02-07

Am 7. Februar

  • 1127: Frau Ava, Ava von Göttweig, erste namentlich bekannte deutschsprachige Dichterin †. (Lyrikzeitung | Textkette)
  • 1478: Thomas Morus, englischer Staatsmann, Philosoph und Autor *. Katholischer Märtyrer, Luthergegner. Utopia.
  • „Anfang Februar 1497 ließ Savonarola große Scharen von Jugendlichen und Kindern („fanciulli“) durch Florenz ziehen, die im Namen Christi alles beschlagnahmten, was als Symbol für die Verkommenheit der Menschen gedeutet werden konnte. Dazu zählten nicht nur heidnische Schriften (oder solche, die von Savonarola dazu gezählt wurden) oder pornographische Bilder, sondern auch „Luxusgegenstände“ wie Gemälde, Schmuck, Kosmetika, Spiegel, weltliche Musikinstrumente und -noten, Spielkarten, aufwändige Möbel oder teure Kleidungsstücke. Teilweise lieferten die Besitzer diese Dinge auch selbst ab, sei es aus tatsächlicher „Reue“ oder aus Angst vor Repressalien. Am 7. Februar 1497 und am 17. Februar 1498 wurden all diese Gegenstände auf einem riesigen Scheiterhaufen auf der Piazza della Signoriaverbrannt. Der Maler Sandro Botticelli warf einige seiner Bilder selbst in die Flammen.“ (Wikipedia)
  • 1529: Baldassare Castiglione, italienischer Höfling und Schriftsteller †. „so erwidere ich, daß alles, was die Männer begreifen können, auch von den Frauen begriffen werden kann und daß, wohin der Verstand des einen dringt, der der anderen auch dringen kann.“ Schrieb auch Liebessonette.
  • 1603: Bartholomäus Sastrow, deutscher autobiographischer Schriftsteller † in Stralsund. Geboren 1520 in Greifswald. Bürgermeister von Stralsund.
  • 1637: Mit dem Ende der großen Tulpenmanie in den Niederlanden kommt es zum ersten „Börsencrash“ der Geschichte. Der Handel stoppt gänzlich, die Preise fallen um über 95 %. Vgl. Bertram Reinecke: Andreas Gryphius im Jahre 1638, als er sahe, wie sie zu Holland Tulipan for Gold genommen… In: Sleutel voor de hoogduitsche spraakkunst. Roughbook 019 (2012)
  • 1775: Johann Diederich Gries, deutscher Übersetzer (Tasso, Ariost) *. „Lieber gute Übersetzungen als mittelmäßige Gedichte“
  • 1802: Johann Nepomuk Vogl, österreichischer Schriftsteller *. Balladen. Schnadahüpfeln. Ein Beitrag zur österreichischen Volkspoesie (1860)
  • 1809: Frederik Paludan-Müller, dänischer Schriftsteller *
  • 1823: Ann Radcliffe, britische Schriftstellerin †. (* 1764). Ode to Terror, 1810. Pionierin des Gothic Novel und „erste Poetin der Liebesromane“ (Walter Scott). Schrieb auch Gedichte (Textkette)
  • 1834: Estanislao del Campo, argentinischer Dichter und Journalist *
  • 1841: Hermann Menge, deutscher Altphilologe, Bibelübersetzer (Menge-Bibel) *
  • 1864: Vuk Karadžić, Serbischer Dichter, Philologe, Sprachreformer † (* 1787). Propagierte ein Großserbien „überall, wo serbische Sprache gesprochen wird“, also Kroatien und Bosnien eingeschlossen. Volkslieder der Serben. Metrisch übersetzt und historisch eingeleitet von Talvj. 1825 ff. – Serbische Volkslieder. Aus dem Serbischen. Teile einer historischen Sammlung. Gesammelt und hrsg. von Vuk Stefanović Karadžić. Übersetzt von Talvj. Ausgewählt und mit einem Nachwerot versehen von Friedhilde Krause. Reclam, Leipzig 1980.
  • 1867: Laura Ingalls Wilder, US-amerikanische Schriftstellerin (Our little Farm) *. „If I would have been an Indian, I think I would have scalped more white folks“
  • 1889: Ludwig Winder, österreichischer Schriftsteller und Literaturkritiker *. Gehörte zum „Prager Kreis“. Sein Theaterstück „Die Frau ohne Eigenschaften“ diente Robert Musil zur Vorlage für seinen Roman.
  • 1904: Emil Rosenow, deutscher Schriftsteller, Reichstagsabgeordneter †
