Wie Orpheus

Juliusz Słowacki

(* 4. September 1809 in Krzemieniec , Wolhynien ; † 3. April 1849 in Paris )

WIE ORPHEUS WERDE ICH VON FURIEN GEZERRT . . .

Wie Orpheus werde ich von Furien gezerrt,
   Man sagt, ich sollte dem Verstand entsagen,
Dann würd wie Perseus ich die Luft durchfliegen,
   Die Schönheit des schneeweißen Wellenrauschens
Wird scheu dem blassen Morgenrot entsteigen,
   Mich ganz mit ihr erfüllen, — Ich brenn wie Feuer —
Dort der Parnaß . . . es blitzt etwas im Finstern,
   Hüllt silberner Oliven weiße Rinde
In goldne Panzer. — O ihr grimmen Hexen,
   Ihr solltet hier in diesem Wald als rote
Feuer züngeln . . . zeigt mir doch das Gewebe
   Des Lebens, den Streifen, der gewoben ist
Aus meinen Tränen — Schmerzen — Einsamkeiten,
   Epileptischen Sprüngen meines Herzen —
Nah dem Ende. . .

Deutsch von Hermann Buddensieg, aus: POESIE DER WELT. POLEN. Auswahl u. Prosa-Übersetzungen von Peter u. Renate Lachmann. Berlin: Propyläen Verlag. 1987, S. 118f

Przez fu­rye je­stem tar­gan ja, Or­fe­usz,
   Mó­wią mi, abym wy­rzekł się ro­zu­mu,
A będę la­tał nie­bem — jak Per­se­usz,
   A pięk­ność z wody naj­biel­sze­go szu­mu
Przy bla­dym różu ju­trzen­ki wy­try­śnie
   I da mi otch­nąć się, — Pło­mie­niem gorę —
Tam Par­nas... co­raz coś w ciem­no­ściach bły­śnie
   I tę sre­brzy­stych oliw bia­łą korę
Ubie­ra w zło­te pan­ce­rze. — O ję­dze,
   Je­śli je­ste­ście w tym le­sie czer­wo­ne
Pło­mie­ni­ska­mi... po­każ­cie mi przę­dze
   Żywo­ta, je­śli pa­smo uprzę­dzio­ne
Z łez mych — bo­le­ści — tar­gań się sa­mot­nych,
   Epi­lep­tycz­nych sko­ków mego ser­ca —
Bliz­kie już koń­ca...

Prosübersetzung der Herausgeber (von mir zum leichteren Vergleichen in Verse aufgeteilt):

Von Furien bin ich hin und hergerissen wie Orpheus, 
Man sagt mir, ich solle dem Verstand entsagen, 
Und da werde ich über den Himmel fliegen – wie Perseus, 
Und die Schönheit aus dem Wasser des weißesten Rauschens 
Wird in blasser Morgenröte herausspritzen
Und mir Ruhe gönnen. — Ich brenne wie eine Flamme — 
Dort der Parnaß  . . . es blitzt etwas in Dunkelheiten auf
Das dieses silbernen Ölbaums weiße Rinde 
In goldene Rüstungen kleidet. — O Hexen, 
Wenn ihr dieses Waldes rote Feuerstellen seid — weist mir das Garn
Des Lebens, wenn das Band gesponnen ist 
Aus meinen Tränen — meinem Schmerz — der einsamen Zerrissenheit, 
Den epileptischen Sprüngen meines Herzens — 
Das bald am Ende ist  . . .

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: