Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 20. August 2021 von lyrikzeitung
Am 7. April 2021 verstarb Dr. habil. Jerzy Kaczmarek, polnischer Lyriker und Soziologe an der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań, im Alter von 57 Jahren. Jerzy Kaczmarek wurde am 13. Dezember 1964 in Jarocin in der Woiwodschaft Groß-Polen geboren. Hier eines seiner von ihm selbst übertragenen Gedichte.
Sergej Jessenin (Sergiusz Jesienin)
Gemeiner Schmerz –
Russland, meine Mutter.
Hinter meinem Rücken
Atem von Häschern.
Wie kann man hier sterben –
ohne ein Glas Vodka?
Wie kann man hier sterben –
ohne Hoffnung?
Moskau mit halb ausgeheilter Syphilis
führt mich durch seine Schenken,
durch dunkle Gäßchen.
Trauriges Schifferklavier, du kennst
nur traurige Wolgalieder.
Ich fürchte mich zum Hotel
zurückzukehren – sie warten dort.
Dichter wissen vom Tod
viel mehr, sie haben zu nahe
bei ihm gewohnt.
Noch ein Schluck Spiritus.
Gute Nacht Lena,
Natasha, Sandra.
Es ist nur ein Schritt geblieben –
Russland, meine Mutter.
Kategorie: Polen, PolnischSchlagworte: Angelika Janz, Jerzy Kaczmarek, Sergej Jessenin
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| 中国大好き bei Mein Vater hat mich sehr … | |
| digitalassistenz bei Was Literatur sein kann | |
| versspielerin bei mein tod kennt mich nicht… | |
| jogels61 bei mein tod kennt mich nicht… | |
| jogels61 bei mein tod kennt mich nicht… | |
| lollapaloozacertain0… bei Anti-Jazz, schreiben sie | |
| Angelika Janz bei was soll sich auch dadurch gro… | |
| Stan Lafleur bei Einmal rief Thomas Kling mich… | |
| lyrikzeitung bei Was in mir tobt bin ich |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Pingback: Jerzy Kaczmarek (57) – Dr. habil. / Seniorwissenschaftler/Lyriker – Plötzlich und unerwartet (verstorben)
Jerzy Ł. Kaczmarek
Sergiusz Jesienin
Jaki podły ból –
matko moja, Rosjo.
Za plecami
oddechy oprawców.
Jak tu tak umierać –
bez szklanki wódki?
Jak tu tak umierać –
bez nadziei?
Moskwa z niezaleczonym syfilisem
prowadzi mnie po swoich karczmach,
po ciemnych uliczkach.
Harmonista gra
smutną pieśń o Wołdze.
Boję się wracać do hotelu –
oni tam czekają.
Poeci wiedzą o śmierci
znacznie więcej,
zbyt blisko niej zamieszkali.
Jeszcze łyk spirytusu.
Dobranoc Leno,
Nataszo, Sandro.
Został jeden krok –
matko moja, Rosjo.
Quelle: Danuta Błaszak & Anna Maria Mickiewicz: Kosmos literatów. Wybór i opracowanie. Orlando: Dreammee Little City, 2018, p. 179.
(https://www.miastoliteratow.com/pdf/antologiaNiestanardowaKosmosLiteratow1.pdf)
LikeLike