichterin Else Lasker-Schüler nach Jahrzehnten abgeschlossen“
Neue Webseite «Kimerioni» über georgische Literatur geht online. Dort werden Artikel und Übersetzungen über vorgestellt, ebenso Gedichte von Dimitri Kimeridze in Original und deren Übersetzungen. «Kimerioni» steht in Verbindung mit Kunst und Literatur. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Tbilissi ein Künstler-Café. Dieses… Continue Reading „51. Kimerioni“
Die erste von zwei Juliausgaben von PIW (Poetry International Web) ist erschienen mit Dichtern aus Kolumbien (zweisprachig) und den USA. Es sind aus Kolumbien Eduardo Cote Lamus Margarita Cardona und aus den USA Amy Beeder Kay Ryan Ron Silliman Außerdem mit 45 Poetry Clips… Continue Reading „29. Poetry International Web“
So friedfertig, wie sie vorgaben, waren viele Gaza-Aktivisten nicht. Die türkische Hilfsorganisation IHH hatte ganz eigene Ziele, schreiben DORIS AKRAP UND PHILIPP GESSLER, taz 1.7. Auf dem Schiff wurde auch gesungen („wo man singt….“): Wie der arabische Sender al-Dschasira zeigte, wurde die „Mavi Marmara“ am… Continue Reading „26. „Erinnert euch an Chaibar, Chaibar!““
Ich glaube Lyrik ist etwas, das man der Alltagssprache abtrotzen muss. Etwas, gegen das die Sprache steht, das sie stört und zerstört, was gleichzeitig aber etwas sehr Menschliches ist. Es erinnert daran, dass es lohnenswert ist, zu schweigen, still zu beobachten, wie sich die… Continue Reading „151. Etwas, das gegen sie steht“
In seiner Heimat Bengalen ist Alokeranjan Dasgupta einer der berühmtesten lebenden Dichter. Als Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft und Bengalistik lehrte er an der Jadavapur Universität in Kalkutta und hatte bis 1994 eine Gastprofessur am Südasien-Institut der Universität Heidelberg inne. Einen Namen machte sich Dasgupta… Continue Reading „150. „Ich weiß nicht, wo ich hingehöre““
To punish men for their endless sins God gave me this fair skin, this long black hair. Um die Männer zu bestrafen für ihre endlosen Sünden gab mir Gott diese glatte Haut dies lange schwarze Haar. From: Universes in Collision. Men and Women in… Continue Reading „137. Meine Anthologie 47: Yosano Akiko, To punish“
Jemanden lieben der die Liebe nicht erwidert ist dasselbe wie im großen Tempel sich vor dem Hintern eines Hungerteufels in den Staub werfen. Aus: Ooka Makoto, Dichtung und Poetik des alten Japan. München und Wien: Carl Hanser Verlag 2000, S. 68. Ahiomohanu hito wo… Continue Reading „136. Meine Anthologie 46: Kasa no Iratsume, Jemanden lieben“
Gedicht von Ludvík Aškenazy (1921-1986) Dichter sein ist nicht leicht. Am Ende versteht einen keiner. Bei einer literarischen Matinee schlief eine zweiundfünfzigjährige Philosophiestudentin ein. Sie hatte damit gerechnet, daß geheizt war. Es war. Aber der Dichter? Die Poesie? Die Seele? Die Träume? Aus: Ludvík… Continue Reading „80. Matinee“
Am 12. Juni 2010 ging das 11. poesiefestival berlin erfolgreich zu Ende. Mit der szenischen Uraufführung von Pasolinis Gedichtzyklus „Dunckler Enthusiasmo“in der Regie von Leopold von Verschuer ging das 11. poesiefestival berlin am Samstag, 12. Juni 2010, erfolgreich zu Ende. Die Übersetzung des Gedichtzyklus… Continue Reading „77. 11. poesiefestival berlin erfolgreich beendet“
Global Literature ist eine Literatur in Bewegung, eine Literatur ohne festen Wohnsitz, eine Literatur der Unbehaustheit, sehr oft überdies eine Literatur der Nicht-Muttersprachlichkeit, die von Sprachwechslern geschrieben wird. Türken, Serben, Bosnier, Bulgaren, Ungarn, Tschechen, Russen wandern in die deutsche Sprache ein und mutieren zu… Continue Reading „49. Sprachwechsel“
Warum denn jede Diktatur so viel Angst vor Dichtern habe, fragte Matthias Göritz, Lyriker und Moderator des Abends, gegen Ende des Gesprächs in die Runde. Weil, so antwortete der Kubaner Carlos A. Aguilera, die Literatur einen Raum der Reflexion schaffe, der unkontrollierbar sei. Weil… Continue Reading „34. Dichter, Propheten und Wahnsinnige“
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