  • 1904: Ernst Ginsberg, deutscher Schauspieler, Regisseur, Schriftsteller, Theaterleiter *. Litt an Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). „Als er sich schon nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen konnte, diktierte er seiner Pflegerin noch, mit Hilfe des Morsealphabets, mit den Augenlidern Gedichte.“ (Wikipedia)
  • 1910: Max Bense, Physiker, Philosoph, Schriftsteller *. Theoretiker der Konkreten Poesie. Stuttgarter Gruppe. „Bense bekannte sich ausdrücklich dazu, Rationalist und Atheist zu sein; er entwarf eine Informationsästhetik, die darauf angelegt war, ihre Urteile auch statistisch zu fassen und empirisch zu begründen. Er liebte es, im Radio und im Fernsehen diskussionsfreudig aufzutreten, rhetorisch kühn zu pointieren und sich auch essayistisch an eine breitere Öffentlichkeit zu wenden. Er war einer der führenden Köpfe in der Literatur- und Kunstszene der ›experimentierenden‹ Avantgarde jener Jahre, veranstaltete Ausstellungen und Lesungen und schrieb selber ›experimentelle Texte‹. CDU-Politiker in Stuttgart fühlten sich von ihm so provoziert, dass sie der TH Stuttgart eine zweite Philosophie-Professur bewilligten, unter der Auflage, dass sie mit einem christlich orientierten Philosophen zu besetzen sei. (So kam Robert Spaemann nach Stuttgart, dem freilich nur allzubald von der Universität München ein größerer Wirkungskreis mit Erfolg angeboten wurde). Helmut Kreuzer (Lyrikzeitung)
  • 1925: Herbert Eisenreich, österreichischer Schriftsteller *
  • 1929: Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Schauspieler und Autor *. „1975 begann Jodorowsky mit der Arbeit an der Verfilmung von Frank Herberts Roman Der Wüstenplanet. Nach Jodorowskys Ideen sollte der Film zehn Stunden lang sein und sah Orson Welles, Salvador Dalí und Gloria Swanson als Darsteller vor. Die Filmmusik sollte von Pink Floyd und der französischen Musikgruppe Magma, jeweils eine der beiden Bands sollte eines der Herrscherhäuser repräsentieren, die Ausstattung von HR Giger stammen. Als sich die Geldgeber aus dem Projekt zurückzogen, wurde David Lynch mit der Verfilmung beauftragt.“ (Wikipedia)
  • 1935: Heinz Czechowski, deutscher Lyriker * (Lyrikzeitung)
  • 1937: Doris Gercke, deutsche Krimi-Schriftstellerin (Bella Block) * in Greifswald
  • 1938: Friedrich Karl Barth, deutscher Pfarrer und Liedautor *
  • 1940: Christopher John Arthur, britischer Philosoph und Autor *. „Er vertritt die sogenannte „Homologiehypothese“ („Homology Thesis“), nach der sich die dialektischen Methoden von Marx und Georg Wilhelm Friedrich Hegel von der Form her gleichen, aber auf unterschiedlichen ontologischen Ebenen befinden. Die reale Bewegung des Austausches, wie sie Marx in Das Kapital darstellt modelliere demnach die selbstbewegenden Gedankenformen aus Hegels idealistischer Theorie.“ (Wikipedia)
  • 1940: Julius Wahle, österreichischer Literaturwissenschaftler †. Leiter des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar. Mitarbeiter an der Weimarer Ausgabe von Goethes Werken. 1933 als Jude zum Austritt aus der Goethe-Gesellschaft gezwungen.
  • 1941: Kevin Crossley-Holland, englischer Dichter, Kinderautor *
  • 1947: Ruth Aspöck, österreichische Schriftstellerin *. Gedichtet. Prosaische Lyrik (1995)
  • 1948: Friedrich Ach,  fränkischer Mundartautor *
  • 1955: Alban Nikolai Herbst, deutscher Schriftsteller *
  • 1957: Lioba Happel, deutsche Schriftstellerin  *
  • 1969: Alma Rogge, deutsche Schriftstellerin †
  • 1971: 66 % der Schweizer stimmen für die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Frauen auf Bundesebene.
  • 1972: Walter von Sanden-Guja, deutscher Schriftsteller, Naturforscher, Fotograf †
  • 2008: Frank Geerk, deutscher Dichter †

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